Kategorie: Schulsystem

Zeitungsartikel Kollegium Heilig Kreuz Freiburger Nachrichten vom 5.03.2018

Kategorie : Schulsystem

Der Stim­mvolk hat mit 80,05 Prozent Ja-Stim­men der Sanierung und dem Aus­bau des Kol­legiums Heilig Kreuz zuges­timmt.

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Es ist das let­zte der Kol­legien in der Stadt Freiburg, das noch nicht an die heuti­gen tech­nis­chen und räum­lichen Anforderun­gen angepasst ist. Nun wird sich das ändern. Mit dem mas­siven Volks-Ja zu einem Kredit über 39,52 Mil­lio­nen Franken hat das Freiburger Stim­mvolk einer Umgestal­tung des Kol­legiums Heilig Kreuz zuges­timmt. Für Christine Bul­liard-Mar­bach, die zusam­men mit Daniel Bürdel ein Unter­stützungskomi­tee prä­si­dierte, bestätigt das Resul­tat, dass die Freiburger ihre Bil­dungsin­sti­tu­tio­nen unter­stützen. Chris­tiane Castella Schwarzen, Rek­torin des Kol­legiums, sagt, sie habe sich zehn Jahre für die Sanierung und den Umbau einge­setzt. Nun sei sie dankbar, dass das Pro­jekt real­isiert wird.

Erziehungs­di­rek­tor Jean-Pierre Siggen (CVP) zeigt sich vom Resul­tat nicht über­rascht. Bere­its die Kred­ite für das ­Kol­legium Gam­bach und die Hochschule für Gesund­heit wur­den der­art klar angenom­men. Ähn­liches erhofft er sich am 10. Juni für den Aus­bau der Kan­tons- und Uni­ver­sitäts­bib­lio­thek und 2019 für die Rechts­fakultät der Uni­ver­sität.

Autor:Urs Haenni

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Zeitungsartikel Schule Plasselb Freiburger Nachrichten vom 6.12.2017

Kategorie : Schulsystem

Die Schule Plas­selb fusion­iert mit dem Schulkreis Plaf­feien-Brünis­ried. Das heisst, dass die Fünft- und Sech­stk­lässler ab Schul­jahr 2019/20 nach Plaf­feien zum Unter­richt fahren müssen. In Brünis­ried wird ab näch­stem Herbst der Basis­stufen-Unter­richt einge­führt.

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Das neue Schulge­setz schreibt vor, dass ein Schulkreis min­destens acht Klassen umfassen muss. Plas­selb mit rund 50 Pri­marschülern und 20 Kinder­gartenkinder erfüllt diese Vor­gabe nicht. Deshalb hat die Gemeinde Anschluss an den Schulkreis Plaf­feien-Brünis­ried gesucht. Dieser hat sich vor drei Jahren neu formiert, als auch Brünis­ried wegen der Schülerzahlen eine neue Lösung finden musste.

Eine Arbeits­gruppe hat während anderthalb Jahren geprüft, wie der Schulkreis Plas­selb am besten in jenen von Plaf­feien-Brünis­ried inte­gri­ert wer­den kann. Am Mon­tagabend informierte sie in Plas­selb über die Neuerun­gen. «Es ist eine Lösung, die wir nach inten­siven Diskus­sio­nen erar­beitet haben und hin­ter der heute alle drei Gemein­deräte ste­hen», sagte der Präsi­dent der Arbeits­gruppe, Daniel Bürdel, Gemein­derat von Plaf­feien.

Fünf Stan­dorte

Der neue Schulkreis umfasst fünf Stan­dorte: Licht­ena-Schwarzsee, Brünis­ried, Plaf­feien, Ober­schrot und Plas­selb. Die Ver­ant­wor­tung trägt eine Schulleitung mit einem 95-Prozent-Pen­sum. Im Schul­jahr 2018/19 wer­den 95 Kinder­gartenkinder in fünf Klassen sowie 307 Pri­marschulkinder in 15 Klassen unter­richtet. «Bei der Ein­teilung haben wir stets den Fokus darauf gelegt, eine gute und nach­haltige Lösung für mehrere Jahre für den ganzen Schulkreis zu finden», betonte die heutige Schullei­t­erin von Plaf­feien, Margrit Baeriswyl. Das sei angesichts schwank­ender Schülerzahlen nicht immer ein­fach gewe­sen. Zudem kön­nten sie vari­ieren, etwa durch Zu- und Wegzüge oder spätere Ein­schu­lun­gen.

Ein paar Kniffe

Ab dem Schul­jahr 2019/20 reicht die Anzahl der Kinder­gartenkinder (84) nur noch für vier Klassen, während die Schul­ver­ant­wortlichen auf den anderen Pri­marstufen kon­stant mit 15 Klassen rech­nen. Einer der Grund­sätze der Arbeits­gruppe war es, dass die Kinder eines Dor­fes wenn irgend­wie möglich min­destens vom Kinder­garten bis zur vierten Klasse in die gle­iche Schule gehen kön­nen. Damit das aufgeht, musste die Arbeits­gruppe ein paar Kniffe anwen­den.

Basis­stufe in Brünis­ried

Weil etwa in Brünis­ried für das Schul­jahr 2018/19 wenig Kinder in den Kinder­garten kom­men, wird dort die Basis­stufe einge­führt. Das heisst, dass alle Kinder vom kleinen Kinder­garten bis zur zweiten Klasse jahrgangsüber­greifend in der gle­ichen Klasse unter­richtet wer­den, bei einem Pen­sum von 150 Stel­len­prozen­ten. Mit diesem Sys­tem haben andere Gemein­den wie etwa Murten seit Jahren Erfahrung, für den Sense­bezirk ist es neu. Die Basis­stufe wird vor­läu­fig zwei Schul­jahre geführt. Lassen es die Schülerzahlen zu, wird das Sys­tem darüber hin­aus weit­erge­führt. Die Schul­ver­ant­wortlichen sind zudem bei Erziehungs­di­rek­tor Staat­srat Jean-Pierre Siggen vorstel­lig gewor­den. Er hat eine zusät­zliche 60-Prozent-Stelle genehmigt, um die Über­gangsphase der Schulkreiszusam­men­le­gung besser organ­isieren zu kön­nen. Die Stelle ist auf drei Jahre befris­tet und soll vor allem in grossen Klassen einge­setzt wer­den.

Ab 2019/20 nach Plaf­feien

Alle Plas­sel­ber Kinder vom Kinder­garten bis zur 6. Klasse wer­den im Schul­jahr 2018/19 wie bisher im Dorf zur Schule gehen. Das ändert sich ab dem Schul­jahr 2019/20; dann müssen die Fünft- und Sech­stk­lässler aus Plas­selb mit dem TPF-Bus nach Plaf­feien fahren. Dort wer­den sie in ein­stu­fi­gen Klassen unter­richtet, weil dann beide Jahrgänge gemäss heuti­gen Zahlen nur noch 14 Kinder umfassen. Die Brünis­rieder Fünft- und Sech­stk­lässler haben diesen Schu­lort- und Stufen­wech­sel bere­its vor drei Jahren vol­l­zo­gen. Peter Rotzetter, Gemein­derat von Brünis­ried, kon­nte nur Pos­i­tives berichten. «Auch wenn anfangs viele Äng­ste und Fra­gen im Raum standen: Ein Jahr später waren alle glück­lich. Die Inte­gra­tion ist gelun­gen. Für die Kinder war es eh nie ein Prob­lem.»

Infoabend Brünis­ried: Ein­führung der Basis­stufe. Do., 7. Dezem­ber, 20 Uhr. Mehrzweck­halle.

Diskus­sion

Bedenken zum Schu­lortwech­sel

Über 60 Bürg­erin­nen und Bürger, zumeist Eltern, haben in Plas­selb am Infoabend zur Schulkreiszusam­men­le­gung teilgenom­men. In der Diskus­sion äusserte eine Mut­ter ihre Bedenken zum bevorste­hen­den Schu­lortwech­sel von Plas­selb nach Plaf­feien. Ein neuer Schu­lort, eine neue Umge­bung, eine neue Lehrper­son, neue Klassenkam­er­aden und die wichtige Über­trittsprü­fung – das sei zu viel auf ein­mal für ein Kind. Schulin­spek­tor Markus Fasel erk­lärte, dass sich die bish­erige Lehrper­son der Plas­sel­ber Schule und die neue am Stan­dort Plaf­feien gut absprechen wür­den, um den Kindern solche Wech­sel zu erle­ichtern. Ausserdem wären ja nicht ganz alle Schulka­m­er­aden neu, einige bish­erige aus Plas­selb wür­den sicher in dieselbe Klasse gehen, und viele Schu­lak­tiv­itäten wür­den zusam­men stat­tfinden, ergänzte Schullei­t­erin Margrit Baeriswyl. Ein Bürger äusserte Bedenken wegen der Sicher­heit: Zum einen gebe es kaum Sitz­plätze in den mit OS-Schülern voll beset­zten Bussen, und zum anderen sehe er ein Risiko, wenn die Schüler nach dem Ver­lassen des Busses über die Strasse zu den Schul­häusern eilen. Einen eige­nen Bus könne sich die Gemeinde nicht leis­ten, erk­lärte dazu der Plas­sel­ber Syn­dic Jean-Daniel Feller.

Gle­ich­heit für alle Kinder

Eine andere Mut­ter fragte, warum man die Fünft- und Sech­stk­lässler in Plaf­feien neu mis­che und nicht wenig­stens die Kinder eines Dor­fes zusam­men in der gle­ichen Klasse lasse. Das gehe nicht wegen der Aus­ge­wogen­heit, erk­lärte Margrit Baeriswyl. Würde man dieses Priv­i­leg einem Dorf zugeste­hen, müssten andere Klassen auseinan­derg­eris­sen wer­den. «Wenn alle Kinder ein neues Gspänli finden müssen, ist das eine gerechte Grund­lage. Ich ver­traue den Kindern, dass sie das schaf­fen.»

Kindergärtler nach Plaf­feien?

Für Diskus­sio­nen sorgte die Infor­ma­tion, dass allen­falls auch der Kinder­garten Plas­selb mit­tel­fristig aufge­hoben wird. Im Moment sieht es näm­lich auf dieser Stufe schlecht aus mit den Schülerzahlen ab Schul­jahr 2019/20, denn nur noch 13 Kinder sind in den bei­den Kinder­garten-Jahrgän­gen gemeldet. Die Schul­ver­ant­wortlichen beton­ten, dass sie – wenn es irgend­wie geht – den Kinder­garten im Dorf behal­ten möchten. Dass allen­falls auch die Kle­in­sten nach Plaf­feien reisen müssten, sollte das nicht gelin­gen, löste bei eini­gen Eltern grosse Bedenken aus. Jean-Daniel Feller zeigte Ver­ständ­nis dafür und beschwichtigte die Eltern: Es mache keinen Sinn, heute über etwas zu disku­tieren, das noch nicht sicher sei. «Da das Prob­lem nicht akut ist, besteht genü­gend Zeit für eine gute Lösung.»

Auch die Frage, was passiere, wenn es in Plas­selb mal nicht mehr reiche für eine 3./4. Klasse, kon­nten die Mit­glieder der Arbeits­gruppe nicht beant­worten. «Wir wis­sen heute zu wenig, was in eini­gen Jahren sein wird. Man muss die Sit­u­a­tion jedes Mal neu anschauen und eine passende Lösung finden», so Margrit Baeriswyl.

Jean-Daniel Feller ergänzte, dass im ganzen Schulkreis nur ger­ade fünf Kinder fehlen, damit die Zahl der Klassen vom näch­sten zum übernäch­sten Schul­jahr bei fünf behal­ten wer­den kön­nte.

Autor:Imelda Ruffieux

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Zeitungsartikel Ausserschulische Betreuung Freiburger Nachrichten vom 25.08.2016

Kategorie : Schulsystem

Die Betreu­ung der Schulkinder ausser­halb der Schulzeiten ist im Sense­bezirk vor allem im Unter­land gefragt. Doch auch dort hat es, ausser in Schmit­ten, noch Plätze frei.

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Im Sense­bezirk ist die Lage anders als in Freiburg. In Düdin­gen, wo es seit 2014 eine ausser­schulis­che Betreu­ung gibt, sind nicht alle Mod­ule ganz belegt. «Es hat noch Kapaz­itäten», sagt Gemein­derätin Anita Johner. An eini­gen Tagen wür­den 20 Kinder am Mit­tagstisch sitzen, an einem anderen nur zwei. Zwei seien eigentlich zu wenig, «doch wir woll­ten die allein­erziehende Mut­ter nicht im Schilf ste­hen lassen». Sie hoffe, dass die freien Plätze in den Mit­tags- und Nach­mit­tagsmod­u­len noch gefüllt wer­den kön­nen, so Johner: «Wir sind noch im Ver­trauens­bil­dung­sprozess.» Viele Fam­i­lien in Düdin­gen seien mit Tages­müt­tern organ­isiert. Dass nicht von Beginn weg alle Mod­ule ange­boten wur­den, habe wohl auch dazu beige­tra­gen, dass nicht alle Plätze besetzt seien. Auch die ausser­schulis­che Betreu­ung in Wün­newil-Fla­matt, die wie Düdin­gen keine Mor­gen­be­treu­ung führt, kön­nte noch mehr Kinder aufnehmen, sagt Gemein­derätin Christa Bürgy. In Fla­matt gibt es einen Mit­tagstisch, in Wün­newil zusät­zlich an zwei Tagen eine Nach­mit­tags­be­treu­ung, zudem startete Anfang August die Betreu­ung in den Schulfe­rien.

In Schmit­ten, der Vor­re­it­erge­meinde für Tagesstruk­turen, ist die Nach­frage gross. Das Mit­tags- und Nach­mit­tagsmodul ist von 40 auf 45 Tage­s­plätze aufge­stockt wor­den. Damit werde die Nach­frage abgedeckt, sagt Lei­t­erin Franziska Lehmann-Staub. Diese ist seit 2011 stets gestiegen. Schmit­ten mache näch­stens erneut eine Bedarf­s­abklärung und werde dann die Lage neu beurteilen, so Syn­dic Hubert Schafer.

Kaum Ange­bote für eine Betreu­ung ausser­halb der Schule gibt es im Mit­tel- und Ober­land. Für die Kinder von Gif­fers und Tentlin­gen gibt es ab diesem Schul­jahr jedoch einen Mit­tagstisch (die FN berichteten). In Tafers gibt es zweimal pro Woche einen Mit­tagstisch, dreimal eine Hausauf­gaben­hilfe, andere Mod­ule fehlen. «Als wir das Bedürfnis erhoben haben, war die Nach­frage schlicht nicht stärker», so Gemein­derat Josef Catil­laz. Dies könne sich ändern, Tafers mache näch­stens erneut eine Umfrage.

In Plaf­feien gibt es kein offizielles Ange­bot für einen Mit­tagstisch, die OS-Mensa nimmt jedoch gemäss Gemein­derat Daniel Bürdel auf Anfrage Pri­marschüler auf. Plaf­feien habe ein Ange­bot für die ausser­schulis­che Betreu­ung auf die Beine stel­len wol­len. «Doch wir hat­ten zu wenig Anmel­dun­gen.»

Autor: Karin Aebis­cher

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