Zeitungsartikel Gemeinderatswahlen Plaffeien Freiburger Nachrichten vom 22.09.2016

Zeitungsartikel Gemeinderatswahlen Plaffeien Freiburger Nachrichten vom 22.09.2016

Kategorie : Gemeinderatswahlen

Noch genau 102 Tage bis zur Fusion: Die Gemein­deräte von Plaf­feien, Ober­schrot und Zumholz set­zen zum Schlussspurt an. Für die FN haben sie eine inten­sive Leg­is­latur Revue passieren lassen.

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Die Fusion von Plaf­feien, Ober­schrot und Zumholz rückt immer näher. Damit die neue Gemeinde ihre Arbeit am 1. Jan­uar 2017 ohne Kom­p­lika­tio­nen aufnehmen kann, laufen derzeit wichtige Vor­bere­itun­gen: Am Son­ntag entschei­den die Stimm­bürg­erin­nen und Stimm­bürger der drei Gemein­den an der Wahlurne darüber, wer die poli­tis­chen Geschicke der neuen Gemeinde führen wird (siehe Kas­ten). Bevor diese neuen Kräfte übernehmen, steht für die bish­eri­gen Gemein­deräte aber noch der Schlussspurt einer inten­siven Leg­is­latur an. Die Ammän­ner von Plaf­feien und Ober­schrot sowie der Vize-Syn­dic von Zumholz – in Vertre­tung von Gemein­de­präsi­dentin Irene Her­zog – haben für die FN Bilanz gezo­gen.

OS-Umbau als ein Meilen­stein

«Vom finanziel­len Umfang her hat der Um- und Aus­bau der OS Plaf­feien alle anderen Pro­jekte über­strahlt», erk­lärt Armin Jungo. Für den Ammann von Ober­schrot ist es eines der wichtig­sten Dossiers, welches die Sitzge­mein­den in den let­zten Jahren voran­brin­gen kon­nten. Mit ins­ge­samt sieben Mil­lio­nen Franken waren die drei Gemein­den in das 34-Mil­lio­nen-Franken-Pro­jekt involviert. Bis Ende Jahr soll­ten die Arbeiten abgeschlossen sein», sagt Plaf­feiens Syn­dic Otto Lötscher über das Fortschre­iten des «Meilen­stein-Pro­jekts». Auch für Fritz Zbinden, den Vize-Syn­dic von Zumholz, rang­iert der Aus­bau der Ori­en­tierungss­chule ganz zu oberst auf der Liste der Schlüs­sel­dossiers in der zu Ende gehen­den Leg­is­latur.

«Aber auch die Erweiterung des Pflege­heims Bach­matte in Ober­schrot, der Bau des Feuer­wehrge­bäudes in Plaf­feien und das Voran­brin­gen der Fusion waren für alle drei Gemein­den zen­trale Pro­jekte», zählt Fritz Zbinden auf. Daneben investierten die drei Gemein­den viel in die eigene Infra­struk­tur. «Ob Pump­sta­tio­nen, Schul­haus­platz oder Gemein­de­strassen – uns war es ein Anliegen, die Infra­struk­tur in Schuss zu hal­ten», sagt Armin Jungo. Während er froh darüber ist, dass in Ober­schrot viele Sanierun­gen angepackt wer­den kon­nten, ist Otto Lötscher vor allem die Entwick­lung des Touris­mus in guter Erin­nerung geblieben. «Anfang Leg­is­latur war die alte Kaserne in Schwarzsee noch ein Sor­genkind für uns.» Mit dem Cam­pus Schwarzsee habe eine ide­ale Lösung gefun­den wer­den könne. «Die Gemeinde ist auch in Zukunft auf einen gesun­den Touris­mus angewiesen. Pri­vate haben da mit Unter­stützung durch die öffentliche Hand sehr gute Arbeit geleis­tet.»

Fusion hat nicht verzögert

Dossiers, die im Hin­blick auf die Fusion bewusst zurück­gestellt wur­den, habe es in den drei Gemein­den keine gegeben. «Im Gegen­teil; wir haben ver­sucht, so viel wie möglich vorher zum Abschluss zu brin­gen oder zumin­dest aufzu­gleisen», sagt Fritz Zbinden. Dabei habe bei vie­len Bürg­ern wohl auch die Angst mit­ge­spielt, dass die Anliegen von Zumholz nach einer Fusion in den Hin­ter­grund rücken kön­nten. «Dass uns Plaf­feien einen zusät­zlichen Sitz im Gemein­derat gewährt hat, ist ein deut­liches Zeichen dafür, dass man sich dieser Sorge bewusst ist.»

«Wenn eine Investi­tion zurück­gestellt wer­den musste, dann weil wir sehr haushäl­ter­isch mit den Finanzen umge­gan­gen sind», erk­lärt Armin Jungo. Es sei dem Gemein­derat ein wichtiges Anliegen gewe­sen, Schulden­ab­bau zu betreiben. «Die Gemeinde kon­nte in den let­zten Jahren mehrere gute Jahresab­schlüsse verze­ich­nen und steht nun auf finanziell gesun­den Beinen.» Ein Dossier, in dem wir gerne weit­ergekom­men wären, bet­rifft die Orts- und Raum­pla­nung», sagt Otto Lötscher und spricht damit seinen bei­den Kol­le­gen aus dem Herzen. «Die Ungewis­sheit mit dem kan­tonalen Raum­pla­nungsmora­to­rium ist frus­tri­erend und für die Gemein­den eine grosse Belas­tung. Ich hoffe, dass wir hier bald Fortschritte erzie­len kön­nen», sagt Armin Jungo. Gle­iches wün­scht sich Otto Lötscher für das Hochwasser­schutzpro­jekt Bachver­bau­ung Burstera, für welches noch immer keine Baube­wil­li­gung vom Kan­ton vor­liege: «Obwohl eine solche bit­ter nötig wäre.» Trotz einiger Prob­lem­dossiers fällt die Bilanz der sich zu Ende neigen­den Leg­is­latur aus Sicht der drei Gemein­deräte pos­i­tiv aus. «Auch nach der Fusion wird viel Arbeit auf die Gemeinde zukom­men», sagt Fritz Zbinden, «aber die Aus­gangslage ist vielver­sprechend.»

Gemein­der­atswahlen: 22 Frauen und Män­ner wol­len das «neue» Plaf­feien führen

Auf den 1. Jan­uar 2017 wach­sen Plaf­feien, Ober­schrot und Zumholz auch poli­tisch zu einer Gemeinde zusam­men. Sechs Frauen und 16 Män­ner stel­len sich zur Ver­fü­gung, ein Exeku­ti­vamt in der neuen Gemeinde Plaf­feien zu übernehmen. Wer den Einzug ins neunköp­fige Gremium schafft, entschei­det sich am Son­ntag an den Wahlur­nen. Die Gemein­der­atswahlen im Sense-Ober­land ver­sprechen so span­nend zu wer­den wie noch sel­ten zuvor: Von den zwölf bish­eri­gen Gemein­derätin­nen und Gemein­deräten, die ins Ren­nen steigen, wer­den min­destens drei in Plaf­feien und einer in Zumholz auf der Strecke bleiben. Am härtesten umkämpft sind die vier Sitze, die Vertretern aus dem heuti­gen Plaf­feien zuste­hen: Die Talschaft Schwarzsee, die CVP und die SVP treten je mit einer kom­plet­ten Liste zu den Wahlen an. In Ober­schrot ste­hen der­weil sechs Kan­di­daten für drei Sitze zur Auswahl. Dabei kommt es zum Kräftemessen zwis­chen der CVP und der SVP. Auf je einer sep­a­raten Liste kämpfen in Zumholz schliesslich vier Kan­di­dierende – drei Bish­erige und ein Neuer – um die bei­den Man­date in der Exeku­tive.

Die Kan­di­daten für Plaf­feien (4 Sitze):

Talschaft Schwarzsee und Freie Wäh­ler:
Otto Lötscher (bisher), Anne-Marie Von­lan­then (bisher), Bruno Zbinden (bisher) und Andreas Stalder (bisher).

CVP:
Daniel Bürdel (bisher), Linus Hayoz, Karin Nieder­berger und Corinne Beyeler.

SVP und Parteilose:
Alfons Piller (bisher), Alfons Neuhaus (bisher), Christophe Maeder und Heidi Piller. 

Die Kan­di­daten für Ober­schrot (3 Sitze):

CVP und Parteilose:
Antoinette Kilchör-Krat­tinger (bisher), Armin Jungo (bisher) und Thomas Aeby.

SVP und Parteilose:
Gilbert Catil­laz, Ste­fan Kolly und Elmar Piller. 

Die Kan­di­daten für Zumholz (2 Sitze):

Houzschrötler:
Fritz Zbinden (bisher).

Freie Wäh­ler:
Alexan­dra Lehmann (bisher).

Parteilose:
Yvan Jungo (bisher).

SVP und Parteilose:
Francesco Mooser. 

Autor: Arthur Zurkinden

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