Plaffeien oder Tafers: Eine Studie evaluiert zwei Schwimmbadstandorte — FN vom 20.09.2019

Thema: Schwimmbad

Wo soll ein Sensler Schwimm­bad gebaut wer­den? Von ursprünglich zehn Stan­dorten in fünf Gemein­den wer­den nun noch zwei inten­siv­er studiert, ein­er in Tafers und ein­er in Plaf­feien.

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Die Sens­lerin­nen und Sensler müssen noch eine Weile warten, bis sie in «ihrem» Schwimm­bad plan­schen kön­nen. «Wir sind dran», sagt Man­fred Rae­my, Ober­amt­mann und Präsi­dent der Region Sense, auf Anfrage. Die Region Sense, der Ver­bund aller Sensler Gemein­den, hat in den let­zten Monat­en eine möglichst bre­ite interne Diskus­sion über mögliche Stan­dorte geführt. Was anfangs ein Pro­jekt mit Stan­dorten im Sense-Ober­land war, wurde zu einem regionalen Pro­jekt (die FN berichteten, siehe Kas­ten).

Schul­sport als Haup­tar­gu­ment

So waren denn auch alle Gemein­den ein­ge­laden, einen Stan­dort vorzuschla­gen. Aus fünf Gemein­den – Gif­fers, St. Ursen, Wün­newil-Fla­matt, Tafers und Plaf­feien – sind schliesslich zehn Stan­dorte genan­nt wor­den. Wie Man­fred Rae­my aus­führt, sind diese Stan­dorte evaluiert wor­den, etwa auf ihre verkehrstech­nis­che Erre­ich­barkeit oder auch auf die mögliche Nutzung des Bades. Ein kün­ftiges Schwimm­bad soll wesentlich dazu beitra­gen, dass die Vor­gaben des Lehrplans 21 erfüllt wer­den und die Sensler Kinder in der Schule regelmäs­sig Schwimm­lek­tio­nen erhal­ten. «Der Schul­sport ist auch deshalb ein wichtiges Argu­ment, weil er eine gewisse Grun­daus­las­tung des Bades sich­er­stellen würde», sagt Man­fred Rae­my.

Zwei in der engeren Auswahl

Am Ende sind zwei Stan­dorte übrig geblieben: je ein­er in Tafers und Plaf­feien. «Alle anderen Gemein­den hät­ten ihren Stan­dort auch weit­er evaluieren lassen kön­nen», hält der Ober­amt­mann fest. «Die Vorschläge aus diesen bei­den Gemein­den hat­ten aber bei der Studie die meis­ten Plus­punk­te.»

In diesen Tagen haben die bei­den Gemein­den zusam­men mit einem Pla­nungs­büro ein Pflicht­en­heft für das kün­ftige Schwimm-, Sport- und Badezen­trum besprochen. Dieses bildet die Basis für eine ver­tiefte Stan­dort- und Bedarf­s­analyse. «Geprüft wird dabei zum Beispiel die stan­dort­spez­i­fis­che Pro­jek­t­gestal­tung», erk­lärt er. Ziel dieser Analyse ist es, ein Raumpro­gramm und damit auch eine grobe Kosten­schätzung zu haben. Die Kosten für diese Abklärun­gen zahlen je hälftig die bei­den Gemein­den sowie der Gemein­de­ver­band. «Wir hof­fen, dass bis Ende Feb­ru­ar 2020 die Resul­tate vor­liegen», so Man­fred Rae­my.

Region­al abstützen

Möglich sei alles, sagt er. Auch, dass am Ende der Entscheid gefällt werde, dass gar kein Bad gebaut wird, weil es zu kost­spielig ist. Ihm ist es ein Anliegen, dass es ein regionales Pro­jekt ist, bei dem alle Gemein­den mitre­den kön­nen, zumal die Gemein­den – trotz zu erwartenden kan­tonalen Sub­ven­tio­nen – das Bad mit­fi­nanzieren müssen. Entwed­er die Investi­tio­nen an sich oder den späteren Betrieb oder bei­des.

Ini­tia­tive aus dem Ober­land

Aus­gelöst hat die Idee für ein regionales Schwimm­bad im Sense­bezirk der Grosse Rat. Dieser hat im Feb­ru­ar 2015 beschlossen, Sub­ven­tio­nen für Schwimm­bäder von kan­tonalen oder nationalen Aus­massen zu sprechen. Wer ein 25-Meter-Beck­en baut, soll sechs Mil­lio­nen Franken erhal­ten; für 50-Meter-Beck­en stellte das Par­la­ment gar 15 Mil­lio­nen Franken in Aus­sicht. Einzige Vor­gabe war, dass die Pro­jek­te bis 2025 ein­gere­icht wer­den. Gross­rat Daniel Bürdel hat daraufhin die Ini­tia­tive ergrif­f­en und eine Arbeits­gruppe ins Leben gerufen, welche eine Mach­barkeitsstudie und Stan­dor­t­analyse in Auf­trag gegeben hat. Diese kam zum Schluss, dass sich Plaf­feien – als Schul- und Touris­mus­stan­dort – am besten eignen würde. Gle­ichzeit­ig ist ein Schwimm­bad auch Teil der Touris­musstrate­gie der Region Sense, also aller Sensler Gemein­den. In den Diskus­sio­nen in diesem Ver­band ver­langten die übri­gen Gemein­den eine erweit­erte Stan­dor­t­analyse und eine bre­it­ere regionale Abklärung. Daraus ent­stand dann die Liste der zehn möglichen Stan­dorte aus fünf ver­schiede­nen Gemein­den.

RÜCKBLICK
Die Ini­tia­tive kam ursprünglich aus dem Ober­land

Aus­gelöst hat die Idee für ein regionales Schwimm­bad im Sense­bezirk der Grosse Rat. Dieser hat im Feb­ru­ar 2015 beschlossen, Sub­ven­tio­nen für Schwimm­bäder von kan­tonalen oder nationalen Aus­massen zu sprechen. Wer ein 25-Meter-Beck­en baut, soll sechs Mil­lio­nen Franken erhal­ten; für 50-Meter-Beck­en stellte das Par­la­ment gar 15 Mil­lio­nen Franken in Aus­sicht. Einzige Vor­gabe war, dass die Pro­jek­te bis 2025 ein­gere­icht wer­den. Gross­rat Daniel Bürdel hat daraufhin die Ini­tia­tive ergrif­f­en und eine Arbeits­gruppe ins Leben gerufen, welche eine Mach­barkeitsstudie und Stan­dor­t­analyse in Auf­trag gegeben hat. Diese kam zum Schluss, dass sich Plaf­feien – als Schul- und Touris­mus­stan­dort – am besten eignen würde. Gle­ichzeit­ig ist ein Schwimm­bad auch Teil der Touris­musstrate­gie der Region Sense, also aller Sensler Gemein­den. In den Diskus­sio­nen in diesem Ver­band ver­langten die übri­gen Gemein­den eine erweit­erte Stan­dor­t­analyse und eine bre­it­ere regionale Abklärung. Daraus ent­stand dann die Liste der zehn möglichen Stan­dorte aus fünf ver­schiede­nen Gemein­den.

Autor: Imel­da Ruffieux

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