Kategorie: Forsthaus Hölli

Zeitungsartikel Höllbach Freiburger Nachrichten vom 8.09.2017

Die Natur im Höll­bach­tal bei Plas­selb hat viel zu bieten, ist aber wenig bekan­nt. Dies soll der neue The­men­weg «Wald, Wild, Wass­er» ändern. Zu Fuss oder per Bike kann man ent­lang von neun Posten die Region erkun­den.

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Das Forsthaus Höl­li im Staatswald Höll­bach ober­halb von Plas­selb war einst die Unterkun­ft der Forstar­beit­er. Heute kann man das Haus für Ferien oder Feste mieten – und neuerd­ings befind­et sich im Dachgeschoss gar ein kleines Muse­um. Die Ausstel­lung zur Geschichte des Staatswaldes Höll­bach ist der erste Posten des neuen The­men­wegs «Wald, Wild, Wass­er», der durch das Höll­bachge­bi­et führt. «Mit dem The­men­weg wollen wir den Leuten das schöne Wan­derge­bi­et hier näher­brin­gen und aufzeigen, was dahin­ter­steckt», sagte Daniel Bürdel, Präsi­dent des Trägervere­ins Forsthaus Höl­li, an der gestri­gen Medi­enkon­ferenz im Forsthaus selb­st. Die bre­ite Bevölkerung solle einen Ein­blick gewin­nen in die Bedeu­tung des Höll­bachge­bi­etes.

Die neun Posten befind­en sich ent­lang eines sechs Kilo­me­ter lan­gen Rundwegs, der beim Forsthaus Höl­li begin­nt und zum Schluss die Höll­bach­brücke passiert. Sie the­ma­tisieren unter anderem die Wald­schä­den des Sturms Lothar und den Borkenkäfer, den geol­o­gis­chen Unter­grund im Höll­bach­tal, die Bau­marten, die Schutzwaldpflege, die Bachver­bau­un­gen sowie die ­Höll­bach­brücke.

Alles ist zweis­prachig

Die Tafeln mit den Erk­lärun­gen, Bildern und Grafiken sind alle zweis­prachig, deutsch und franzö­sisch. «Wir befind­en uns hier schliesslich an der Sprach­gren­ze zwis­chen dem Sense- und dem Grey­erzbezirk», sagte Daniel Bürdel. Auf der anderen Seite des Höll­bachs liegt die Gemeinde Val-de-Charmey.

Die Ini­tia­tive für den Rundweg hat­te der Vere­in Forsthaus Höl­li ergrif­f­en, allen voran Vor­standsmit­glied Felix Bürdel aus Plas­selb, Vater des Vere­in­spräsi­den­ten Daniel Bürdel. In enger Zusam­me­nar­beit mit dem Kre­is­forstamt 2 Sense und dank der Unter­stützung von Spon­soren sei die Idee jet­zt Real­ität gewor­den, freute sich Daniel Bürdel. Der The­men­weg soll auch Grup­pen und Schulk­lassen anziehen. In diesem Jahr zählte das Forsthaus bere­its 600 Über­nach­tun­gen und war an rund 80 Tagen ver­mi­etet. Wie Vor­standsmit­glied Anton Thal­mann erk­lärte, waren im Forsthaus Höl­li schon oft Schulk­lassen ein­quartiert. Dabei habe der Vere­in jew­eils fest­gestellt, dass die Kinder und Lehrer gerne mehr über die Region und deren Natur erfahren wür­den. «Das hat uns auf die Idee des The­men­wegs gebracht», erk­lärte der ehe­ma­lige Kreisoberförster.Im Jahr 1989 bestand im Höll­bachge­bi­et bere­its ein The­men­weg, der damals zum 100-Jahr-Jubiläum der Wal­dauf­forstung erstellt wurde. Der Sturm Vivian hat diesen 1990 jedoch wegge­fegt.

Zahlen und Fak­ten

Neuer Park­platz bei der Engertswilera

Der The­men­weg «Wald, Wild, Wass­er» zählt neun Posten, ist sechs Kilo­me­ter lang und über­windet 435 Höhen­meter. Jed­er Posten schlägt eine Aktiv­ität passend zum The­ma vor. Der Weg begin­nt beim Forsthaus Höl­li in Plas­selb und führt zuerst auf Asphalt, dann auf einem bre­it­en Kiesweg und zulet­zt wieder auf Asphalt zurück zum Forsthaus. Um dor­thin zu gelan­gen, fährt man von Plas­selb aus via Fal­li-Höl­li-Strasse bis zum Park­platz Engertswilera. Ab dort gilt ein Fahrver­bot, und es geht noch 900 Meter zu Fuss bis zum Forsthaus. Der The­men­weg ist frei zugänglich; das Forsthaus ist von Novem­ber bis April geschlossen. Auf der Web­site des Vere­ins wer­den Infor­ma­tio­nen zum Weg aufgeschal­tet.

Autor: Karin Aebis­ch­er
www.forsthaus-hoelli.ch

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Zeitungsartikel GV Forsthaus Hölli Freiburger Nachrichten vom 2.06.2016

Das Forsthaus Höl­li im Plas­selb­schlund hat ein gutes erstes Betrieb­s­jahr hin­ter sich. Auch für 2016 gibt es erste Buchun­gen. Das stimmt den Vere­in zuver­sichtlich für die Zukun­ft des «Ferien­haus­es im Grü­nen».

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Von April bis Ende Okto­ber 2015 war das Forsthaus Höl­li an über 85 Tagen ver­mi­etet. Damit hat der Trägervere­in das angestrebte Ziel für das erste Betrieb­s­jahr mehr als erre­icht. Der Vere­in hat den ehe­ma­li­gen Stützpunkt für Forstar­beit­en im hin­teren Teil des Plas­selb­schlun­des 2011 vor dem Abriss gerettet, das Haus in der Folge san­ft ren­oviert und zum Ferien- und Aufen­thalt­sort umgestal­tet. «Die gute Bele­gung zeigt deut­lich, dass der dama­lige Entscheid richtig war», sagte Daniel Bürdel, Präsi­dent des Vere­ins, an der Gen­er­alver­samm­lung.

Aus der ganzen Schweiz

Das über 80 Jahre alte Haus mit 25 Bet­ten ist von 30 Fam­i­lien, Vere­inen, Schulen und Grup­pen für Feste, Weit­er­bil­dungskurse und Lager gebucht wor­den. Die Gäste kom­men sowohl aus der Region wie auch zum Beispiel aus Zürich, Bern und Solothurn. Der Betrieb habe sehr gut geklappt, so der Präsi­dent weit­er. Wegen der Trock­en­heit im Som­mer musste aber Wass­er zuge­führt wer­den, da die Quelle zu wenig ergiebig war. Die Zufahrt zum Forsthaus Höl­li ist auf­grund des Fahrver­bots auf Alp­strassen beschränkt. Der Vere­in ist aber mit dem bish­eri­gen Sys­tem mit ein­er beschränk­ten Anzahl von Fahrbe­wil­li­gun­gen zufrieden.

Viel Frei­willi­ge­nar­beit

«Seit das Ini­tia­tivkomi­tee sich das erste Mal getrof­fen hat, ist viel Arbeit geleis­tet wor­den», hielt der Präsi­dent fest. Ein gross­er Teil davon sei ehre­namtlich geschehen und ohne die Stun­den zu zählen, sagte er mit einem «Mer­ci» an all jene, die sich dafür ein­set­zten, dass das Forsthaus «zum Prunk­stück im Sense-Ober­land» gewor­den ist.

Die gute Aus­las­tung schlug sich in der Rech­nung nieder, die von Anton Rae­my präsen­tiert und von den 36 anwe­senden Vere­ins­mit­gliedern ein­stim­mig genehmigt wurde. Sie schliesst mit einem Über­schuss von knapp 1000 Franken, dies bei einem Ertrag und Aufwand von rund 32 000 Franken. Allein die Mietein­nah­men machen rund 11 600 Franken aus. Das Bud­get 2016 sieht Ein­nah­men und Aus­gaben von rund 30 000 Franken vor. Wie Mitini­tiant und Vor­standsmit­glied Felix Bürdel aus­führte, sind für die laufende Sai­son bis jet­zt bere­its 28 Reser­va­tio­nen für 65 Tage eingetrof­fen. Zwis­chen 85 und 100 Tage Bele­gung strebt der Vere­in an, um mit den Ein­nah­men die Kosten für den Umbau schnell­st­möglich zu amor­tisieren.

Da Schulen ein wichtiges Zielpub­likum sind, ist der Trägervere­in dabei, in der Umge­bung des Forsthaus­es einen The­men­weg zu real­isieren. An den neun Posten erfahren Kinder Wis­senswertes über Geolo­gie, den Wald, Tiere und Pflanzen, den Wasser­haushalt und so weit­er. Der Lernpfad wird in Zusam­me­nar­beit mit dem Amt für Wald, Wild und Fis­cherei umge­set­zt. Eben­falls einem Wun­sch von Schulen entspricht eine geplante bauliche Anpas­sung: Hin­ter dem Forsthaus soll ein geschützter Unter­stand ange­baut wer­den. Dieser dient Klassen und anderen Besuch­ern als zusät­zlich­er Grup­pen­raum.

Um noch bekan­nter zu wer­den, hat der Vere­in einen Prospekt her­aus­gegeben. Darin stellt er das Forsthaus und sein Ange­bot vor, erk­lärt mögliche Wan­der­routen und gibt all­ge­meine touris­tis­che Infor­ma­tio­nen zur Region. Der Prospekt ist kom­plett zweis­prachig. Das gilt auch für die neue Home­page, von der sich der Vere­in noch mehr Besuch­er von auswärts erhofft.

Autor: Imel­da Ruffieux

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