Kategorie: Schwimmbad

Plaffeien oder Tafers: Eine Studie evaluiert zwei Schwimmbadstandorte — FN vom 20.09.2019

Thema: Schwimmbad

Wo soll ein Sensler Schwimm­bad gebaut wer­den? Von ursprünglich zehn Stan­dorten in fünf Gemein­den wer­den nun noch zwei inten­siv­er studiert, ein­er in Tafers und ein­er in Plaffeien.

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Die Sens­lerin­nen und Sensler müssen noch eine Weile warten, bis sie in «ihrem» Schwimm­bad plan­schen kön­nen. «Wir sind dran», sagt Man­fred Rae­my, Ober­amt­mann und Präsi­dent der Region Sense, auf Anfrage. Die Region Sense, der Ver­bund aller Sensler Gemein­den, hat in den let­zten Monat­en eine möglichst bre­ite interne Diskus­sion über mögliche Stan­dorte geführt. Was anfangs ein Pro­jekt mit Stan­dorten im Sense-Ober­land war, wurde zu einem regionalen Pro­jekt (die FN berichteten, siehe Kasten).

Schul­sport als Hauptargument

So waren denn auch alle Gemein­den ein­ge­laden, einen Stan­dort vorzuschla­gen. Aus fünf Gemein­den – Gif­fers, St. Ursen, Wün­newil-Fla­matt, Tafers und Plaf­feien – sind schliesslich zehn Stan­dorte genan­nt wor­den. Wie Man­fred Rae­my aus­führt, sind diese Stan­dorte evaluiert wor­den, etwa auf ihre verkehrstech­nis­che Erre­ich­barkeit oder auch auf die mögliche Nutzung des Bades. Ein kün­ftiges Schwimm­bad soll wesentlich dazu beitra­gen, dass die Vor­gaben des Lehrplans 21 erfüllt wer­den und die Sensler Kinder in der Schule regelmäs­sig Schwimm­lek­tio­nen erhal­ten. «Der Schul­sport ist auch deshalb ein wichtiges Argu­ment, weil er eine gewisse Grun­daus­las­tung des Bades sich­er­stellen würde», sagt Man­fred Raemy.

Zwei in der engeren Auswahl

Am Ende sind zwei Stan­dorte übrig geblieben: je ein­er in Tafers und Plaf­feien. «Alle anderen Gemein­den hät­ten ihren Stan­dort auch weit­er evaluieren lassen kön­nen», hält der Ober­amt­mann fest. «Die Vorschläge aus diesen bei­den Gemein­den hat­ten aber bei der Studie die meis­ten Pluspunkte.»

In diesen Tagen haben die bei­den Gemein­den zusam­men mit einem Pla­nungs­büro ein Pflicht­en­heft für das kün­ftige Schwimm‑, Sport- und Badezen­trum besprochen. Dieses bildet die Basis für eine ver­tiefte Stan­dort- und Bedarf­s­analyse. «Geprüft wird dabei zum Beispiel die stan­dort­spez­i­fis­che Pro­jek­t­gestal­tung», erk­lärt er. Ziel dieser Analyse ist es, ein Raumpro­gramm und damit auch eine grobe Kosten­schätzung zu haben. Die Kosten für diese Abklärun­gen zahlen je hälftig die bei­den Gemein­den sowie der Gemein­de­ver­band. «Wir hof­fen, dass bis Ende Feb­ru­ar 2020 die Resul­tate vor­liegen», so Man­fred Raemy.

Region­al abstützen

Möglich sei alles, sagt er. Auch, dass am Ende der Entscheid gefällt werde, dass gar kein Bad gebaut wird, weil es zu kost­spielig ist. Ihm ist es ein Anliegen, dass es ein regionales Pro­jekt ist, bei dem alle Gemein­den mitre­den kön­nen, zumal die Gemein­den – trotz zu erwartenden kan­tonalen Sub­ven­tio­nen – das Bad mit­fi­nanzieren müssen. Entwed­er die Investi­tio­nen an sich oder den späteren Betrieb oder beides.

Ini­tia­tive aus dem Oberland

Aus­gelöst hat die Idee für ein regionales Schwimm­bad im Sense­bezirk der Grosse Rat. Dieser hat im Feb­ru­ar 2015 beschlossen, Sub­ven­tio­nen für Schwimm­bäder von kan­tonalen oder nationalen Aus­massen zu sprechen. Wer ein 25-Meter-Beck­en baut, soll sechs Mil­lio­nen Franken erhal­ten; für 50-Meter-Beck­en stellte das Par­la­ment gar 15 Mil­lio­nen Franken in Aus­sicht. Einzige Vor­gabe war, dass die Pro­jek­te bis 2025 ein­gere­icht wer­den. Gross­rat Daniel Bürdel hat daraufhin die Ini­tia­tive ergrif­f­en und eine Arbeits­gruppe ins Leben gerufen, welche eine Mach­barkeitsstudie und Stan­dor­t­analyse in Auf­trag gegeben hat. Diese kam zum Schluss, dass sich Plaf­feien – als Schul- und Touris­mus­stan­dort – am besten eignen würde. Gle­ichzeit­ig ist ein Schwimm­bad auch Teil der Touris­musstrate­gie der Region Sense, also aller Sensler Gemein­den. In den Diskus­sio­nen in diesem Ver­band ver­langten die übri­gen Gemein­den eine erweit­erte Stan­dor­t­analyse und eine bre­it­ere regionale Abklärung. Daraus ent­stand dann die Liste der zehn möglichen Stan­dorte aus fünf ver­schiede­nen Gemeinden.

RÜCKBLICK
Die Ini­tia­tive kam ursprünglich aus dem Oberland 

Aus­gelöst hat die Idee für ein regionales Schwimm­bad im Sense­bezirk der Grosse Rat. Dieser hat im Feb­ru­ar 2015 beschlossen, Sub­ven­tio­nen für Schwimm­bäder von kan­tonalen oder nationalen Aus­massen zu sprechen. Wer ein 25-Meter-Beck­en baut, soll sechs Mil­lio­nen Franken erhal­ten; für 50-Meter-Beck­en stellte das Par­la­ment gar 15 Mil­lio­nen Franken in Aus­sicht. Einzige Vor­gabe war, dass die Pro­jek­te bis 2025 ein­gere­icht wer­den. Gross­rat Daniel Bürdel hat daraufhin die Ini­tia­tive ergrif­f­en und eine Arbeits­gruppe ins Leben gerufen, welche eine Mach­barkeitsstudie und Stan­dor­t­analyse in Auf­trag gegeben hat. Diese kam zum Schluss, dass sich Plaf­feien – als Schul- und Touris­mus­stan­dort – am besten eignen würde. Gle­ichzeit­ig ist ein Schwimm­bad auch Teil der Touris­musstrate­gie der Region Sense, also aller Sensler Gemein­den. In den Diskus­sio­nen in diesem Ver­band ver­langten die übri­gen Gemein­den eine erweit­erte Stan­dor­t­analyse und eine bre­it­ere regionale Abklärung. Daraus ent­stand dann die Liste der zehn möglichen Stan­dorte aus fünf ver­schiede­nen Gemeinden.

Autor: Imel­da Ruffieux

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Fünf Dörfer wollen das Schwimmbad — FN vom 23.03.2019

Thema: Schwimmbad

Die Arbeits­gruppe für das Schwimm­badzen­trum im Sense­bezirk hat von fünf Gemein­den ins­ge­samt zehn Stan­dortvorschläge erhal­ten. Wo das Schwimm­bad schliesslich gebaut wer­den soll, ist noch offen. Zuerst braucht es eine weit­ere Studie.

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Im Sense­bezirk wollen die Gemein­den seit län­ger­er Zeit ein neues Schwimm­bad bauen. Aber noch immer ist nicht klar, wo das Schwimm­badzen­trum zu ste­hen kom­men soll. Seit gestern sind jedoch die fünf Gemein­den bekan­nt, die dem Gemein­de­ver­band Region Sense und der Arbeits­gruppe Stan­dortvorschläge unter­bre­it­et haben: Plaf­feien, Gif­fers, Tafers, St. Ursen und Wün­newil-Fla­matt. Ins­ge­samt zehn Stan­dorte hät­ten die Gemein­den vorgeschla­gen, sagt der Präsi­dent der Arbeits­gruppe, Daniel Bürdel. Wo genau die Gemein­den das Schwimm­bad bauen möcht­en, ist noch geheim.

Erweit­erte Standortprüfung

Am Anfang der Diskus­sion über ein regionales Schwimm­bad im Sense­bezirk stand ein neuer Geset­ze­sar­tikel: Im Feb­ru­ar 2015 beschloss der Grosse Rat, Sub­ven­tio­nen von 15 Mil­lio­nen Franken für ein interkan­tonales oder nationales Schwim­mzen­trum (50-Meter-Beck­en) oder sechs Millio­nen Franken für kan­tonale Schwimm­bäder (25-Meter-Beck­en) zu sprechen. Doch müssen die Pro­jek­te bis Ende 2025 ein­gere­icht wer­den. Daniel Bürdel, CVP-Gross­rat und Plaf­feier Gemein­der­at, ini­ti­ierte daraufhin eine Arbeits­gruppe, die eine Mach­barkeitsstudie und eine Stan­dor­t­analyse für ein Schwimm‑, Sport- und Badezen­trum im Sense­bezirk in Auf­trag gegeben hat. Die Studie kam zum Schluss, dass Plaf­feien als Sitz ein­er Ori­en­tierungss­chule und wegen der Nähe zur Touris­mus­re­gion Schwarzsee der beste Stan­dort sei. Seit gut einem Jahr ist das Schwimm­bad­pro­jekt Teil der Touris­musstrate­gie 2030 des Gemein­de­ver­bands Region Sense mit dem Ziel, das Pro­jekt region­al bre­it­er zu ver­ankern. Mehrere Gemein­den ver­langten aber damals eine erweit­erte Stan­dor­t­analyse, weshalb die Arbeits­gruppe eine zweite Studie in Auf­trag gab. Bedin­gung: Inter­essierte Gemein­den mussten konkrete Stan­dortvorschläge eingeben, die ein externes Pla­nungs­büro gemein­sam mit der Region Sense und der Arbeits­gruppe prüfen würde.

Wie Daniel Bürdel sagt, haben die Gemein­den Gif­fers, St. Ursen und Wün­newil-Fla­matt jew­eils einen Stan­dort vorgeschla­gen. Tafers machte zwei Vorschläge; Plaf­feien präsen­tierte fünf Stan­dorte, von denen sich zwei in Schwarzsee befind­en. Wo genau die Gemein­den das Schwimm­bad bauen möcht­en, will Daniel Bürdel noch nicht preis­geben. Eben­so wenig will der Sensler Ober­amt­mann Man­fred Rae­my erzählen: «Die Stan­dorte sind Vorschläge, die wir erst darauf geprüft haben, ob sie sin­nvoll sind, ohne beispiel­sweise schon Eigen­tumsver­hält­nisse abzuk­lären.» Die Diskus­sio­nen zum Pro­jekt seien aber kon­struk­tiv gewe­sen, so Raemy.

Das Gremi­um habe die Stan­dorte auf ver­schiedene Kri­te­rien geprüft, sagt Bürdel. Es hät­ten sich viele Fra­gen gestellt: Wie ist das Land erschlossen in Bezug auf Wass­er und Energie? Wie ist es erre­ich­bar für den öffentlichen Verkehr und für Auto­mo­bilis­ten? Wie viele Schulkinder wohnen in der Umge­bung? «Die let­zte Frage ist zen­tral, denn die Schüler sind eine der wichtig­sten Nutzer­grup­pen im zukün­fti­gen Schwimm­bad», sagt Bürdel. Der neue Lehrplan 21 sieht mehr Schwimm­lek­tio­nen vor – an Schwimm­bädern man­gelt es aber heute im Sense­bezirk. Je nach Stan­dort gebe es beispiel­sweise auch mehr Poten­zial für Touris­ten. Bei der Stan­dort­prü­fung brauche es fol­glich auch eine Rentabil­ität­srech­nung, um das Betrieb­s­de­fiz­it zu minimieren.

Aus der Bew­er­tung ist eine Ein­stu­fung der Stan­dorte ent­standen, die das Gremi­um gestern an der Vor­standssitzung der Region Sense in Ueber­storf präsen­tiert hat. Auch diese macht der Gemein­de­ver­band nicht pub­lik. Die Gemein­den hät­ten nun Zeit, bis Anfang Mai einen Antrag zu stellen, damit ihr Stan­dort geprüft werde, erk­lärt Bürdel. Und zwar werde geprüft, was für eine Art Schwimm­bad auf der jew­eili­gen Parzelle am sin­nvoll­sten sei. «Die Region Sense wird über einen Stu­di­enkred­it befind­en, der zwei oder drei Stan­dort­prü­fun­gen ermöglicht.»

Ziel sei es, bis Anfang 2020 die Resul­tate der Stan­dor­t­analyse zu haben und möglichst bis Ende Leg­is­latur ein fer­tiges Pro­jekt präsen­tieren zu kön­nen, sagt Bürdel. «Die Träger­schaft dieses Zen­trums muss eben­falls bes­timmt wer­den. Anschliessend muss der ganze Sense­bezirk einen Kred­it sprechen.» Ihm sei es wichtig, dass das Pro­jekt die nötige Zeit erhalte, damit es gut aus­gear­beit­et sei und keine Fra­gen mehr offen­blieben, erk­lärt Daniel Bürdel.


REGION SENSE
10 000 Franken für Zen­trum Schwarzsee

Die Schwarzsee Kaiser­egg­bahnen AG und die Gemeinde Plaf­feien haben eine Mach­barkeitsstudie für ein touris­tis­ches Zen­trum in Schwarzsee in Auf­trag gegeben (die FN berichteten). Wie der Gemein­de­ver­band Region Sense mit­teilt, hat er an sein­er Vor­standssitzung einen Unter­stützungs­beitrag von 10 000 Franken gesprochen. An die Stu­di­enkosten von 120 000 Franken leis­tet auch der Kan­ton im Rah­men der Neuen Regionalen Poli­tik (NRP) einen Beitrag von 80 000  Franken.

Zudem hät­ten alle 17 Sensler Gemein­den eine interkom­mu­nale Vere­in­barung im Schul­we­sen unter­schrieben, schreibt der Ver­band weit­er. Es han­dle sich dabei um die Kostenüber­nahme für Schulkreiswech­sel auf Primarstufe.

Autor: Joce­lyne Page

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Wo ist der beste Standort für das Sensler Schwimmbad? — FN vom 12.02.2019

Thema: Schwimmbad

Der Sense­bezirk braucht ein Schwimm­bad. Doch wo soll es gebaut wer­den? Die Sensler Gemein­den haben zehn mögliche Stan­dorte vorgeschla­gen. Die Region Sense wird diese nun mith­il­fe eines exter­nen Büros evaluieren. 

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«Wir sind immer noch dran», sagt Daniel Bürdel. Der CVP-Gross­rat und Gemein­der­at wider­legt damit Gerüchte, wonach die Pläne für ein neues Schwimm­bad im Sense­bezirk gestor­ben seien. Der poli­tis­che Prozess brauche halt etwas mehr Zeit. Fast drei Jahre ist es her, seit Daniel Bürdel die Idee lanciert hat­te, im Sense-Ober­land ein Schwimm­bad zu real­isieren, nach­dem der Kan­ton angekündigt hat­te, für den Bau neuer Bäder Sub­ven­tio­nen zu geben, wenn die Pro­jek­te bis spätestens Ende 2025 ein­gere­icht seien (siehe Kasten).

Erste Studie pri­or­isiert Plaffeien

Aus dieser Idee ent­stand eine Arbeits­gruppe, die eine Mach­barkeitsstudie und eine Stan­dor­tor­t­analyse für ein Schwimm‑, Sport- und Badezen­trum im Sense-Ober­land in Auf­trag gegeben hat (die FN berichteten). Die Studie kam zum Schluss, dass Plaf­feien als Sitz ein­er Ori­en­tierungss­chule und wegen sein­er Nähe zur Touris­mus­re­gion Schwarzsee der beste Stan­dort sei. Für den Bau eines regionalen Freizeit­bads mit Bade­halle, Fit­ness­bere­ich, Bad­bistro und anderen Ange­boten, die von Schulen, der Bevölkerung und Touris­ten genutzt wer­den sollen, gin­gen die Experten von 28,6 Mil­lio­nen Franken Baukosten aus. Der Kan­ton würde für ein Bad von kan­tonaler Bedeu­tung rund sechs Mil­lio­nen Franken Sub­ven­tio­nen bezahlen.

Teil der Tourismusstrategie

Vor gut einem Jahr wurde bekan­nt, dass das Schwimm­bad­pro­jekt region­al bre­it­er ver­ankert wer­den sollte, indem es Teil der Touris­musstrate­gie 2030 wird. Diesem Vorschlag haben die Delegierten der Region Sense denn auch zuges­timmt. Allerd­ings nicht ohne Diskus­sio­nen: An der Delegierten­ver­samm­lung vom April 2018 haben die Vertreter von Bösin­gen, Tafers, Schmit­ten und Düdin­gen beantragt, die Stan­dort­pri­or­isierung mit Plaf­feien zu stre­ichen, damit diese Frage bei der weit­eren Pla­nung des Pro­jek­ts ver­tieft geprüft wer­den könne. Dieser Antrag kam nicht durch, die Strate­gie wurde von ein­er Mehrheit der Delegierten angenommen.

Zweite Stan­dor­t­analyse

Nach dem Entscheid des Gemein­de­ver­bands ist die ursprüngliche Arbeits­gruppe im let­zten Som­mer mit zusät­zlichen Gemein­de­v­ertretern erweit­ert wor­den. «Wir haben eine zweite Stan­dor­t­analyse in Auf­trag gegeben», sagt Arbeits­grup­pen­präsi­dent Daniel Bürdel. Über die Resul­tate, welche der Arbeits­gruppe seit let­zter Woche vor­liegen, will er nichts ver­rat­en, bevor sie aus­gew­ertet sind und das weit­ere Vorge­hen entsch­ieden ist.

«Alle Gemein­den des Sense­bezirks waren ein­ge­laden, mitzuteilen, ob sie Inter­esse am Bau eines Schwimm­bads auf ihrem Gemein­dege­bi­et haben.» Sie waren auch aufge­fordert, mögliche Parzellen für den Bau eines Bads zu nen­nen. Die Arbeits­gruppe werde nun weit­ere Schritte unternehmen, um den poli­tis­chen Prozess in Gang zu brin­gen, der nötig ist, um den defin­i­tiv­en Stan­dort für ein Sensler Schwimm­bad zu bes­tim­men, so Daniel Bürdel weit­er. Das ist notwendig, damit die Träger­schaft und damit auch die Finanzierung gek­lärt wer­den können.

Welche Nutzer­grup­pen?

Ein entschei­den­der Punkt wird die Klärung der Nutzer­grup­pen sein: Soll das kün­ftige Schwimm‑, Sport- und Badezen­trum in erster Lin­ie Schulen zugute kom­men – dann käme ein Stan­dort in ein­er Gemeinde mit OS-Zen­trum wohl eher zum Zuge. Oder soll das Bad eben­falls eine Schlechtwet­ter­al­ter­na­tive für Touris­ten sein – dann wäre ein Stan­dort sin­nvoller, der nicht zu weit von Schwarzsee ent­fer­nt ist. Oder soll es ein Bad sein, das vor allem der Bevölkerung und Vere­inen zur Ver­fü­gung ste­ht? Dann kön­nte es the­o­retisch irgend­wo im Sense­bezirk gebaut wer­den. «Diese Pri­or­itäten muss man einge­hend analysieren und disku­tieren», sagt Daniel Bürdel. «Der Umweg über eine zweite Standortana­lyse trägt sich­er dazu bei, das Pro­jekt bess­er zu ver­ankern.» Denn nur ein gut abgestütztes Pro­jekt habe Chan­cen, real­isiert zu werden.

Zehn Vorschläge

Diese Mei­n­ung teilt auch Man­fred Rae­my, Ober­amt­mann des Sense­bezirks und Präsi­dent der Region Sense. «Es war wichtig, dass alle Gemein­den mitre­den kon­nten.» Diese Möglichkeit sei auch rege wahrgenom­men wor­den. Zehn Vorschläge wur­den von den 17 Gemein­den ein­gere­icht. Wo genau diese Stan­dorte liegen, will Rae­my noch nicht ver­rat­en. «Sie sind verteilt auf den ganzen Bezirk, es gab Vorschläge aus dem Ober­land genau­so wie aus dem Unter­land», so der Oberamtmann.

Ein schwieriger Prozess

Wann ein spruchreifes Pro­jekt den Sensler Gemein­den, also der Region Sense, vorgestellt wird, kann Daniel Bürdel zum jet­zi­gen Zeit­punkt noch nicht sagen. Die Arbeits­gruppe und die Region Sense wollen ein externes Pla­nungs­büro beiziehen, welch­es die Pri­or­isierung der Stan­dorte und der Nutzer­grup­pen begleit­en soll. «Es ist ein schwieriger Prozess. Jed­er ver­tritt seine Inter­essen, und es ist nicht leicht, einen Kon­sens zu find­en.» Er sei aber zuver­sichtlich, dass dies gelinge, so der CVP-Grossrat.

Um das ein­stige Ziel zu erre­ichen, bis Ende der laufend­en Leg­is­latur ein abstim­mungsreifes Pro­jekt zu haben, müsse aber in den näch­sten zwei Jahren inten­siv gear­beit­et wer­den. Anson­sten werde eine allfäl­lige Abstim­mung erst in der neuen Leg­is­latur stat­tfind­en kön­nen, so Daniel Bürdel.

Für Ober­amt­mann Man­fred Rae­my spielt der Zeit­fak­tor eine kleinere Rolle. Wichtiger ist ihm die bre­ite Auseinan­der­set­zung mit dem The­ma. «Wenn wir einen Kon­sens find­en wollen, braucht es diese Diskus­sio­nen.» Klar sei auch, dass man den Entscheid über einen Stan­dort nicht für sich allein fällen könne. «Man muss unter anderem auch das beste­hende Schwimm­bad in Düdin­gen ein­beziehen.» Momen­tan stelle dieses für sehr viele Schulen im Sense­bezirk den Platz für den Schwim­munter­richt zur Ver­fü­gung. «Es braucht ein glob­ales Konzept.»

Zwei, drei Stan­dorte vertiefen

Deshalb will er den Gemein­den auch Zeit lassen, sich mit den Vorschlä­gen auseinan­derzuset­zen, Fra­gen zu stellen und Impulse einzubrin­gen. «Zusam­men mit dem exter­nen Büro wer­den wir dann gemäss unserem Kri­te­rienkat­a­log die Vorschläge bew­erten und zwei, drei Stan­dorte, die bess­er geeignet sind, ver­tieft abklären», so Man­fred Raemy.

«Es gibt noch viele offene Fra­gen.» So sei zum Beispiel heute noch nicht klar, wie der Betrieb eines Schwimm­bads ­finanziert wird. «Für die Investi­tio­nen find­en wir sich­er eine Lösung. Aber der Betrieb ist ­etwas ganz anderes. Es ist möglich, so eine Ein­rich­tung kos­ten­deck­end zu führen, aber es braucht ein gutes Konzept und ein gutes Team.»


Es ist ein schwieriger Prozess. Jed­er ver­tritt seine Inter­essen, und es ist nicht leicht, einen Kon­sens zu finden.

Daniel Bürdel
Präsi­dent der Arbeits­gruppe für ein Schwimmbad


KANTON FREIBURG
Zu wenig Schwimmbäder

«Rein rech­ner­isch hat der Sense­bezirk auf jeden Fall Anspruch auf ein Schwimm­bad», sagt Ober­amt­mann Man­fred Rae­my. Schon allein um die Vor­gaben des neuen Schulge­set­zes zu erfüllen. Im Kan­ton Freiburg erhal­ten von ins­ge­samt rund 30 000 Schü­lerin­nen und Schülern der Pri­marstufe etwa 5000 keinen Schwim­munter­richt. Das sind rund 17 Prozent, wie aus der im Dezem­ber 2017 pub­lizierten Antwort des Staat­srates auf eine Anfrage der SP-Gross­räte David Bon­ny (Prez-vers-Noréaz) und Guy-Noël Jelk (Freiburg) hervorgeht.

Im Feb­ru­ar 2015 hat­te der Grosse Rat einen neuen Geset­ze­sar­tikel zur Sub­ven­tion­ierung von Schwimm­bädern genehmigt. Dieser sieht Beiträge von 15 Mil­lio­nen Franken für ein interkan­tonales oder nationales Schwim­mzen­trum (50-Meter-Beck­en) vor und sechs Mil­lio­nen Franken für kan­tonale Schwimm­bäder (25-Meter-Beck­en). In den Genuss dieser Sub­ven­tio­nen kom­men Schwimm­bäder, deren Dossiers bis am 31. Dezem­ber 2025 ein­gere­icht werden.

Autor: Imel­da Ruffieux

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Zeitungsartikel Schwimmbad Freiburger Nachrichten vom 20.02.2018

Thema: Schwimmbad

Das Schwimm­bad, das im Sense­bezirk geplant ist, soll Teil der Touris­musstrate­gie 2030 sein. Die Ini­tia­tiv­gruppe wartet darauf, dass die Sensler Gemein­den diese Strate­gie verabschieden.

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Vor rund zwei Jahren hat ein Ini­tia­tivkomi­tee die Idee lanciert, im Sense­bezirk ein Schwimm‑, Sport- und Badezen­trum zu real­isieren. Im Juni 2017 hat die Gruppe eine Mach­barkeits- und Stan­dor­t­analyse vorgestellt (die FN berichteten). Diese hat ergeben, dass der Bezirk dur­chaus Bedarf für ein eigenes Schwimm­bad hat und dass Plaf­feien der ide­ale Stan­dort wäre.

Teil der Tourismusstrategie

Sei­ther ist es etwas ruhig um das Pro­jekt gewor­den. «Die Arbeits­gruppe ist immer noch an der Arbeit, wartet aber im Moment auf gewisse Entschei­de auf Bezirk­sebene, bevor gewisse Arbeit­en weit­er vor­angetrieben wer­den kön­nen», sagt CVP-Gross­rat Daniel Bürdel aus Plaf­feien, der die Schwimm­bad-Idee 2015 lanciert hat­te, auf Anfrage. Der Grund dafür sei, dass das Bad­pro­jekt Teil der Touris­musstrate­gie 2030 ist, die let­zten Herb­st vorgestellt wurde. Ziel dieser Strate­gie ist es, die heutige wirtschaftliche Wertschöp­fung im Bere­ich Touris­mus bis 2030 zu ver­dop­peln, indem die nötige Infra­struk­tur und die Mit­tel bere­it­gestellt wer­den. Die Region Sense, also der Ver­band der Sensler Gemein­den, hat­te bei der dama­li­gen Präsen­ta­tion ein Hallen-/Ther­mal­bad als eines von zahlre­ichen Pro­jek­ten aufge­lis­tet, die in dieser Strate­gie vorge­se­hen sind. Weit­ere Pro­jek­te waren unter anderem das geplante Mul­ti­funk­tion­szen­trum Schwarzsee, eine Schaukäserei, die Aufw­er­tung des Schif­f­e­nensees und ein Veloweg durch den Bezirk, die Transsense.

Strate­gie wird vorgelegt

Die Ini­tia­tiv­gruppe wartet nun, bis Touris­musstrate­gie 2030 von den Gemein­den abge­seg­net ist. Wie Man­fred Rae­my, Ober­amt­mann und Präsi­dent der Region Sense, auf Anfrage erk­lärt, hat der Vor­stand der Region die Touris­musstrate­gie 2030 an sein­er let­zten Sitzung genehmigt. Sie wird nun den Vertreterin­nen und Vertretern der Gemein­den an der Delegierten­ver­samm­lung vom 24. April zur Genehmi­gung vorgelegt. «Die Pro­jek­te sind auf diese Weise bre­it abgestützt», erk­lärt Man­fred Rae­my. Die bish­erige Arbeits­gruppe wird im Ver­lauf des Früh­jahrs mit Vertretern der Gemein­den und Fach­leuten erweit­ert, und sie entwick­elt das Pro­jekt weit­er. Im Rah­men der Diskus­sion um die Einord­nung des Schwimm­bad­pro­jek­ts unter dem Dach der Region Sense seien noch keine Diskus­sio­nen über eine Träger­schaft und die Finanzierung geführt wor­den, so der Oberamtmann.

Daniel Bürdel würde es begrüssen, wenn das Bad­pro­jekt fes­ter Bestandteil der Touris­musstrate­gie würde. «Wir sind auf einen gemein­samen Nen­ner im Sense­bezirk angewiesen, auch um die Finanzierung sicherzustellen», sagt er. Ziel der Ini­tia­tiv­gruppe sei es, dass bis Ende dieser Leg­is­latur ein spruchreifes Pro­jekt vorliegt.

Das Schwimm­bad soll im Rah­men ein­er kan­tonalen Sub­ven­tionsverord­nung real­isiert wer­den. Der Kan­ton gibt Sub­ven­tio­nen für den Bau neuer Bäder, wenn die Pro­jek­te dafür bis spätestens Ende 2025 ein­gere­icht sind.

JUNGE CVP SENSE

Ein Ange­bot für Touris­ten und Familien

Die Junge CVP (JCVP) Sense spricht sich für den Bau eines Schwimm­bades aus, ver­tritt aber die Ansicht, dass die Stan­dort- und Finanzierungs­frage noch inten­siv disku­tiert wer­den muss. Wie die JCVP mit­teilt, komme ein Bad einem bre­it­en Bedürf­nis der Bevölkerung, vor allem von Jugendlichen und Fam­i­lien, nach. Mit einem Bad kön­nte der Schwim­munter­richt vor Ort oder in der Nähe durchge­führt wer­den, und Touris­ten erhiel­ten ein Alter­na­tiv- und Schlechtwet­terange­bot. Han­dle man nicht in naher Zukun­ft, gehe die Bevölkerung weit­er­hin und ver­mehrt in Nach­bar­bezirke zum Schwim­men und Baden. So gehe dem Bezirk poten­zielle wirtschaftliche Wertschöp­fung ver­loren, und er ver­liere an Attrak­tiv­ität bei den Freizeitangeboten.

Autor:Imelda Ruffieux

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Zeitungsartikel Schwimmbad Freiburger Nachrichten vom 5.07.2017

Thema: Schwimmbad

Die Idee für ein Schwimm‑, Sport- und Badezen­trum im Senseober­land stösst bei den Bezirksparteien mehrheitlich auf Zus­tim­mung. Knack­punkt des 28,6‑Millionen-Franken-Projekts wird die Finanzierung sein – trotz Sub­ven­tio­nen von sechs Mil­lio­nen Franken.

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Im Senseober­land soll ein Schwimm‑, Sport- und Badezen­trum entste­hen. Die Idee dafür stammt von ein­er Arbeits­gruppe, die sich vor anderthalb Jahren gegrün­det hat – dies, nach­dem der Grosse Rat 2015 entsch­ieden hat­te, Sub­ven­tio­nen für Schwimm­bad­baut­en bere­itzustellen, um dem grossen Nach­holbe­darf zu entsprechen (die FN berichteten). Für Bäder von nationaler Bedeu­tung gibt es so 15 Mil­lio­nen Franken an die Baukosten, für Bäder kan­tonaler Bedeu­tung – ein solch­es ist in Plaf­feien vorge­se­hen – sechs Mil­lio­nen Franken.

28,6 Mil­lio­nen Franken

Diese finanzielle Unter­stützung will sich die Arbeits­gruppe unter der Leitung des Plaf­feier CVP-Gross­rats Daniel Bürdel sich­ern, denn ohne dieses Geld wäre das Grosspro­jekt kaum finanzier­bar. Auch mit den Sub­ven­tio­nen dürfte das Pro­jekt zum Kraftakt wer­den: In der kür­zlich durchge­führten Mach­barkeitsstudie und Stan­dor­t­analyse nen­nen die Experten Baukosten von 28,6 Mil­lio­nen Franken – dies für die Vari­ante, dass ein regionales Freizeit­bad mit Bade­halle, Fit­ness­bere­ich, Bad­bistro und anderen Ange­boten entste­ht. Dieses kön­nten die umliegen­den Schulen, die Bevölkerung und Touris­ten nutzen.

«Schwarzsee ist eine touris­tis­che Region, die ein klares Schlechtwet­ter- prob­lem hat.» Bar­bara Wyss­brod, Präsi­dentin FDP Sense

Die Studie hat mehrere Stan­dorte evaluiert. Sie nen­nt Plaf­feien als den geeignet­sten Stan­dort. Auch Gif­fers oder Schwarzsee wer­den aufge­lis­tet. Die Arbeits­gruppe plant unter Ein­bezug von Fach­leuten weit­er. In einem näch­sten Schritt wird die Träger­schaft, die Finanzierung und die spätere Betrieb­s­form definiert. Mit dem Entscheid über den Stan­dort begin­nen die Ver­hand­lun­gen für Lan­der­werbe sowie die Abklärun­gen mit den kan­tonalen Ämtern und Behörden.

«Die sollen erst ein­mal schauen, das Grosspro­jekt OS Plaf­feien finan­ziell abzuschliessen, bevor sie ein neues anpack­en.» Lil­iane Mar­chon, Präsi­dentin SVP Sense

Bis das Pro­jekt reif ist für eine Eingabe beim Kan­ton, dauert es noch eine Weile. Und doch drängt die Zeit: Um in den Genuss von Sub­ven­tio­nen zu kom­men, muss das Pro­jekt bis 2025 ein­gere­icht sein.

«Ein richtiges Bad»

Bis auf die SVP begrüssen alle Sensler Parteien und Grup­pierun­gen die Schwimm­bad-Idee. Der Bedarf sei klar aus­gewiesen: für die Bevölkerung, die Touris­ten und die Schüler, da der Kan­ton im Lehrplan 21 mehr Schwim­munter­richt fordert – so das Votum von links bis rechts. «Schwarzsee ist eine touris­tis­che Region, die ein klares Schlechtwet­ter­prob­lem hat», ergänzt Bar­bara Wyss­brod, Präsi­dentin der FDP Sense. Wenn ein Bad gebaut werde, solle dies «eine Anlage sein, die etwas hergibt». Also ein Bad für Ein­heimis­che und Gäste, wo Baden, Schwimm­train­ing und andere Sportarten möglich seien. Dem stimmt die SP Sense zu. «Aus der Per­spek­tive der Gemein­den im Unter­land ist ein einzelnes 25-Meter-Beck­en in Plaf­feien etwa gle­ich attrak­tiv wie eines in der Stadt Freiburg», sagt der frühere SP-Präsi­dent Olivi­er Flecht­ner. Es brauche deshalb mehr als nur ein reines Schulbad.

«Die Gemein­den müssten es als wahrhaft gute Lösung für die Win­ter­monate betra­cht­en, wenn die Badi Lau­pen geschlossen ist.» Bruno Werth­müller, Präsi­dent CSP Sense

Die Freien Wäh­ler Sense befür­worten ein weit­eres Sensler Hal­len­bad, «weil auch die Ange­bote in der Agglom­er­a­tion Freiburg nicht aus­re­ichen», sagt André Schneuw­ly, Präsi­dent des Vere­ins. Die CVP Sense habe das Pro­jekt für ein Schwimm­bad im Ober­land noch nicht unter den Mit­gliedern disku­tiert, sagt Parteipräsi­dent Lau­rent Baeriswyl. Er nimmt deshalb aus per­sön­lich­er Sicht Stel­lung: «Grund­sät­zlich finde ich es eine gute Idee, da der Bedarf klar aus­gewiesen ist.» Er begrüsst auch die Pri­va­tini­tia­tive. Als das Pro­jekt präsen­tiert wor­den sei, habe er nur pos­i­tives Echo ver­nom­men. «Jed­er find­et es eine gute Idee, alle ste­hen dahinter.»

Wie reagiert das Unterland?

Knack­punkt ist die Finanzierung des Pro­jek­ts. Die Parteipräsi­den­ten sind sich bewusst, dass zwis­chen dem Ober- und Unter­land ein Graben aufgeris­sen wer­den kön­nte. Denn fünf Unter­land-Gemein­den sind finanziell bere­its engagiert in der Regio Badi Lau­pen, mit Bern­er Anstösserge­mein­den. CVP-Präsi­dent Lau­rent Baeriswyl bezweifelt, dass von dieser Seite gross­es Inter­esse da wäre, sich auch noch an einem Bad im Ober­land zu beteili­gen. «Ich kann aber nicht für sie Stel­lung beziehen, das müssen die Gemein­deräte sel­ber bes­tim­men», sagt er. Olivi­er Flecht­ner stuft die Bere­itschaft für weit­ere Verpflich­tun­gen angesichts der bevorste­hen­den Investi­tio­nen in die Badi Lau­pen – 800 000 Franken sind im Jahr 2018 vorge­se­hen – und der finanziellen Sit­u­a­tion einzel­ner Gemein­den als «eher ver­hal­ten» ein.

«Das Bad muss Teil ein­er Gesamt­strate­gie sein und als touris­tis­che Alter­na­tive zu den Wintersport­aktivitäten posi­tion­iert wer­den.» Olivi­er Flecht­ner, ehe­ma­liger Präsi­dent SP Sense

Auch FDP-Präsi­dentin Bar­bara Wyss­brod sieht Schwierigkeit­en bei der Finanzierung: «Es wird schwierig. Die Gemein­den haben heute schon sehr viele Aus­gaben, die sie nicht sel­ber steuern kön­nen.» Sie sieht aber auch die Beteili­gung der Unter­land-Gemein­den an der Lau­pen­er Badi kri­tisch: «Der Bedarf für Plaf­feien ist klar aus­gewiesen. Zumin­d­est mehr als bei der Badi Lau­pen», sagt die Ueber­stor­ferin. Ueber­storf zahle viel an den Gemeinde- und den Badi-Ver­band, jedoch wür­den nur wenige Ueber­stor­fer das Ange­bot in Anspruch nehmen. «Viele gehen lieber gle­ich ins Bad Wey­er­mannshaus bei Bern, das nicht viel weit­er weg ist, wo es aber mehr Platz gibt und der Ein­tritt frei ist.»

Glob­ale Betrachtung

Die Mehrheit der Parteipräsi­den­ten ist sich einig, dass es für das Schwimm­bad­pro­jekt eine Glob­al­be­tra­ch­tung für den ganzen Bezirk braucht. «Alle Schwimm­bäder im Bezirk müssen ein­be­zo­gen wer­den», so André Schneuw­ly, Präsi­dent der Freien Wäh­ler Sense. Für die Finanzierung kön­nte er sich ver­schiedene Vari­anten vorstellen, etwa ein regionales Konzept mit allen Sensler Gemein­den – allen­falls sog­ar mit Nach­barge­mein­den oder der Agglom­er­a­tion. Möglich wäre auch ein neuer Gemein­de­ver­band oder ein Inter­essen­ver­band, in dem Pri­vate und Gemein­den dabei sind.

«Alle Schwimm­bäder im Bezirk müssen ein­be­zo­gen wer­den.» André Schneuw­ly, Präsi­dent Freie Wähler

Würde ein Schwimm­bad über die Region Sense finanziert wer­den, würde dies möglicher­weise andere Begehrlichkeit­en weck­en, sagt Lau­rent Baeriswyl. Es sei deshalb wichtig, eine Ausle­ge­ord­nung zu machen und ein Konzept zum Bedarf an öffentlichen Baut­en, die von Gemein­de­ver­bän­den mit­fi­nanziert wer­den sollen, im ganzen Sense­bezirk zu erstellen. Vielle­icht sei es ja möglich, über den Touris­mus zu weit­eren Geldern – etwa aus dem Touris­mus­förderungs­fonds – zu kom­men, so der CVP-Präsident. 

Mehrw­ert vermitteln

Das Schwimm­bad müsse Teil ein­er Gesamt­strate­gie sein und als touris­tis­che Alter­na­tive zu den Win­ter­sportak­tiv­itäten posi­tion­iert wer­den, ergänzt Olivi­er Flecht­ner. «Das ist eine wichtige Voraus­set­zung, um den Mit­glieds­ge­mein­den und der Bevölkerung im gesamten Sense­bezirk den Mehrw­ert eines solchen Schwimm­bads ver­mit­teln zu kön­nen.» Wichtig sei auch, die Unter­land-Gemein­den frühzeit­ig in die Konzep­tion und Aus­gestal­tung des Pro­jek­ts miteinzubeziehen.

«Würde ein Bad über die Region Sense finanziert wer­den, würde dies möglicher­weise andere Begehrlichkeit­en weck­en.» Lau­rent Baeriswyl, Präsi­dent CVP Sense

Den touris­tis­chen Aspekt unter­stre­icht auch Bruno Werth­müller, Präsi­dent der Mitte links – CSP: «Die Gemein­den müssten es als wahrhaft gute Lösung für die Win­ter­monate betra­cht­en, wenn die Badi Lau­pen geschlossen ist. Dann kön­nte sich wahrschein­lich eine Möglichkeit öff­nen, um sie im pos­i­tiv­en Sinne motivieren zu kön­nen.» Wenn die Gemein­den einen Nutzen haben und die Rah­menbe­din­gun­gen für alle stim­men, kön­nte ein Pro-Kopf-Beitrag Sinn machen, meint er. «Das Bad wäre somit, wie die Strassen, ein Investi­tion­sgut zugun­sten der Bevölkerung. Sich­er müssten auch Spon­soren gefun­den wer­den, die auf irgen­deine Art vom Schwimm­bad prof­i­tieren kön­nen.» Der CSP-Präsi­dent ist klar der Mei­n­ung, dass auch der Kan­ton Hand bieten sollte: Da dieser mit dem neuen Schulge­setz auf mehr Schwim­munter­richt beste­he, soll­ten die Sub­ven­tio­nen defin­i­tiv etwas höher sein.

SVP: Kein neues Grossprojekt

Ganz anders sieht es die Präsi­dentin der SVP Sense. Eine offizielle Stel­lung­nahme der Partei könne sie zum jet­zi­gen Zeit­punkt zwar noch nicht geben, sagt Lil­iane Mar­chon auf Anfrage. «Wir wer­den dies in der Partei disku­tieren, sobald wir mehr Infor­ma­tio­nen haben.» Per­sön­lich nimmt sie aber klar gegen das Schwimm­bad Stel­lung: «In Plaf­feien ist bere­its die Ori­en­tierungss­chule ver­gold­et wor­den. Der OS-Ver­band musste einen Nach­tragskred­it sprechen, um dies zu finanzieren. Die sollen jet­zt erst ein­mal schauen, dieses Grosspro­jekt finanziell abzuschliessen, bevor sie ein neues anpack­en.» Sie könne sich nicht vorstellen, dass die Gemein­den bere­it wären, ein neues Schwimm­bad zu finanzieren, «vor allem nicht die Gemein­den im Sense­un­ter­land», sagt Mar­chon. Diese seien dem Schwimm­bad Lau­pen angeschlossen. «Und das wollen wir aufrechterhalten.»

Mehr Infos zur Studie über das geplante Schwimm­bad kön­nen beim Gemein­de­ver­band Region Sense ange­fragt wer­den: Tel. 026 494 27 57.

Stan­dort
Plaf­feien, Schwarzsee oder doch Tafers?

Im Hin­blick auf den Touris­mus sei der Stan­dort Plaf­feien gut gewählt, sagt CVP-Präsi­dent Lau­rent Baeriswyl. Gif­fers – das auch als Stan­dort genan­nt wurde– sei eher ungün­stig gele­gen, wegen der Dis­tanz zu Schwarzsee und zur OS Plaf­feien. Sie sähe das geplante Schwimm­bad lieber am Schwarzsee als in Plaf­feien, sagt Bar­bara Wyss­brod, FDP-Präsi­dentin und Lei­t­erin des nationalen Aus­bil­dungszen­trums für den Zivil­dienst. Zum einen wegen der Nähe des Cam­pus und der vie­len poten­ziellen Nutzer aus dem Zivil­dien­stzen­trum und dem geplanten Sport- und Freizeitzen­trum, aber auch wegen der übri­gen Schwarzsee-Touristen.

Plaf­feien erfülle die Voraus­set­zun­gen für einen Bad­stan­dort, sagt André Schneuw­ly von den Freien Wäh­lern: mit dem öffentlichen Verkehr gut erre­ich­bar, Nähe zur Schule, gute Aus­las­tung ausser­halb der Schulzeit­en durch Bevölkerung und Touris­mus. «Es kön­nte aber auch Tafers sein.» Auch die geplanten Ange­bote in der Agglom­er­a­tion Freiburg müssten berück­sichtigt wer­den. Es scheine ihm fraglich, ob die Unter­län­der Gemein­den Plaf­feien oder Gif­fers als Stan­dorte für sin­nvoll betra­cht­en, sagt Bruno Werth­müller von der CSP. Diese seien ja bere­its im Ver­band Lau­pen Mit­glied und möglicher­weise nicht stark daran inter­essiert, sich mit den Schülern ins Ober­land zu bewe­gen. Für das Mit­tel­land kön­nte es dank guter Busverbindun­gen aber möglich sein.

«Warum Plaf­feien als Stan­dort?», fragt Lil­iane Mar­chon, Präsi­dentin der SVP Sense. Wenn es wegen der Touris­ten sei, dann wäre Schwarzsee sowieso die bessere Alternative.

Autor: Imel­da Ruffieux

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Article de presse dans La Liberté du 3.06.2017

Thema: Schwimmbad

Un groupe de tra­vail planche sur la con­struc­tion d’un bassin cou­vert de 25 mètres en Haute-Singine. Plan­fay­on a les faveurs de la cote pour l’accueillir, mais Chevrilles et le Lac-Noir entrent aus­si en ligne de compte.

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A l’horizon 2025, les Singi­nois pour­raient prof­iter d’une piscine cou­verte avec sauna, fit­ness et tout ce que peut souhaiter l’amateur de délasse­ment aqua­tique. Il faudrait pour cela qu’un groupe de tra­vail ad hoc, réu­ni autour du député Daniel Bürdel (pdc, Plan­fay­on), parvi­enne à con­va­in­cre les col­lec­tiv­ités publiques du dis­trict alé­manique – et d’éventuels parte­naires privés – de se lancer dans la réal­i­sa­tion de la ver­sion la plus ambitieuse du pro­jet présen­té hier aux syn­dics lors de l’assemblée de l’association de com­munes Region Sense.

Le groupe de tra­vail a con­fié la rédac­tion d’une étude de fais­abil­ité à un expert zougo­is, Har­ald Kan­newis­ch­er, qui a ren­du en sub­stance les con­clu­sions suiv­antes: un ter­rain situé à prox­im­ité du cen­tre du vil­lage de Plan­fay­on serait le lieu idéal pour accueil­lir une instal­la­tion ambitieuse devisée à 28,5 mil­lions de francs, com­prenant plusieurs bassins (pour un total de 884 m² d’eau) et divers­es instal­la­tions répar­ties sur une sur­face de près de 11 000 m². D’autres lieux d’implantation sont aus­si envis­agés (Chevrilles et le Lac-Noir), de même qu’une ver­sion allégée du pro­jet ne con­ser­vant qua­si­ment que l’essentiel, le bassin de 25 mètres, et ne coû­tant «que» 18 millions.

Le groupe de tra­vail va à présent essay­er de con­va­in­cre com­munes et investis­seurs poten­tiels d’embarquer dans l’aventure sans trop tarder: le Grand Con­seil fri­bour­geois a accep­té d’accorder une sub­ven­tion can­tonale de 6 mil­lions de francs aux pro­jets de piscine d’importance régionale jusqu’en 2025 seulement.

Pour l’instant, les Singi­nois man­quent d’eau. Les trois petits bassins cou­verts exis­tant à Guin, Tin­terin et au Lac-Noir sont peu acces­si­bles au grand pub­lic et ne suff­isent de loin pas à cou­vrir les besoins de la pop­u­la­tion, ni des écol­iers. Selon les direc­tives du Lehrplan 21, qui entr­era en vigueur l’an prochain, chaque élève est sup­posé béné­fici­er de dix heures de nata­tion annuelles.

Le pro­jet présen­té hier per­me­t­trait de rem­plir cette mis­sion, mais aus­si de ren­forcer l’attractivité du dis­trict. Cen­tre touris­tique d’importance can­tonale, la région de Plan­fay­on dis­pose d’un bassin de pop­u­la­tion suff­isant (34 000 per­son­nes dans un ray­on de vingt min­utes), pop­u­la­tion qui doit aujourd’hui par­courir de nom­breux kilo­mètres pour accéder aux joies de la piscine. 

Auteur: Marc-Roland Zoellig

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Zeitungsartikel Schwimmbad Freiburger Nachrichten vom 3.06.2017

Thema: Schwimmbad

Ein Schwimm‑, Sport- und Badezen­trum im Sense-Ober­land ist real­isier­bar, am besten geeignet als Stan­dort ist Plaf­feien. Zu diesem Schluss kommt eine Studie. Die Ini­tia­tiv­gruppe ist damit eine Etappe weit­er, jet­zt müssen Träger­schaft und Finanzierung definiert werden.

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Die Pläne für ein Schwimm­bad im Sense-Ober­land sind einen Schritt weit­er. Die Arbeits­gruppe, die vor anderthalb Jahren die Idee lanciert hat­te, hat gestern in Tafers die Resul­tate ein­er 135-seit­i­gen Mach­barkeitsstudie und Stan­dor­t­analyse präsen­tiert. Diese kommt zum Schluss, dass ein Sensler Schwimm‑, Sport- und Badezen­trum dur­chaus real­isier­bar ist.

Bedarf ist ausgewiesen

Als am besten geeigneten Stan­dort nen­nt die Studie Plaf­feien, dies vor allem wegen des dor­ti­gen Schul­stan­dorts. Denn mit Ein­führung des Lehrplans 21 verpflichtet der Bund die Kan­tone, den Kindern mehr und besseren Schwim­munter­richt zu ermöglichen. Aber auch als touris­tis­ches Schlechtwet­terange­bot in schneear­men Win­tern oder ein­fach, um eine der beliebtesten Sportarten auszuüben, ist ein Bad willkom­men. Es gibt aber kein öffentlich­es Bad, nur ein Schul­bad in Düdin­gen, ein Ther­a­piebad in Tentlin­gen und eine Badeoase in einem Hotel am Schwarzsee. 

«Im Kan­ton Freiburg gibt es einen aus­gewiese­nen Bedarf an vier bis sechs neuen Schwimm­bädern. Der Sense­bezirk ist dies­bezüglich ein grün­er Fleck», sagte Daniel Bürdel an der Pressekon­ferenz. Der Plaf­feier CVP-Gross­rat hat­te die Idee 2015 lanciert, nach­dem der Grosse Rat Sub­ven­tio­nen für Schwimm­bäder in Aus­sicht gestellt hat­te. Für Bäder von nationaler Bedeu­tung (50-Meter-Beck­en) gibt es 15 Mil­lio­nen an die Baukosten, für Bäder von kan­tonaler Bedeu­tung (25-Meter-Beck­en) sechs Mil­lio­nen. Das Pro­jekt muss bis 2025 ein­gere­icht sein.

Im Sense-Ober­land ist ein Bad der zweit­en Kat­e­gorie geplant. Die Studie nen­nt zwei Kosten­vari­anten: Mit 18 Mil­lio­nen Franken kön­nte ein regionales Schwimm­bad gebaut wer­den, das vor allem den Ansprüchen der Schule gerecht würde. Für 28,6 Mil­lio­nen Franken gäbe es ein regionales Freizeit­bad, das neben der eigentlichen Bade­halle auch einen Fit­ness­bere­ich und ein Bad­bistro sowie weit­ere Ange­bote enthält. Die Experten zeigten auf, dass die erste Vari­ante zwar gün­stiger bei den Baukosten ist, dass die erweit­erte Anlage auf lange Sicht aber mehr Chan­cen hat, kos­ten­deck­end betrieben wer­den zu können.

Die kün­ftige Betrieb­s­form – pri­vat, öffentlich oder eine Misch­form – ist noch nicht klar. Auch die Finanzierung und der defin­i­tive Stan­dort sind noch offen. Die Arbeits­gruppe, in der die Syn­dics von Plaf­feien und Gif­fers, Schwarzsee Touris­mus und die Region Sense vertreten sind, macht weit­er, bis die Träger­schaft klar ist. 

Gestern sind auch die Sensler Ammän­ner über das Pro­jekt informiert wor­den. Daniel Bürdel hofft, dass die Gemein­den das Pro­jekt mit­tra­gen: «Ein solch­es Pro­jekt ist nicht finanzier­bar für wenige Gemein­den, es muss eine bre­it abgestützte Lösung geben.» Fünf Unter­land-Gemein­den gehören bere­its zur Träger­schaft der Regio Badi Sense in Lau­pen. Gemäss Ober­amt­mann Man­fred Rae­my muss noch abgek­lärt wer­den, ob der Kan­ton allen­falls weit­ere Beiträge für das Pro­jekt gibt. Möglich wäre, dass er – ana­log zu den Sub­ven­tio­nen für Schulin­fra­struk­turen – auch die Verbesserung der Schwimm­fähigkeit­en der Sensler Schulkinder subventioniert. 

Für die Arbeits­gruppe ist die Bekan­nt­gabe der Resul­tate aus der Studie auch ein wenig ein Pulsspüren in der Bevölkerung. Erste gute Reak­tio­nen aus der Bevölkerung seien ermuti­gend aus­ge­fall­en, sagte Chris­t­ian Lud­er, Vizepräsi­dent von Schwarzsee Touris­mus und Mit­glied der Arbeits­gruppe. Der Touris­mus sehe ein Bad auch als Möglichkeit, dem Bezirk neue Impulse zu geben.

Zahlen und Fakten

Es braucht rund 11 000 Quadratmeter

Die Studie geht beim geplanten Bad von einem Einzugs­ge­bi­et von 34 000 Ein­wohn­ern aus, was einen Wasser­flächenbe­darf von 924 Quadrat­metern ergibt. Für ein Bad dieser Grösse braucht es gemäss Büro HK&T Kan­newis­ch­er in Cham etwa 11 000 Quadrat­meter Fläche, ohne Park­plätze. Plaf­feien hat gegenüber den anderen fünf geprüften Stan­dorten u.a. mehr Plus­punk­te bezüglich zen­traler Lage und Nähe zum Fer­n­wärmenetz gesam­melt. Schwarzsee (evtl. mit Hotel) und Gif­fers (Stan­dort bei der heuti­gen Schweinemästerei) bleiben nach wie vor im Rennen.

Autor: Imel­da Ruffieux

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Zeitungsartikel Schwimmbad Freiburger Nachrichten vom 3.09.2016

Thema: Schwimmbad

Das Sensler Schwimm‑, Sport- und Badezen­trum erhält von der Neuen Region­alpoli­tik 44000 Franken. Damit kann die Arbeits­gruppe eine Studie in Auf­trag geben, die abklären soll, wo und in welch­er Form ein Schwimm­bad sin­nvoll wäre.

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Schwimm­bäder sind Man­gel­ware im Sense­bezirk. Zudem fehlt es an Schlechtwet­terange­boten für Touris­ten. Darum ist die Arbeits­gruppe für ein Sensler Schwimm‑, Sport- und Badezen­trum seit Anfang Jahr daran, ein Pro­jekt für ein Schwimm­bad im Sense­bezirk zu erar­beit­en. «Das Pro­jekt hat eine erste Hürde genom­men», sagte Daniel Bürdel, CVP-Gross­rat und Vize-Syn­dic von Plaf­feien, gestern vor den Medi­en. Denn die Neue Region­alpoli­tik unter­stützt eine Stan­dort- und Mach­barkeitsstudie mit 44 000 Franken; das sind zwei Drit­tel des Gesamt­be­trags. Für die restlichen 22 000 Franken kom­men Touris­mus Schwarzsee-Sense­land, die Region Sense und die Gemein­den Plaf­feien und Gif­fers auf.

«Ein Bad kann rentieren»

Die bei­den Gemein­den sind mögliche Stan­dorte des Schwimm­bads. «Plaf­feien und Gif­fers sind interkom­mu­nale Zen­tren, daher bieten sie sich als Stan­dort an», sagte Bürdel. Auch Schwarzsee wäre möglich: «Schwarzsee ist ein touris­tis­ch­er Schw­er­punkt, zudem wurde dort das Zivil­dien­stzen­trum Cam­pus erstellt, und ein Sportzen­trum entste­ht.» Ein Schwimm­bad wäre da ein gutes Zusatzange­bot, sagte Bürdel. «Damit kön­nten wir das Touris­mu­sange­bot attrak­tiv­er machen.» Die Arbeits­gruppe hat ver­schiedene Bäder in den Kan­to­nen Bern und Luzern besucht. Das wichtig­ste Faz­it: «Ein Bad kann ren­tieren», wie Bürdel sagte. «Es braucht aber eine indi­vidu­ell an die Region angepasste Lösung.»

Das Inge­nieur­büro Kan­newis­ch­er aus Cham wird denn auch in der Studie die Bedürfnisse im Sense­bezirk ermit­teln. Dabei soll der Schwim­munter­richt in der Schule eben­so Platz haben wie die Bedürfnisse von Bevölkerung und Touris­ten. Zudem wird das Inge­nieur­büro Vorschläge für ein geeignetes Betrieb­smod­ell machen: Soll nur die öffentliche Hand das Schwimm­bad bauen, oder ist eine Part­ner­schaft mit pri­vat­en Inve­storen anzus­treben? «Die Abklärun­gen wer­den zeigen, in welche Rich­tung die Reise geht», sagte Chris­t­ian Lud­er, Vizepräsi­dent von Touris­mus Schwarzsee-Sense­land. Die Ergeb­nisse wer­den in zwei bis vier Monat­en vorliegen.

Zum Projekt
Kan­ton­s­gelder für Schwimmbäder

Die Verord­nung über die Sub­ven­tion­ierung von Schwimm­bädern im Kan­ton Freiburg sieht vor, dass sich der Staat mit einere­in­ma­li­gen Investi­tio­nan deren Bau beteiligt; bei Schwimm­bädern von kan­tonaler Bedeu­tung mit­max­i­mal sechs Mil­lio­nen Franken. Ein solch­es Schwimm­bad muss über ein 25 Meter langes Haupt­beck­en, ein Lern­schwimm­beck­en, ein Plan­sch- sowie ein Sprung­beck­en ver­fü­gen. Die Arbeits­gruppe für das Sensler Schwimm‑, Sport- und Badezen­trum hat vor, diese Sub­ven­tio­nen zu beantra­gen. Sie muss das Gesuch bis Ende 2025 einreichen.

Autor: Nicole Jegerlehner

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Zeitungsartikel Schwimmbad Freiburger Nachrichten vom 12.08.2016

Thema: Schwimmbad

Eine Arbeits­gruppe will den Bedarf für ein zusät­zlich­es Hal­len­bad im Sense­bezirk eruieren. Dafür braucht sie Unter­stützung. Geld der Neuen Region­alpoli­tik soll die Stan­dor­t­analyse und die Mach­barkeitsstudie finanzieren.

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Der Man­gel an Schwimm­bädern ist nicht nur in Gross­freiburg ein The­ma, auch im Sense­bezirk ist der Bedarf an Badeein­rich­tun­gen gröss­er als das Ange­bot. Deshalb klärt eine siebenköp­fige Arbeits­gruppe rund um den Plaf­feier Gross- und Gemein­der­at Daniel Bürdel (CVP) ab, unter welchen Voraus­set­zun­gen ein regionales Schwim­mzen­trum im Sense­bezirk erstellt wer­den kön­nte (die FN berichteten). Damit dies konkret wird, muss noch einiges gek­lärt wer­den. Die Frage nach dem Stan­dort beispiel­sweise, oder jene nach der Träger­schaft. Deshalb plant die Arbeits­gruppe, eine Stan­dor­t­analyse und eine Mach­barkeitsstudie in Auf­trag zu geben. Spezial­is­ten sollen klären, wo der ide­ale Stan­dort ist, wie gross der Bedarf für ein zusät­zlich­es Schwimm­bad im Sense­bezirk über­haupt ist und wie das Pro­jekt real­isiert wer­den könnte.

Damit die Arbeits­gruppe diese Abklärungsstu­di­en finanzieren kann, reicht sie diese Woche beim Kan­ton ein Gesuch um Unter­stützung durch die Neue Region­alpoli­tik ein, wie Daniel Bürdel, Präsi­dent der Arbeits­gruppe, auf Anfrage erk­lärt. Bis Ende August soll der Entscheid der Kom­mis­sion für Wirtschafts­förderungs­mass­nah­men vor­liegen. Fällt dieser pos­i­tiv aus und kann die Arbeits­gruppe auf die Sub­ven­tion­ierung der Stu­di­en durch die Neue Region­alpoli­tik zählen, will sie die Stan­dor­t­analyse und die Mach­barkeitsstudie noch diesen Herb­st in Auf­trag geben.

Auch Gif­fers analysieren

Das einzige zum Teil öffentliche Hal­len­bad im Sense­bezirk ste­ht in Düdin­gen. Die Arbeits­gruppe zielt deshalb auf ein Beck­en im Senseober­land hin, will aber mit­tels Stan­dor­t­analyse erst klären, ob ein Bad im Ober­land auch Sinn macht. Als mögliche Stan­dorte schweben der Gruppe Plaf­feien, Schwarzsee oder Gif­fers vor. «Die Region Plaf­feien-Schwarzsee gilt als kan­tonales Touris­muszen­trum, Gif­fers als Region­alzen­trum, deshalb konzen­tri­eren wir uns primär auf diese Stan­dorte», erk­lärt Bürdel.

Seit einem hal­ben Jahr ist die Arbeits­gruppe nun mit der Pro­jek­tar­beit beschäftigt und in dieser Zeit bere­its acht Mal zusam­mengekom­men. «Die Gruppe ist bre­it abgestützt», sagt Daniel Bürdel. Mit dabei sind Otto Lötsch­er, Ammann der möglichen Stan­dort­ge­meinde Plaf­feien; Oth­mar Neuhaus, Ammann der möglichen Stan­dort­ge­meinde Gif­fers; Region­alsekretär Man­fred Rae­my, der wie Daniel Bürdel Mit­glied der Touris­muskom­mis­sion Sense ist; Architekt Chris­t­ian Lud­er als Vertreter von Schwarzsee Touris­mus; Jean-Marc Aebis­ch­er vom kan­tonalen Amt für Sport sowie Ingo Schafer, Präsi­dent des Gewer­bev­ere­ins Giffers-Tentlingen.

Aber egal, wo das Schwimm­bad real­isiert würde, es müsste in erster Lin­ie ein Bau sein, der von der ganzen Region unter­stützt würde, sagt Daniel Bürdel. «Es muss ein Sensler Pro­jekt sein und kann nicht nur von ein­er oder zwei Gemein­den getra­gen werden.» 

Asbest­sanierung ver­längert die Bauarbeiten

Weil die 42 Jahre alten Kacheln des Schwimm­bads Wol­fack­er in Düdin­gen kaputt und die Fugen nicht mehr dicht waren, wird das Schwimm­beck­en saniert. Ein asbesthaltiger Kle­ber verzögert die Arbeit­en um etwa einen Monat.

1974 ist das soge­nan­nte Lehrschwimm­bad beim Pri­marschul­haus Wol­fack­er in Düdin­gen gebaut wor­den. Während die Umk­lei­dek­abi­nen und die Duschräume 2008 erneuert wur­den, ist das 20 Meter lange Schwimm­beck­en seit dessen Bau nie ein­er Sanierung unter­zo­gen wor­den. Jet­zt hat­te sich diese aufge­drängt: «Die Kacheln waren kaputt und die Fugen nicht mehr dicht, deshalb hat die Beton- und damit die Tragkon­struk­tion des Beck­ens Schaden genom­men. Es tropfte hin­durch», erk­lärt Emmanuel Hof­stet­ter, Liegen­schaftsver­wal­ter der Gemeinde Düdin­gen. Vor Sanierungs­be­ginn Mitte Juni wur­den Proben der Schwimm­bad­hülle ent­nom­men, und es stellte sich her­aus, dass der Kle­ber auf den Keramik­plat­ten asbesthaltig war. «Wir mussten in der Folge eine fachgerechte Asbest­sanierung durch­führen, die sehr aufwendig war», erk­lärt der gel­ernte Gebäude­tech­nikplan­er. Der Bauschutt wurde in 3500 Spezial­säck­en von ein­er Spezial­fir­ma entsorgt. Das hat zur Folge, dass das Bad länger geschlossen bleibt als geplant. Statt bis Mitte Sep­tem­ber werde die Sanierung nun max­i­mal bis zu den Herb­st­fe­rien dauern. Der genaue Öff­nung­ster­min wird den Betrof­fe­nen Ende August bekan­nt gegeben. «Wir wollen jet­zt nicht etwas übereilen und Baufehler machen, schliesslich soll das Bad wiederum 40 Jahre hal­ten», sagt Emmanuel Hofstetter.

Das Hal­len­bad ist sehr beliebt und wird täglich von 8 bis 22 Uhr fast durchge­hend genutzt. «Wir kön­nten zwei Bäder führen, und diese wären immer noch voll aus­ge­lastet», so Hof­stet­ter. 2015 nutzten 51 700 Per­so­n­en das Schwimm­bad. Davon stammten 26 460 von den öffentlichen Schulen, 7605 von der Schwimm­schule, 7505 von der Volk­shochschule, 7430 waren Besuch­er, die während den öffentlichen Schwim­mzeit­en kamen, und 2700 Per­so­n­en stammten von Vereinen.

Den Kred­it in der Höhe von 380 000 Franken für die Beck­en­sanierung hat­te die Gemein­de­v­er­samm­lung bere­its im April 2015 genehmigt. Die Asbest­sanierung verur­sache keine Zusatzkosten, so Hof­stet­ter. Wegen des Alters des Beck­ens seien solche Über­raschun­gen in den Kred­it mit ein­berech­net wor­den. Auch der Lüf­tungsmonoblock von 1996 wurde aus­gewech­selt, da er reparat­u­ran­fäl­lig war und hohe Kosten verur­sachte. «So ein Schwimm­bad ist eine kosten- und arbeitsin­ten­sive, aber auch eine tech­nisch sehr inter­es­sante Installation.»

Spätestens bis zu den Herb­st­fe­rien sind die Bauar­beit­en im Hal­len­bad beendet. 

Zahlen und Fak­ten: 35 Prozent der Aus­gaben subventioniert

Die Verord­nung über die Sub­ven­tion­ierung von Schwimm­bädern im Kan­ton Freiburg sieht vor, dass sich der Staat mit ein­er ein­ma­li­gen Investi­tion an deren Bau beteiligt. Der Beitrag beläuft sich auf 35Prozent der Aus­gaben und darf 15 Mil­lio­nen Franken nicht über­steigen, wenn es sich um ein Schwimm­bad von kan­ton­süber­greifend­er oder nationaler Bedeu­tung han­delt. Als Stan­dorte dafür ste­hen Vil­lars-sur-Glâne, Freiburg und Avry zur Debat­te. Bei Schwimm­bädern von kan­tonaler Bedeu­tung darf der Max­i­mal­be­trag sechs Mil­lio­nen Franken nicht über­steigen. Ein solch­es Schwimm­bad braucht gemäss Verord­nung ein 25 Meter langes Haupt­beck­en, ein Lern­schwimm­beck­en, ein Plan­sch- sowie ein Sprung­beck­en. Die Eingabefrist für die Gesuchs­dossiers der Schwimm­bäder von kan­tonaler Bedeu­tung ist der 31. Dezem­ber 2025. Der Kan­ton Freiburg hat gemäss Benoît Gisler, Dien­stchef beim Amt für Sport, einen Bedarf an vier bis sechs neuen Schwimm­bädern von kan­tonaler Bedeutung.

Autor: Karin Aebischer

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Zeitungsartikel Schwimmbad Freiburger Nachrichten vom 15.02.2016

Thema: Schwimmbad

Der Kan­ton Freiburg hat einen Bedarf an vier bis sechs neuen 25-Meter-Schwimm­beck­en. Geht es nach dem Plaf­feier CVP-Poli­tik­er Daniel Bürdel, wird eines davon in der Gemeinde Plaf­feien gebaut. Eine Arbeits­gruppe soll ein Konzept erstellen und dann ein Gesuch einreichen.

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Das The­ma Schwimm­bad wurde im Sense-Ober­land während Jahren in erster Lin­ie mit den Plä­nen für ein Well­ness­bad in Schwarzsee in Verbindung gebracht. 2012 galt das Pro­jekt nach sieben­jährigem Hin und Her offiziell als gescheit­ert (siehe blauen Kas­ten). Doch bere­its damals war klar, dass diese Vision nicht für immer vom Tisch ist. Denn Schwarzsee muss für die Touris­ten neb­st den Berg­bah­nen auch wet­terun­ab­hängige Ange­bote bereithalten–die laufende Win­ter­sai­son verdeut­licht dies ein­mal mehr.

Nun gibt es in Plaf­feien einen neuen Ansatz für den Bau eines Schwimm­bades. Wie der CVP-Gemeinde- und Gross­rat Daniel Bürdel Recherchen der FN bestätigt, möchte er beim Kan­ton ein Sub­ven­tion­s­ge­such für ein 25-Meter-Beck­en ein­re­ichen, das auf Boden der Gemeinde Plaf­feien zu ste­hen kom­men soll. «Ich bin daran, eine Arbeits­gruppe auf die Beine zu stellen, die prüfen soll, ob und wo dies real­isier­bar ist und ob unsere Region das stem­men kön­nte», erk­lärt Bürdel auf Anfrage. Vier bis fünf Per­so­n­en will er dafür vere­inen und min­destens einen Vertreter von Schwarzsee Touris­mus ins Boot holen. «Denn Plaf­feien alleine kön­nte dies nicht finanzieren», so Bürdel.

Die Chan­cen, dass ein Schwimm­bad im Sense-Ober­land Finanzhil­fe vom Kan­ton erhält, ste­hen gar nicht so schlecht. Denn der Kan­ton Freiburg hat gemäss Benoît Gisler, Dien­stchef beim Amt für Sport, einen Bedarf an vier bis sechs neuen Schwimm­bädern von kan­tonaler Bedeu­tung. Das sind 25-Meter-Beck­en, die den Bedürfnis­sen der Schule, der lokalen Vere­ine und der Bevölkerung entsprechen müssen. Im Sense­bezirk fehle ein solch­es Ange­bot. Die Ein­wohn­erzahl sei im Ver­gle­ich zur beste­hen­den Infrastruktur–dem 20-Meter-Beck­en in Düdingen–ungenügend, so Gisler. Die neue Verord­nung über die Sub­ven­tion­ierung von Schwimm­bädern, die im Okto­ber 2015 in Kraft getreten ist, sieht vor, dass der Kan­ton für ein solch­es Schwimm­bad max­i­mal sechs Mil­lio­nen Franken in Form ein­er ein­ma­li­gen Investi­tion­shil­fe spricht. Die direkt betrof­fene Gemeinde müsste sich mit einem min­destens gle­ich hohen Betrag beteiligen.

In der Nähe der Schulen

Wo genau das Schwimm­bad gebaut würde, ist noch nicht definiert. «Es sind noch viele Fra­gen offen. Wir müssen uns Zeit nehmen, alles richtig abzuk­lären», so Bürdel. Für die Schulen sei ein Schwimm­bad ein Bedürf­nis, sagt der Schul­präsi­dent. Der Bau müsste aus sein­er Sicht in der Nähe der OS Plaf­feien zu ste­hen kom­men, um den Sub­ven­tions­be­din­gun­gen best­möglich entsprechen zu kön­nen. «Es gibt zwei bis drei Land­flächen, die geeignet wären.» Zudem sei der Stan­dort Plaf­feien in näch­ster Nähe zum Schwarzsee auch für die Touris­ten ein Plus. «Man kön­nte zusät­zlich einen Well­ness­bere­ich inte­gri­eren.» Aus der Sicht des Kan­tons ist dies real­is­tisch. «Alles ist möglich», sagt Gisler.

Der Gemein­der­at von Plaf­feien habe den Bau eines Schwimm­bads in seine Touris­musstrate­gie für die näch­sten 15 Jahre aufgenom­men, sagt Ammann Otto Lötsch­er. Von daher befür­worte er per­sön­lich die Absicht Bürdels; im Gemein­der­at sei das Pro­jekt aber noch nicht zur Sprache gekom­men. «Ein Bad muss opti­mal aus­genützt wer­den kön­nen. In der Gemeinde Plaf­feien kom­men die Schulen, die Bevölkerung und der Touris­mus zusam­men, die alle das Bedürf­nis nach einem Hal­len­bad haben», so Lötsch­er. Ob Plaf­feien oder Schwarzsee; bei­de Stan­dorte seien möglich. Wichtig sei, dass die Gemeinde auf regionale finanzielle Unter­stützung zählen könne.

Schwarzsee oder Plaffeien?

«Das ist sich­er eine gute Sache», kom­men­tiert Linus Hay­oz, Präsi­dent von Schwarzsee Touris­mus, die Pläne von Daniel Bürdel. Die Gemeinde könne ein solch­es Pro­jekt nicht alleine stem­men, genau­so wenig der Touris­musver­band. Deshalb brauche es diese Form der Finanzierung. «In Schwarzsee fehlen alter­na­tive Ange­bote zu den Berg­bah­nen wie ein Bad oder eine gedeck­te Eis­bahn.» Ein Schwimm­bad könne aber auch in Plaf­feien gebaut wer­den, find­et Hay­oz. Er geht davon aus, dass die Touris­ten flex­i­bel genug wären, nach Plaf­feien zu fahren. «Wenn das Bad zu weit weg von den Schulen gebaut würde, sähe ich weniger Chan­cen für Sub­ven­tio­nen.» Schwarzsee-Touris­mus-Direk­tor Adolf Kaeser gibt zu ver­ste­hen, dass er den Stan­dort Schwarzsee aus touris­tis­ch­er Sicht bevorzu­gen würde. Ihm sei aber bewusst, dass Plaf­feien eine Zen­trums­funk­tion ein­nehme. «Die Finanzierung wird die Weichen stellen.» So oder so wäre der Bau eines Schwimm­bades in Kae­sers Augen eine gute Sache. «In diesem Bere­ich haben wir ein gross­es Manko im Sense-Oberland.»

Das einzige öffentliche Well­nes­sange­bot in Schwarzsee existiert im Hotel Hostel­lerie am Schwarzsee. «Der Well­ness­bere­ich ist sehr gefragt; man merkt, dass die Leute vor allem bei schlechtem Wet­ter eine Alter­na­tive zum Win­ter­sport suchen», sagt Direk­tor Peter Rood­been. In Schwarzsee brauche es ein vernün­ftiges Schlechtwet­ter­pro­gramm, find­et er, das könne aber genau­so ein anderes Ange­bot wie eine Schaukäserei sein.

Baus­tart nicht vor 2020

Die Eingabefrist für die Gesuch­dossiers der Schwimm­bäder von kan­tonaler Bedeu­tung ist der 31. Dezem­ber 2025. Bish­er seien noch keine Eingaben gemacht wor­den, sagt Benoît Gisler. Romont und Bulle seien jedoch kurz davor, ihre Dossiers einzure­ichen. Daniel Bürdel geht davon aus, dass der Bau eines Schwimm­bades im Sense-Ober­land früh­estens für 2020/21 real­is­tisch ist.

Sub­ven­tio­nen: 35 Prozent der Ausgaben

Die Verord­nung über die Sub­ven­tion­ierung von Schwimm­bädern im Kan­ton Freiburg sieht vor, dass sich der Staat mit ein­er ein­ma­li­gen Investi­tion an deren Bau beteiligt. Der Beitrag beläuft sich auf 35 Prozent der Aus­gaben und darf 15 Mil­lio­nen Franken nicht über­steigen, wenn es sich um ein Schwimm­bad von kan­ton­süber­greifend­er oder nationaler Bedeu­tung han­delt. Für ein solch­es 50-Meter-Beck­en sind drei Stan­dorte im Gespräch: Beim Avry-Cen­tre, in Vil­lars-sur-Glâne und im St. Leon­hard in Freiburg (die FN berichteten).
Bei Schwimm­bädern von kan­tonaler Bedeu­tung darf der Max­i­mal­be­trag sechs Mil­lio­nen Franken nicht über­steigen. Ein solch­es Schwimm­bad braucht gemäss Verord­nung ein 25 Meter langes Haupt­beck­en, ein Lern­schwimm­beck­en, ein Plan­sch- sowie ein Sprungbecken.

Rück­blick

Zwei Stan­dorte und zwei Projektträger

2005 wurde das Pro­jekt eines Ther­mal­bades in Rohr in Schwarzsee pub­lik. Nach­dem die Frist für die Aktien­ze­ich­nung des 10-Mil­lio­nen-Baus zweimal ver­längert wor­den war und dann Erfolg hat­te, änderte das Gesetz, und die Sub­ven­tio­nen waren infrage gestellt. Das Ini­tia­tivkomi­tee dieses Pro­jek­tes zahlte das bish­er ein­bezahlte Aktienkap­i­tal zurück.2008präsentierte über­raschend eine neue Träger­schaft, die Neuter AG, ein Pro­jekt neben dem Hotel Hostel­lerie. Doch auss­er dem Land­kauf wurde das Pro­jekt nie konkret und ver­lief im Sand.

Autor: Karin Aebischer

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