Kategorie: Gemeinderat

Wahl zum Syndic von Plaffeien

Thema: Gemeinderat

Anlässlich der Kon­sti­tu­ierung des Gemein­der­ats am 30. April 2021 wurde ich zum Syn­dic von Plaf­feien gewählt. Mit grossem Respekt vor der mir bevorste­hen­den Auf­gabe, freue ich mich, diese neue Funk­tion übernehmen zu dür­fen und gemein­sam mit den gewählten Gemei­derätin­nen und Gemein­deräten unsere Gemeinde und Region weiterzuentwickeln.


Gemeindeversammlung in Plaffeien — FN vom 14.12.2020

Thema: Gemeinderat

 

Eine weit­ere Hürde auf dem Weg zu ein­er neuen Käserei ist geschafft: Die Gemein­de­v­er­samm­lung stimmt der Erschlies­sung zu. Das Bud­get 2021 von Plaf­feien sieht ein Minus von 392 650 Franken vor. Die Gemeinde rech­net mit deut­lich weniger Steuereinnahmen.

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Die geplante Grosskäserei im Quarti­er Bifang aus­gangs Plaf­feien in Rich­tung Zumholz ist einen Schritt weit­er: Die Gemein­de­v­er­samm­lung von Plaf­feien hat am Fre­itag unter der Leitung von Ammann Otto Lötsch­er klar der Erschlies­sung zuges­timmt. So erhält das Gebi­et, auf dem die Käsereigenossen­schaft Bühl-Brünis­ried eine Investi­tion von acht Mil­lio­nen Franken plant, zum einen eine Zufahrtsstrasse.

Zum anderen wird die Ein­fahrt zur Kan­ton­sstrasse mit Verkehrs­mass­nah­men erle­ichtert, unter anderem mit ein­er Tem­pore­duk­tion von heute 80 auf 60. Die Bürg­erin­nen und Bürg­er haben für die Erschlies­sung einen Brut­tokred­it von 375 000 Franken gesprochen. Die Käsereigenossen­schaft übern­immt davon 175 000 Franken.

Wass­er für die Käserei

Diskus­sion­slose Zus­tim­mung fand die Erweiterung des Trinkwasser­net­zes für 70 000 Franken. So wird die neue Käserei genü­gend Wass­er für ihre Pro­duk­tion zur Ver­fü­gung haben. Ausser­dem entste­ht durch eine neue Verbindung zwis­chen zwei beste­hen­den Leitun­gen auch eine Ringleitung, welche die Ver­sorgung sicherstellt.

Klar Ja sagten die 58 Bürg­erin­nen und Bürg­er zum Kred­it von 225 000 Franken, um die Ein­fahrt Zel­glis­trasse bei der ehe­ma­li­gen Met­zgerei Klaus zu verbessern. Velo­fahrer und Fuss­gänger sollen eine bessere Über­sicht und mehr Licht erhal­ten, zugle­ich wird die Wasser­leitung unter der Strasse erneuert. Der Gemein­der­at nahm die Anre­gung ent­ge­gen, bei dieser Ein­fahrt ein Last­wa­gen­ver­bot zu realisieren.

Auf «annehm­barem Niveau»

An der Gemein­de­v­er­samm­lung vom Fre­itag ging es nicht nur um diese drei Investi­tio­nen, son­dern vor allem um das Bud­get für das Jahr 2021. «Wir haben inten­siv berat­en. Es waren nicht ein­fache Diskus­sio­nen, um auf ein annehm­bares Niveau zu kom­men», sagte Finanzchef Daniel Bürdel. In Zahlen aus­ge­drückt heisst dies, dass bei einem Aufwand von 23,294 Mil­lio­nen Franken und einem Ertrag von 22,901 Mil­lio­nen Franken ein Aufwandüber­schuss von 392 650 Franken vorge­se­hen ist.

Weniger Steuere­in­nah­men

Dieses Minus könne prob­lem­los durch das vorhan­dene Eigenkap­i­tal gedeckt wer­den, sagte er. Da auch die Prog­nosen für die Rech­nung 2020 von ein­er schwarzen Null aus­ge­hen, sei eine Steuer­erhöhung kein The­ma. Die Gemeinde rech­net damit, rund 220 000 Franken weniger an Steuern einzunehmen. Zum einen wegen der kan­tonalen und der kom­mu­nalen Steuersenkun­gen. Zum anderen nimmt die Gemeinde an, dass wegen der Coro­na-Pan­demie weniger Steuere­in­nah­men von Pri­vat­en und Unternehmen anfall­en werden.

Für den Mehraufwand im Ver­gle­ich zum Vor­jahres­bud­get sor­gen ver­schiedene Aus­gabeposten. So ist unter anderem eine neue 50 Prozent-Stelle bei den Finanzen vorge­se­hen (68 000 Franken), eine Zusatzk­lasse im Pri­marschulkreis (60 000 Franken) und ein Beitrag an die neue Kindertagesstätte. Mit dem Betrag von 30 000 Franken wer­den Eltern mit tiefen Einkom­men unter­stützt. Die Kita sei gut ange­laufen, sagte Daniel Bürdel. Derzeit wer­den zehn Kinder betreut, Ten­denz steigend.

Geld für Badprojekt

Die Gemeinde sieht 2,84 Mil­lio­nen Franken Abschrei­bun­gen vor, davon rund eine Mil­lion Franken freie Abschrei­bun­gen. Die Investi­tion­srech­nung 2021 geht von Net­toin­vesti­tio­nen von 6,4 Mil­lio­nen Franken aus. Neben Wass­er- und Strassen­pro­jek­ten von total über 4 Mil­lio­nen Franken sticht hier der Betrag von 1,225 Mil­lio­nen Franken für Land­käufe ins Auge. Dies kön­nte mit dem Schwimm­bad­pro­jekt zusam­men­hän­gen. Denn im Finanz­plan bis 2025 sind für die näch­sten fünf Jahre jew­eils 5 Mil­lio­nen Franken Investi­tio­nen pro Jahr vorge­se­hen – unter anderem eben 5 Mil­lio­nen für das Pro­jekt Schwimm­bad Sense.

Für den Mehraufwand im Ver­gle­ich zum Vor­jahres­bud­get sor­gen ver­schiedene Aus­gabeposten. So ist unter anderem eine neue 50 Prozent-Stelle bei den Finanzen vorge­se­hen (68 000 Franken), eine Zusatzk­lasse im Pri­marschulkreis (60 000 Franken) und ein Beitrag an die neue Kindertagesstätte. Mit dem Betrag von 30 000 Franken wer­den Eltern mit tiefen Einkom­men unter­stützt. Die Kita sei gut ange­laufen, sagte Daniel Bürdel. Derzeit wer­den zehn Kinder betreut, Ten­denz steigend.

«Der Stan­dor­tentscheid ist noch nicht gefall­en«, sagte dazu Gemein­der­at Daniel Bürdel. Der Gemein­der­at von Plaf­feien habe sich sehr engagiert, um ein gutes und finanzier­bares Pro­jekt auszuar­beit­en. Bekan­ntlich ste­hen noch zwei Stan­dorte in der engeren Auswahl: Plaf­feien und Tafers. «Wir hof­fen, dass es mit unserem Pro­jekt klappt.» Sobald der Entscheid gefall­en ist, soll es einen Infoabend geben. «Schon bald», so Daniel Bürdel.

 

SPITAL TAFERS
Not­fall ist für das Ober­land wichtig

Ein Bürg­er wollte wis­sen, wie weit sich der Gemein­der­at und die Sensler Gross­räte für den Erhalt des Not­falls im Spi­tal Tafers ein­set­zen. «Für die Sensler ist eine gute Ver­sorgung wichtig», sagte er. Ammann Otto Lötsch­er erk­lärte, dass dies auch ein Anliegen des Gemein­de­ver­bands Region Sense sei. Die Beziehung zum Spi­tal sei im Ober­land noch immer sehr stark. CVP-Gross­rat Daniel Bürdel erk­lärte, dass es zwar keine parteienüber­greifende Inter­ven­tion gegeben habe, die Sensler Dep­u­ta­tion habe sich aber mehrfach bei den Spi­talver­ant­wortlichen um Klarheit bemüht. Wie über­all in der Schweiz werde es in kleinen Spitälern langfristig keine Oper­a­tio­nen mehr geben. «Doch wir hof­fen, dass es ein Gesund­heit­szen­trum mit guten Ange­boten geben wird. Details dazu haben wir aber bish­er nicht erfahren.»

Autor: Imel­da Ruffieux

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Gratisbus als Pilotprojekt in Schwarzsee — FN vom 21.02.2020

Thema: Gemeinderat

Bus­fahren ohne Bil­lett: Das ist ab mor­gen an Woch­enen­den und in Schulfe­rien inner­halb des Schwarzsee­tals möglich. Ein Jahr lang läuft das Pilot­pro­jekt eines kosten­losen Orts­busses. Sind die Erfahrun­gen pos­i­tiv, schliesst die Gemeinde eine Erweiterung nicht aus.

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Mor­gen Sam­stag gibt es für die Benutzung des öffentlich­es Verkehrs im Schwarzsee­tal ein neues Ange­bot: Inner­halb der Zone 19, die bei der Buntschena (Bushalte­station nach Zoll­haus) begin­nt und bis zum Cam­pus Schwarzsee reicht, ist die Fahrt mit dem TPF-Bus kosten­los. Dies gilt für alle Sam­stage und Son­ntage sowie für die Tage, in denen die Freiburg­er Schulkinder Ferien haben, also zum Beispiel kom­mende Woche.

Die TPF-Lin­ie 123 übern­immt damit in dieser Zeit die Rolle eines Orts­busses. Die Gratis­zone ist für Besuch­er gedacht, die sich inner­halb dieser Zone 19 bewe­gen. Wer also beispiel­sweise von Freiburg her mit dem Bus nach Schwarzsee fährt, braucht wie bish­er ein Bus­bil­lett; das gilt auch für jene Pas­sagiere, welche die Zone  19 ver­lassen (siehe Kasten).

Sich freier bewegen

Die Ini­tia­tive für dieses Zusatzange­bot kommt vom Gemein­der­at Plaf­feien. Er ver­folge damit mehrere Ziele, wie Gemein­der­at Daniel Bürdel (CVP) den FN erk­lärte. «Wir woll­ten zum einen für die Gäste und die Ein­heimis­chen ein besseres Ange­bot im Bere­ich öffentlich­er Verkehr schaf­fen.» Der Besuch­er soll dazu ani­miert wer­den, das Auto ste­hen zu lassen, und es soll ihm die Möglichkeit gegeben wer­den, sich inner­halb der Zone freier bewe­gen zu können.

Wenn also zum Beispiel ein Tourist mehrere Tage in der Hostel­lerie absteigt, kann er seine Aus­flüge, zum Beispiel zu den Eis­palästen aus­gangs Tal oder zu den Wasser­fällen im hin­teren Teil des Tals zu Fuss oder mit dem Bus unternehmen. Oder ein Bewohn­er des Camp­ings Seeweid kann seine Einkäufe vom Dor­fladen Schwarzsee mit dem Bus in die Nähe seines Ferien­dom­izils transportieren.

Weniger Suchverkehr

«Wir fördern damit den öffentlichen Verkehr und entschär­fen zugle­ich die Prob­leme auf den Park­plätzen und Strassen», sagt Daniel Bürdel. Denn lokaler Mehrverkehr entste­ht auch dadurch, dass die Leute auf der Suche nach einem freien Park­platz oder bei der Fahrt von einem touris­tis­chen Ange­bot zum anderen hin und her fahren. So trage das Ange­bot auch dazu bei, die Attrak­tiv­ität des Touris­mus­ge­bi­ets von kan­tonaler Bedeu­tung zu steigern. Der Pen­del­bus, der bish­er an Spitzen­t­a­gen zum Ein­satz kam, wird nur noch in speziellen Fällen betrieben.

Einzi­gar­tig im Kanton

Dieses Mod­ell ein­er Gratis­zone ist neu für den Kan­ton Freiburg. Wie TPF-Medi­en­sprecherin Julie Reutel­er auf Anfrage erk­lärt, gibt es aber tem­poräre Gratis­busse. So übernehmen etwa die Gemein­den Avry und Matran die Buskosten während der Bolzen­fas­nacht. Und Düdin­gen bietet auf ein­er Orts­bus-Lin­ie während drei Monat­en freie Fahrt an, um dieses Lin­ie zu fördern.

Dieses Mod­ell ein­er Gratis­zone ist neu für den Kan­ton Freiburg. Wie TPF-Medi­en­sprecherin Julie Reutel­er auf Anfrage erk­lärt, gibt es aber tem­poräre Gratis­busse. So übernehmen etwa die Gemein­den Avry und Matran die Buskosten während der Bolzen­fas­nacht. Und Düdin­gen bietet auf ein­er Orts­bus-Lin­ie während drei Monat­en freie Fahrt an, um dieses Lin­ie zu fördern.

Ähn­liche Sys­teme gibt es etwa im Wal­lis oder Graubün­den. Dort sind sie allerd­ings oft gekop­pelt mit einem anderen touris­tis­chen Ange­bot: Wer den Skipass löst oder in einem Hotel über­nachtet, kann den Bus gratis benützen.

Die Kosten für das Zusatzange­bot übern­immt die Gemeinde. Wie hoch genau der Betrag ist, will Daniel Bürdel nicht sagen, «mehrere Tausend Franken». Es seien mehrere Anläufe notwendig gewe­sen, damit Gemeinde und TPF zu dem jet­zt für bei­de Seit­en stim­mi­gen Arrange­ment mit ein­er Pauschale gekom­men seien. Die Gemeinde finanziert den Gratis­bus über die Ein­nah­men aus der Parkplatzbewirtschaftung.

Die TPF sei in das Pro­jekt eingestiegen, weil sie Ini­tia­tiv­en unter­stützen, die die Zahl der Fahrgäste erhöhen und den öffentlichen Verkehr fördern, sagt die TPF-Mediensprecherin.

Ein Jahr ausprobieren

«Es ist heute schwierig, abzuschätzen, wie viele Leute das Ange­bot nutzen wer­den», sagt Daniel Bürdel. «Wir hof­fen, dass es einen gewis­sen Effekt erzielt.» Die Gratis­zone 19 ist ein Ver­such, der vor­erst ab diesen Sam­stag bis zum 21. Fe­bruar 2021 gilt. Nach Ablauf dieser Zeit wird die Gemeinde die ­Erfahrun­gen und Reak­tio­nen auf das Pilot­pro­jekt auswerten. «Wenn es gut ankommt, wäre es schon unser Ziel, das Ange­bot auszuweit­en.» Das kön­nte etwa in die Rich­tung gehen, dass die Gratis­zone auch unter der ­Woche gilt. Aber auch, dass man die Zone 18, in der weit­ere Hal­testellen des Gemeinde­gebiets Plaf­feien sind, in die Gratis-Zone miteinbezieht.

Ist es eine Option, ganz auf Autos zu verzicht­en und Schwarzsee verkehrs­frei zu machen? «Nein, das ist nicht das Ziel», sagt Daniel Bürdel. Dafür müsste unter anderem das Orts­bus-Ange­bot um ein Vielfach­es aus­ge­baut wer­den. «Unsere Gäste kom­men von sehr unter­schiedlichen Orten in unsere Gegend mit teils schwieri­gen Anfahrtswe­gen. Sie schätzen es vor allem auch, dass das Fahrzeug in unmit­tel­bar­er Nähe zu der Bahn­sta­tion und einem Grossteil der Ange­bote abgestellt wer­den kann», sagt Daniel Bürdel.

Es gibt Pläne für ein Park­ing auf dem Gypsera-Are­al. Gemäss Daniel Bürdel läuft derzeit eine Mach­barkeitsstudie im Auf­trag der Kaisereg­g­bah­nen, der Gemeinde und der Region Sense. Die Resul­tate sollen dem­nächst präsen­tiert werden.

ZAHLEN UND FAKTEN
Neun Hal­testellen in der Zone 19

Die TPF-Lin­ie 123 führt von Freiburg über Tafers und Plaf­feien nach Schwarzsee. Zwis­chen Plaf­feien und Schwarzsee verkehrt der Bus stündlich. An nor­malen Tagen unter der Woche fahren 19, am Woch­enende und an Feier­tagen 16 Busse. Zur neuen Gratis­zone 19 gehören die Hal­testellen Buntschena, Licht­e­na, Tro­mooser­li, Mös­li, Kaspera, Gypsera, Hostel­lerie, Bad und Cam­pus – und natür­lich wieder zurück. Das entspricht ein­er Strecke von rund 5,5 Kilo­me­tern. Die Kon­trollen übernehmen gemäss TPF die Chauffeure.

Autor: Imel­da Ruffieux

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TPF-Bus wird zum Ortsbus Schwarzsee — FN vom 21.02.2020

Thema: Gemeinderat

Inner­halb des Schwarzsee­tals kostet die Benutzung des Busses an Woch­enen­den und in den Schulfe­rien nichts mehr. Die Gemeinde Plaf­feien und die TPF lancieren die kosten­lose Zone 19 ab sofort als Pilotprojekt. 

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Wer mit dem Auto an den Schwarzsee reist, muss auch weit­er­hin für das Parkieren bezahlen. Wer sein Auto dann aber vor Ort ste­hen lässt und auf den Bus umsteigt, um etwa von der Eis­bahn zum Hotel oder vom Dor­fladen zum Camp­ing­platz zu gelan­gen, der muss ab sofort zu gewis­sen Zeit­en nichts mehr dafür bezahlen. Die Gemeinde Plaf­feien lanciert ab mor­gen einen Orts­bus, der an Sam­sta­gen und Son­nta­gen sowie während der Schulfe­rien kosten­los ist. Dabei wird aber kein Extra­bus einge­set­zt, vielmehr übern­immt der reg­uläre Lin­ien­bus 123 der TPF diese Funk­tion. Die Gemeinde will damit das Ange­bot für den öffentlichen Verkehr am Touris­mus­stan­dort stärken und zugle­ich die Sit­u­a­tion auf Park­plätzen und Strassen entschär­fen. Nach einem Jahr wird die Gemeinde, die diese neue Dien­stleis­tung finanziert, Bilanz ziehen und die Erfahrun­gen auswerten. Fall­en sie pos­i­tiv aus, ist gemäss Daniel Bürdel, Gemein­der­at von Plaf­feien, eine zeitliche oder geografis­che Ausweitung möglich.

Autor: Imel­da Ruffieux

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Wichtiger Schritt für Tourismusfirma — FN vom 29.04.2019

Thema: Gemeinderat

Die Plaf­feier wollen sich am Aktienkap­i­tal der neuen Touris­mus­fir­ma beteili­gen. Aber nicht ohne Diskus­sion: Sie haben die Rolle der Gemeinde infrage gestellt und wie weit sich diese im Touris­mus ein­mis­chen soll. 

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204 Plaf­feier, elf Trak­tanden, noch mehr Anträge, und dies alles während viere­in­halb Stun­den, angere­ichert mit vie­len Diskus­sionen: dies die kurze Zusam­men­fas­sung der Gemein­de­v­er­samm­lung in Plaf­feien vom Fre­itagabend. Die anwe­senden Stimm­bürg­erin­nen und ‑bürg­er haben alle Anträge des Gemein­der­ats angenom­men, meist mit deut­lich­er Mehrheit. Die Aus­nahme bildete der Antrag, ob sich die Gemeinde am Aktienkap­i­tal des neuen Touris­musun­ternehmens beteili­gen soll: 91 Stimm­bürg­er sagten Ja zum Antrag, 72 stimmten dage­gen. Gemein­der­at Bruno Zbinden trat als Vor­standsmit­glied des Touris­musvere­ins in den Ausstand.

Sicher­heit­en schaffen

Der Vere­in Schwarzsee Touris­mus ste­he ver­mehrt vor rechtlichen und finanziellen Her­aus­forderun­gen, weil er in den let­zten Jahren sein Ange­bot erweit­ert habe, sagte Vizeam­mann Armin Jun­go. Dazu gehören die Über­nahme der Eis­paläste, das bevorste­hende Pro­jekt ein­er mobilen Kun­steis­bahn in Schwarzsee und die Organ­i­sa­tion des Alpa­bzugs (die FN berichteten). Die neue Gesellschaft übern­immt die Träger­schaft dieser Ange­bote; der Vere­in kann sich weit­er­hin auf sein Kerngeschäft mit Gäste­be­treu­ung und Mar­ket­ing konzen­tri­eren. «Wenn ein Anlass beispiel­sweise ein Defiz­it gener­iert, ist der Vere­in finanziell nicht gefährdet», führte Jun­go aus. Die Aktienge­sellschaft werde selb­st­tra­gend sein, die Über­schüsse für weit­ere oder beste­hende Ange­bote eingesetzt.

Nun will sich die Gemeinde finanziell am Aktienkap­i­tal beteili­gen, und zwar bis zu 50 000 Franken. Sie würde somit ein Drit­tel des Aktienkap­i­tals besitzen. «Bere­its heute hat der Gemein­der­at ein Mit­glied im Vor­stand des Vere­ins Schwarzsee Touris­mus. Reicht das nicht als Mit­sprache?», fragte ein Bürg­er. Heute könne die Gemeinde keine Diskus­sio­nen führen und hätte auch kein Mit­spracherecht, antwortete Syn­dic Otto Lötsch­er. Gemein­der­at Daniel Bürdel ergänzte, dass der Touris­mus ein wichtiger Bestandteil der Gemeinde sei. Ein Bürg­er unter­stützte den Willen des Gemein­der­ats. Durch die Beteili­gung könne die Gemeinde Ini­tia­tive ergreifen und nicht nur die pas­sive Rolle ein­nehmen. Er erwäh­nte die Infra­struk­tur für die Langlau­floipen als Beispiel: «Schwarzsee Touris­mus macht Wer­bung fürs Langlaufen, aber nichts wird instand gestellt.»

Ein ander­er fragte, ob dem Gemein­der­at ein Busi­ness­plan vor­liege. Der Syn­dic antwortete, dass schon heute bekan­nt sei, wie viel die einzel­nen Ange­bote ein­brin­gen wür­den. Die Eis­paläste hät­ten dieses Jahr pos­i­tiv abgeschlossen, die Kun­steis­bahn werde hinge­gen nach Erfahrungswerten am Anfang Defizite einfahren.

Zwei Land­wirte störten sich am Vorge­hen des Vere­ins Schwarzsee Touris­mus. So sagte der eine: «Den Alpa­bzug will er in die Fir­ma ein­beziehen, aber die betrof­fe­nen Leute fragt er gar nicht.» Wür­den nicht die Bauern mit den Tieren teil­nehmen, gäbe es gar keinen Anlass. Otto Lötsch­er ent­geg­nete: «An ein­er Sitzung des Hirten­ver­bands hat sich nie­mand gemeldet, als Gemeinde und Touris­mus nach Leuten für das Komi­tee gesucht haben.»

Der näch­ste Ter­min für Schwarzsee Touris­mus ist diesen Sam­stag: Die Gen­er­alver­samm­lung stimmt über die Grün­dung ab.


WEITERE GESCHÄFTE
Gemein­der­at kann Land verkaufen

Die Gemein­de­v­er­samm­lung genehmigte die Regle­mente über die Trinkwasserverteilung und über die Besei­t­i­gung und Reini­gung von Abwass­er. Sie basieren neu auf dem Nutzer- beziehungsweise Verur­sacher­prinzip. Die Ver­samm­lung erteilte zudem dem Gemein­der­at die Kom­pe­tenz, eine Bauland­parzelle von 685 Quadrat­metern am Junkerweg/Rüttistrasse zu verkaufen. Für die gle­ichen Stan­dorte genehmigte sie einen Land­tausch mit einem pri­vat­en Eigen­tümer und die Fein­er­schlies­sung. Der Kred­it beläuft sich auf 34 250 Franken.

ANTRAG
5G-Mora­to­ri­um für Plaffeien

Der Bürg­er Mau­ritz Boschung hat an der Gemein­de­v­er­samm­lung den Antrag für ein 5G-Mora­to­ri­um inner­halb der Gemeinde Plaf­feien gestellt. Die Anten­nen für die schnellere Datenüber­tra­gung sollen erst in der Re­gion instal­liert wer­den, wenn der Gemeinde genü­gend Infor­ma­tio­nen über die gesund­heitlichen Auswirkun­gen vor­liegen, wie Boschung aus­führte. «Ich will nicht, dass mir die näch­ste Gen­er­a­tion vor­wirft, ich hätte zu wenig nachge­fragt.» Die 204 Anwe­senden stimmten mit 76  Nein- zu 55 Ja-Stim­men gegen den Antrag.

Autor: Joce­lyne Page

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