Kategorie: Schwimmbad

Wo ist der beste Standort für das Sensler Schwimmbad?

Kategorie : Schwimmbad

Der Sense­bezirk braucht ein Schwimm­bad. Doch wo soll es gebaut wer­den? Die Sensler Gemein­den haben zehn mögliche Stan­dorte vorgeschla­gen. Die Region Sense wird diese nun mith­ilfe eines exter­nen Büros evaluieren. 

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«Wir sind immer noch dran», sagt Daniel Bürdel. Der CVP-Gross­rat und Gemein­derat wider­legt damit Gerüchte, wonach die Pläne für ein neues Schwimm­bad im Sense­bezirk gestor­ben seien. Der poli­tis­che Prozess brauche halt etwas mehr Zeit. Fast drei Jahre ist es her, seit Daniel Bürdel die Idee lanciert hatte, im Sense-Ober­land ein Schwimm­bad zu real­isieren, nachdem der Kan­ton angekündigt hatte, für den Bau neuer Bäder Sub­ven­tio­nen zu geben, wenn die Pro­jekte bis spätestens Ende 2025 ein­gere­icht seien (siehe Kas­ten).

Erste Studie pri­or­isiert Plaf­feien

Aus dieser Idee ent­stand eine Arbeits­gruppe, die eine Mach­barkeitsstudie und eine Stan­dor­tor­t­analyse für ein Schwimm-, Sport- und Badezen­trum im Sense-Ober­land in Auf­trag gegeben hat (die FN berichteten). Die Studie kam zum Schluss, dass Plaf­feien als Sitz einer Ori­en­tierungss­chule und wegen seiner Nähe zur Touris­mus­re­gion Schwarzsee der beste Stan­dort sei. Für den Bau eines regionalen Freizeit­bads mit Bade­halle, Fit­ness­bere­ich, Bad­bistro und anderen Ange­boten, die von Schu­len, der Bevölkerung und Touris­ten genutzt wer­den sol­len, gin­gen die Experten von 28,6 Mil­lio­nen Franken Baukosten aus. Der Kan­ton würde für ein Bad von kan­tonaler Bedeu­tung rund sechs Mil­lio­nen Franken Sub­ven­tio­nen bezahlen.

Teil der Touris­musstrate­gie

Vor gut einem Jahr wurde bekannt, dass das Schwimm­bad­pro­jekt regional bre­iter ver­ankert wer­den sollte, indem es Teil der Touris­musstrate­gie 2030 wird. Diesem Vorschlag haben die Delegierten der Region Sense denn auch zuges­timmt. Allerd­ings nicht ohne Diskus­sio­nen: An der Delegierten­ver­samm­lung vom April 2018 haben die Vertreter von Bösin­gen, Tafers, Schmit­ten und Düdin­gen beantragt, die Stan­dort­pri­or­isierung mit Plaf­feien zu stre­ichen, damit diese Frage bei der weit­eren Pla­nung des Pro­jekts ver­tieft geprüft wer­den könne. Dieser Antrag kam nicht durch, die Strate­gie wurde von einer Mehrheit der Delegierten angenom­men.

Zweite Stan­dor­t­analyse

Nach dem Entscheid des Gemein­de­ver­bands ist die ursprüngliche Arbeits­gruppe im let­zten Som­mer mit zusät­zlichen Gemein­de­v­ertretern erweit­ert wor­den. «Wir haben eine zweite Stan­dor­t­analyse in Auf­trag gegeben», sagt Arbeits­grup­pen­präsi­dent Daniel Bürdel. Über die Resul­tate, welche der Arbeits­gruppe seit let­zter Woche vor­liegen, will er nichts ver­raten, bevor sie aus­gew­ertet sind und das weit­ere Vorge­hen entsch­ieden ist.

«Alle Gemein­den des Sense­bezirks waren ein­ge­laden, mitzuteilen, ob sie Inter­esse am Bau eines Schwimm­bads auf ihrem Gemein­dege­biet haben.» Sie waren auch aufge­fordert, mögliche Parzel­len für den Bau eines Bads zu nen­nen. Die Arbeits­gruppe werde nun weit­ere Schritte unternehmen, um den poli­tis­chen Prozess in Gang zu brin­gen, der nötig ist, um den defin­i­tiven Stan­dort für ein Sensler Schwimm­bad zu bes­tim­men, so Daniel Bürdel weiter. Das ist notwendig, damit die Träger­schaft und damit auch die Finanzierung gek­lärt wer­den kön­nen.

Welche Nutzer­grup­pen?

Ein entschei­den­der Punkt wird die Klärung der Nutzer­grup­pen sein: Soll das kün­ftige Schwimm-, Sport- und Badezen­trum in erster Linie Schu­len zugute kom­men – dann käme ein Stan­dort in einer Gemeinde mit OS-Zen­trum wohl eher zum Zuge. Oder soll das Bad eben­falls eine Schlechtwet­ter­al­ter­na­tive für Touris­ten sein – dann wäre ein Stan­dort sin­nvoller, der nicht zu weit von Schwarzsee ent­fernt ist. Oder soll es ein Bad sein, das vor allem der Bevölkerung und Vere­inen zur Ver­fü­gung steht? Dann kön­nte es the­o­retisch irgendwo im Sense­bezirk gebaut wer­den. «Diese Pri­or­itäten muss man einge­hend analysieren und disku­tieren», sagt Daniel Bürdel. «Der Umweg über eine zweite Standortana­lyse trägt sicher dazu bei, das Pro­jekt besser zu ver­ankern.» Denn nur ein gut abgestütztes Pro­jekt habe Chan­cen, real­isiert zu wer­den.

Zehn Vorschläge

Diese Mei­n­ung teilt auch Man­fred Raemy, Ober­amt­mann des Sense­bezirks und Präsi­dent der Region Sense. «Es war wichtig, dass alle Gemein­den mitre­den kon­nten.» Diese Möglichkeit sei auch rege wahrgenom­men wor­den. Zehn Vorschläge wur­den von den 17 Gemein­den ein­gere­icht. Wo genau diese Stan­dorte liegen, will Raemy noch nicht ver­raten. «Sie sind verteilt auf den ganzen Bezirk, es gab Vorschläge aus dem Ober­land genauso wie aus dem Unter­land», so der Ober­amt­mann.

Ein schwieriger Prozess

Wann ein spruchreifes Pro­jekt den Sensler Gemein­den, also der Region Sense, vorgestellt wird, kann Daniel Bürdel zum jet­zi­gen Zeit­punkt noch nicht sagen. Die Arbeits­gruppe und die Region Sense wol­len ein exter­nes Pla­nungs­büro beiziehen, welches die Pri­or­isierung der Stan­dorte und der Nutzer­grup­pen begleiten soll. «Es ist ein schwieriger Prozess. Jeder ver­tritt seine Inter­essen, und es ist nicht leicht, einen Kon­sens zu finden.» Er sei aber zuver­sichtlich, dass dies gelinge, so der CVP-Gross­rat.

Um das ein­stige Ziel zu erre­ichen, bis Ende der laufenden Leg­is­latur ein abstim­mungsreifes Pro­jekt zu haben, müsse aber in den näch­sten zwei Jahren inten­siv gear­beitet wer­den. Anson­sten werde eine allfäl­lige Abstim­mung erst in der neuen Leg­is­latur stat­tfinden kön­nen, so Daniel Bürdel.

Für Ober­amt­mann Man­fred Raemy spielt der Zeit­fak­tor eine kleinere Rolle. Wichtiger ist ihm die bre­ite Auseinan­der­set­zung mit dem Thema. «Wenn wir einen Kon­sens finden wol­len, braucht es diese Diskus­sio­nen.» Klar sei auch, dass man den Entscheid über einen Stan­dort nicht für sich allein fäl­len könne. «Man muss unter anderem auch das beste­hende Schwimm­bad in Düdin­gen ein­beziehen.» Momen­tan stelle dieses für sehr viele Schu­len im Sense­bezirk den Platz für den Schwim­munter­richt zur Ver­fü­gung. «Es braucht ein glob­ales Konzept.»

Zwei, drei Stan­dorte ver­tiefen

Deshalb will er den Gemein­den auch Zeit lassen, sich mit den Vorschlä­gen auseinan­derzuset­zen, Fra­gen zu stel­len und Impulse einzubrin­gen. «Zusam­men mit dem exter­nen Büro wer­den wir dann gemäss unserem Kri­te­rienkat­a­log die Vorschläge bew­erten und zwei, drei Stan­dorte, die besser geeignet sind, ver­tieft abklären», so Man­fred Raemy.

«Es gibt noch viele offene Fra­gen.» So sei zum Beispiel heute noch nicht klar, wie der Betrieb eines Schwimm­bads ­finanziert wird. «Für die Investi­tio­nen finden wir sicher eine Lösung. Aber der Betrieb ist ­etwas ganz anderes. Es ist möglich, so eine Ein­rich­tung kos­ten­deck­end zu führen, aber es braucht ein gutes Konzept und ein gutes Team.»


Es ist ein schwieriger Prozess. Jeder ver­tritt seine Inter­essen, und es ist nicht leicht, einen Kon­sens zu finden.

Daniel Bürdel
Präsi­dent der Arbeits­gruppe für ein Schwimm­bad


KANTON FREIBURG
Zu wenig Schwimm­bäder

«Rein rech­ner­isch hat der Sense­bezirk auf jeden Fall Anspruch auf ein Schwimm­bad», sagt Ober­amt­mann Man­fred Raemy. Schon allein um die Vor­gaben des neuen Schulge­set­zes zu erfül­len. Im Kan­ton Freiburg erhal­ten von ins­ge­samt rund 30 000 Schü­lerin­nen und Schülern der Pri­marstufe etwa 5000 keinen Schwim­munter­richt. Das sind rund 17 Prozent, wie aus der im Dezem­ber 2017 pub­lizierten Antwort des Staat­srates auf eine Anfrage der SP-Gross­räte David Bonny (Prez-vers-Noréaz) und Guy-Noël Jelk (Freiburg) her­vorgeht.

Im Feb­ruar 2015 hatte der Grosse Rat einen neuen Geset­ze­sar­tikel zur Sub­ven­tion­ierung von Schwimm­bädern genehmigt. Dieser sieht Beiträge von 15 Mil­lio­nen Franken für ein interkan­tonales oder nationales Schwim­mzen­trum (50-Meter-Becken) vor und sechs Mil­lio­nen Franken für kan­tonale Schwimm­bäder (25-Meter-Becken). In den Genuss dieser Sub­ven­tio­nen kom­men Schwimm­bäder, deren Dossiers bis am 31. Dezem­ber 2025 ein­gere­icht wer­den.

Autor: Imelda Ruffieux

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Zeitungsartikel Schwimmbad Freiburger Nachrichten vom 20.02.2018

Kategorie : Schwimmbad

Das Schwimm­bad, das im Sense­bezirk geplant ist, soll Teil der Touris­musstrate­gie 2030 sein. Die Ini­tia­tiv­gruppe wartet darauf, dass die Sensler Gemein­den diese Strate­gie ver­ab­schieden.

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Vor rund zwei Jahren hat ein Ini­tia­tivkomi­tee die Idee lanciert, im Sense­bezirk ein Schwimm-, Sport- und Badezen­trum zu real­isieren. Im Juni 2017 hat die Gruppe eine Mach­barkeits- und Stan­dor­t­analyse vorgestellt (die FN berichteten). Diese hat ergeben, dass der Bezirk dur­chaus Bedarf für ein eige­nes Schwimm­bad hat und dass Plaf­feien der ide­ale Stan­dort wäre.

Teil der Touris­musstrate­gie

Sei­ther ist es etwas ruhig um das Pro­jekt gewor­den. «Die Arbeits­gruppe ist immer noch an der Arbeit, wartet aber im Moment auf gewisse Entscheide auf Bezirk­sebene, bevor gewisse Arbeiten weiter vor­angetrieben wer­den kön­nen», sagt CVP-Gross­rat Daniel Bürdel aus Plaf­feien, der die Schwimm­bad-Idee 2015 lanciert hatte, auf Anfrage. Der Grund dafür sei, dass das Bad­pro­jekt Teil der Touris­musstrate­gie 2030 ist, die let­zten Herbst vorgestellt wurde. Ziel dieser Strate­gie ist es, die heutige wirtschaftliche Wertschöp­fung im Bere­ich Touris­mus bis 2030 zu ver­dop­peln, indem die nötige Infra­struk­tur und die Mit­tel bere­it­gestellt wer­den. Die Region Sense, also der Ver­band der Sensler Gemein­den, hatte bei der dama­li­gen Präsen­ta­tion ein Hallen-/Thermalbad als eines von zahlre­ichen Pro­jek­ten aufge­lis­tet, die in dieser Strate­gie vorge­se­hen sind. Weit­ere Pro­jekte waren unter anderem das geplante Mul­ti­funk­tion­szen­trum Schwarzsee, eine Schaukäserei, die Aufw­er­tung des Schif­f­e­nensees und ein Veloweg durch den Bezirk, die Transsense.

Strate­gie wird vorgelegt

Die Ini­tia­tiv­gruppe wartet nun, bis Touris­musstrate­gie 2030 von den Gemein­den abge­seg­net ist. Wie Man­fred Raemy, Ober­amt­mann und Präsi­dent der Region Sense, auf Anfrage erk­lärt, hat der Vor­stand der Region die Touris­musstrate­gie 2030 an seiner let­zten Sitzung genehmigt. Sie wird nun den Vertreterin­nen und Vertretern der Gemein­den an der Delegierten­ver­samm­lung vom 24. April zur Genehmi­gung vorgelegt. «Die Pro­jekte sind auf diese Weise breit abgestützt», erk­lärt Man­fred Raemy. Die bish­erige Arbeits­gruppe wird im Ver­lauf des Früh­jahrs mit Vertretern der Gemein­den und Fach­leuten erweit­ert, und sie entwick­elt das Pro­jekt weiter. Im Rah­men der Diskus­sion um die Einord­nung des Schwimm­bad­pro­jekts unter dem Dach der Region Sense seien noch keine Diskus­sio­nen über eine Träger­schaft und die Finanzierung geführt wor­den, so der Ober­amt­mann.

Daniel Bürdel würde es begrüssen, wenn das Bad­pro­jekt fes­ter Bestandteil der Touris­musstrate­gie würde. «Wir sind auf einen gemein­samen Nen­ner im Sense­bezirk angewiesen, auch um die Finanzierung sicherzustel­len», sagt er. Ziel der Ini­tia­tiv­gruppe sei es, dass bis Ende dieser Leg­is­latur ein spruchreifes Pro­jekt vor­liegt.

Das Schwimm­bad soll im Rah­men einer kan­tonalen Sub­ven­tionsverord­nung real­isiert wer­den. Der Kan­ton gibt Sub­ven­tio­nen für den Bau neuer Bäder, wenn die Pro­jekte dafür bis spätestens Ende 2025 ein­gere­icht sind.

JUNGE CVP SENSE

Ein Ange­bot für Touris­ten und Fam­i­lien

Die Junge CVP (JCVP) Sense spricht sich für den Bau eines Schwimm­bades aus, ver­tritt aber die Ansicht, dass die Stan­dort- und Finanzierungs­frage noch inten­siv disku­tiert wer­den muss. Wie die JCVP mit­teilt, komme ein Bad einem bre­iten Bedürfnis der Bevölkerung, vor allem von Jugendlichen und Fam­i­lien, nach. Mit einem Bad kön­nte der Schwim­munter­richt vor Ort oder in der Nähe durchge­führt wer­den, und Touris­ten erhiel­ten ein Alter­na­tiv- und Schlechtwet­terange­bot. Han­dle man nicht in naher Zukunft, gehe die Bevölkerung weit­er­hin und ver­mehrt in Nach­bar­bezirke zum Schwim­men und Baden. So gehe dem Bezirk poten­zielle wirtschaftliche Wertschöp­fung ver­loren, und er ver­liere an Attrak­tiv­ität bei den Freizei­tange­boten.

Autor:Imelda Ruffieux

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Zeitungsartikel Schwimmbad Freiburger Nachrichten vom 5.07.2017

Kategorie : Schwimmbad

Die Idee für ein Schwimm-, Sport- und Badezen­trum im Senseober­land stösst bei den Bezirksparteien mehrheitlich auf Zus­tim­mung. Knack­punkt des 28,6-Millionen-Franken-Projekts wird die Finanzierung sein – trotz Sub­ven­tio­nen von sechs Mil­lio­nen Franken.

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Im Senseober­land soll ein Schwimm-, Sport- und Badezen­trum entste­hen. Die Idee dafür stammt von einer Arbeits­gruppe, die sich vor anderthalb Jahren gegrün­det hat – dies, nachdem der Grosse Rat 2015 entsch­ieden hatte, Sub­ven­tio­nen für Schwimm­bad­bauten bere­itzustel­len, um dem grossen Nach­holbe­darf zu entsprechen (die FN berichteten). Für Bäder von nationaler Bedeu­tung gibt es so 15 Mil­lio­nen Franken an die Baukosten, für Bäder kan­tonaler Bedeu­tung – ein solches ist in Plaf­feien vorge­se­hen – sechs Mil­lio­nen Franken.

28,6 Mil­lio­nen Franken

Diese finanzielle Unter­stützung will sich die Arbeits­gruppe unter der Leitung des Plaf­feier CVP-Gross­rats Daniel Bürdel sich­ern, denn ohne dieses Geld wäre das Grosspro­jekt kaum finanzier­bar. Auch mit den Sub­ven­tio­nen dürfte das Pro­jekt zum Kraftakt wer­den: In der kür­zlich durchge­führten Mach­barkeitsstudie und Stan­dor­t­analyse nen­nen die Experten Baukosten von 28,6 Mil­lio­nen Franken – dies für die Vari­ante, dass ein regionales Freizeit­bad mit Bade­halle, Fit­ness­bere­ich, Bad­bistro und anderen Ange­boten entsteht. Dieses kön­nten die umliegen­den Schu­len, die Bevölkerung und Touris­ten nutzen.

«Schwarzsee ist eine touris­tis­che Region, die ein klares Schlechtwet­ter- prob­lem hat.» Bar­bara Wyss­brod, Präsi­dentin FDP Sense

Die Studie hat mehrere Stan­dorte evaluiert. Sie nennt Plaf­feien als den geeignet­sten Stan­dort. Auch Gif­fers oder Schwarzsee wer­den aufge­lis­tet. Die Arbeits­gruppe plant unter Ein­bezug von Fach­leuten weiter. In einem näch­sten Schritt wird die Träger­schaft, die Finanzierung und die spätere Betrieb­s­form definiert. Mit dem Entscheid über den Stan­dort begin­nen die Ver­hand­lun­gen für Lan­der­werbe sowie die Abklärun­gen mit den kan­tonalen Ämtern und Behör­den.

«Die sol­len erst ein­mal schauen, das Grosspro­jekt OS Plaf­feien finan­ziell abzuschliessen, bevor sie ein neues anpacken.» Lil­iane Mar­chon, Präsi­dentin SVP Sense

Bis das Pro­jekt reif ist für eine Eingabe beim Kan­ton, dauert es noch eine Weile. Und doch drängt die Zeit: Um in den Genuss von Sub­ven­tio­nen zu kom­men, muss das Pro­jekt bis 2025 ein­gere­icht sein.

«Ein richtiges Bad»

Bis auf die SVP begrüssen alle Sensler Parteien und Grup­pierun­gen die Schwimm­bad-Idee. Der Bedarf sei klar aus­gewiesen: für die Bevölkerung, die Touris­ten und die Schüler, da der Kan­ton im Lehrplan 21 mehr Schwim­munter­richt fordert – so das Votum von links bis rechts. «Schwarzsee ist eine touris­tis­che Region, die ein klares Schlechtwet­ter­prob­lem hat», ergänzt Bar­bara Wyss­brod, Präsi­dentin der FDP Sense. Wenn ein Bad gebaut werde, solle dies «eine Anlage sein, die etwas hergibt». Also ein Bad für Ein­heimis­che und Gäste, wo Baden, Schwimm­train­ing und andere Sportarten möglich seien. Dem stimmt die SP Sense zu. «Aus der Per­spek­tive der Gemein­den im Unter­land ist ein einzel­nes 25-Meter-Becken in Plaf­feien etwa gle­ich attrak­tiv wie eines in der Stadt Freiburg», sagt der frühere SP-Präsi­dent Olivier Flecht­ner. Es brauche deshalb mehr als nur ein reines Schul­bad.

«Die Gemein­den müssten es als wahrhaft gute Lösung für die Win­ter­monate betra­chten, wenn die Badi Lau­pen geschlossen ist.» Bruno Werth­müller, Präsi­dent CSP Sense

Die Freien Wäh­ler Sense befür­worten ein weit­eres Sensler Hal­len­bad, «weil auch die Ange­bote in der Agglom­er­a­tion Freiburg nicht aus­re­ichen», sagt André Schneuwly, Präsi­dent des Vere­ins. Die CVP Sense habe das Pro­jekt für ein Schwimm­bad im Ober­land noch nicht unter den Mit­gliedern disku­tiert, sagt Parteipräsi­dent Lau­rent Baeriswyl. Er nimmt deshalb aus per­sön­licher Sicht Stel­lung: «Grund­sät­zlich finde ich es eine gute Idee, da der Bedarf klar aus­gewiesen ist.» Er begrüsst auch die Pri­va­tini­tia­tive. Als das Pro­jekt präsen­tiert wor­den sei, habe er nur pos­i­tives Echo ver­nom­men. «Jeder findet es eine gute Idee, alle ste­hen dahin­ter.»

Wie reagiert das Unter­land?

Knack­punkt ist die Finanzierung des Pro­jekts. Die Parteipräsi­den­ten sind sich bewusst, dass zwis­chen dem Ober- und Unter­land ein Graben aufgeris­sen wer­den kön­nte. Denn fünf Unter­land-Gemein­den sind finanziell bere­its engagiert in der Regio Badi Lau­pen, mit Berner Anstösserge­mein­den. CVP-Präsi­dent Lau­rent Baeriswyl bezweifelt, dass von dieser Seite grosses Inter­esse da wäre, sich auch noch an einem Bad im Ober­land zu beteili­gen. «Ich kann aber nicht für sie Stel­lung beziehen, das müssen die Gemein­deräte sel­ber bes­tim­men», sagt er. Olivier Flecht­ner stuft die Bere­itschaft für weit­ere Verpflich­tun­gen angesichts der bevorste­hen­den Investi­tio­nen in die Badi Lau­pen – 800 000 Franken sind im Jahr 2018 vorge­se­hen – und der finanziel­len Sit­u­a­tion einzel­ner Gemein­den als «eher ver­hal­ten» ein.

«Das Bad muss Teil einer Gesamt­strate­gie sein und als touris­tis­che Alter­na­tive zu den Wintersport­aktivitäten posi­tion­iert wer­den.» Olivier Flecht­ner, ehe­ma­liger Präsi­dent SP Sense

Auch FDP-Präsi­dentin Bar­bara Wyss­brod sieht Schwierigkeiten bei der Finanzierung: «Es wird schwierig. Die Gemein­den haben heute schon sehr viele Aus­gaben, die sie nicht sel­ber steuern kön­nen.» Sie sieht aber auch die Beteili­gung der Unter­land-Gemein­den an der Lau­pener Badi kri­tisch: «Der Bedarf für Plaf­feien ist klar aus­gewiesen. Zumin­dest mehr als bei der Badi Lau­pen», sagt die Ueber­stor­ferin. Ueber­storf zahle viel an den Gemeinde- und den Badi-Ver­band, jedoch wür­den nur wenige Ueber­stor­fer das Ange­bot in Anspruch nehmen. «Viele gehen lieber gle­ich ins Bad Wey­er­mannshaus bei Bern, das nicht viel weiter weg ist, wo es aber mehr Platz gibt und der Ein­tritt frei ist.»

Glob­ale Betra­ch­tung

Die Mehrheit der Parteipräsi­den­ten ist sich einig, dass es für das Schwimm­bad­pro­jekt eine Glob­al­be­tra­ch­tung für den ganzen Bezirk braucht. «Alle Schwimm­bäder im Bezirk müssen ein­be­zo­gen wer­den», so André Schneuwly, Präsi­dent der Freien Wäh­ler Sense. Für die Finanzierung kön­nte er sich ver­schiedene Vari­anten vorstel­len, etwa ein regionales Konzept mit allen Sensler Gemein­den – allen­falls sogar mit Nach­barge­mein­den oder der Agglom­er­a­tion. Möglich wäre auch ein neuer Gemein­de­ver­band oder ein Inter­essen­ver­band, in dem Pri­vate und Gemein­den dabei sind.

«Alle Schwimm­bäder im Bezirk müssen ein­be­zo­gen wer­den.» André Schneuwly, Präsi­dent Freie Wäh­ler

Würde ein Schwimm­bad über die Region Sense finanziert wer­den, würde dies möglicher­weise andere Begehrlichkeiten wecken, sagt Lau­rent Baeriswyl. Es sei deshalb wichtig, eine Ausle­ge­ord­nung zu machen und ein Konzept zum Bedarf an öffentlichen Bauten, die von Gemein­de­ver­bän­den mit­fi­nanziert wer­den sol­len, im ganzen Sense­bezirk zu erstel­len. Vielle­icht sei es ja möglich, über den Touris­mus zu weit­eren Geldern – etwa aus dem Touris­mus­förderungs­fonds – zu kom­men, so der CVP-Präsi­dent.

Mehrw­ert ver­mit­teln

Das Schwimm­bad müsse Teil einer Gesamt­strate­gie sein und als touris­tis­che Alter­na­tive zu den Win­ter­sportak­tiv­itäten posi­tion­iert wer­den, ergänzt Olivier Flecht­ner. «Das ist eine wichtige Voraus­set­zung, um den Mit­glieds­ge­mein­den und der Bevölkerung im gesamten Sense­bezirk den Mehrw­ert eines solchen Schwimm­bads ver­mit­teln zu kön­nen.» Wichtig sei auch, die Unter­land-Gemein­den frühzeitig in die Konzep­tion und Aus­gestal­tung des Pro­jekts miteinzubeziehen.

«Würde ein Bad über die Region Sense finanziert wer­den, würde dies möglicher­weise andere Begehrlichkeiten wecken.» Lau­rent Baeriswyl, Präsi­dent CVP Sense

Den touris­tis­chen Aspekt unter­stre­icht auch Bruno Werth­müller, Präsi­dent der Mitte links – CSP: «Die Gemein­den müssten es als wahrhaft gute Lösung für die Win­ter­monate betra­chten, wenn die Badi Lau­pen geschlossen ist. Dann kön­nte sich wahrschein­lich eine Möglichkeit öff­nen, um sie im pos­i­tiven Sinne motivieren zu kön­nen.» Wenn die Gemein­den einen Nutzen haben und die Rah­menbe­din­gun­gen für alle stim­men, kön­nte ein Pro-Kopf-Beitrag Sinn machen, meint er. «Das Bad wäre somit, wie die Strassen, ein Investi­tion­sgut zugun­sten der Bevölkerung. Sicher müssten auch Spon­soren gefun­den wer­den, die auf irgen­deine Art vom Schwimm­bad prof­i­tieren kön­nen.» Der CSP-Präsi­dent ist klar der Mei­n­ung, dass auch der Kan­ton Hand bieten sollte: Da dieser mit dem neuen Schulge­setz auf mehr Schwim­munter­richt bestehe, soll­ten die Sub­ven­tio­nen defin­i­tiv etwas höher sein.

SVP: Kein neues Grosspro­jekt

Ganz anders sieht es die Präsi­dentin der SVP Sense. Eine offizielle Stel­lung­nahme der Partei könne sie zum jet­zi­gen Zeit­punkt zwar noch nicht geben, sagt Lil­iane Mar­chon auf Anfrage. «Wir wer­den dies in der Partei disku­tieren, sobald wir mehr Infor­ma­tio­nen haben.» Per­sön­lich nimmt sie aber klar gegen das Schwimm­bad Stel­lung: «In Plaf­feien ist bere­its die Ori­en­tierungss­chule ver­goldet wor­den. Der OS-Ver­band musste einen Nach­tragskredit sprechen, um dies zu finanzieren. Die sol­len jetzt erst ein­mal schauen, dieses Grosspro­jekt finanziell abzuschliessen, bevor sie ein neues anpacken.» Sie könne sich nicht vorstel­len, dass die Gemein­den bereit wären, ein neues Schwimm­bad zu finanzieren, «vor allem nicht die Gemein­den im Sense­un­ter­land», sagt Mar­chon. Diese seien dem Schwimm­bad Lau­pen angeschlossen. «Und das wol­len wir aufrechter­hal­ten.»

Mehr Infos zur Studie über das geplante Schwimm­bad kön­nen beim Gemein­de­ver­band Region Sense ange­fragt wer­den: Tel. 026 494 27 57.

Stan­dort
Plaf­feien, Schwarzsee oder doch Tafers?

Im Hin­blick auf den Touris­mus sei der Stan­dort Plaf­feien gut gewählt, sagt CVP-Präsi­dent Lau­rent Baeriswyl. Gif­fers – das auch als Stan­dort genannt wurde– sei eher ungün­stig gele­gen, wegen der Dis­tanz zu Schwarzsee und zur OS Plaf­feien. Sie sähe das geplante Schwimm­bad lieber am Schwarzsee als in Plaf­feien, sagt Bar­bara Wyss­brod, FDP-Präsi­dentin und Lei­t­erin des nationalen Aus­bil­dungszen­trums für den Zivil­dienst. Zum einen wegen der Nähe des Cam­pus und der vie­len poten­ziel­len Nutzer aus dem Zivil­dien­stzen­trum und dem geplanten Sport- und Freizeitzen­trum, aber auch wegen der übri­gen Schwarzsee-Touris­ten.

Plaf­feien erfülle die Voraus­set­zun­gen für einen Bad­stan­dort, sagt André Schneuwly von den Freien Wäh­lern: mit dem öffentlichen Verkehr gut erre­ich­bar, Nähe zur Schule, gute Aus­las­tung ausser­halb der Schulzeiten durch Bevölkerung und Touris­mus. «Es kön­nte aber auch Tafers sein.» Auch die geplanten Ange­bote in der Agglom­er­a­tion Freiburg müssten berück­sichtigt wer­den. Es scheine ihm fraglich, ob die Unter­län­der Gemein­den Plaf­feien oder Gif­fers als Stan­dorte für sin­nvoll betra­chten, sagt Bruno Werth­müller von der CSP. Diese seien ja bere­its im Ver­band Lau­pen Mit­glied und möglicher­weise nicht stark daran inter­essiert, sich mit den Schülern ins Ober­land zu bewe­gen. Für das Mit­tel­land kön­nte es dank guter Busverbindun­gen aber möglich sein.

«Warum Plaf­feien als Stan­dort?», fragt Lil­iane Mar­chon, Präsi­dentin der SVP Sense. Wenn es wegen der Touris­ten sei, dann wäre Schwarzsee sowieso die bessere Alter­na­tive.

Autor: Imelda Ruffieux

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Article de presse dans La Liberté du 3.06.2017

Kategorie : Schwimmbad

Un groupe de tra­vail planche sur la con­struc­tion d’un bassin cou­vert de 25 mètres en Haute-Singine. Plan­fayon a les faveurs de la cote pour l’accueillir, mais Chevrilles et le Lac-Noir entrent aussi en ligne de compte.

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A l’horizon 2025, les Singi­nois pour­raient prof­iter d’une piscine cou­verte avec sauna, fit­ness et tout ce que peut souhaiter l’amateur de délasse­ment aqua­tique. Il faudrait pour cela qu’un groupe de tra­vail ad hoc, réuni autour du député Daniel Bürdel (pdc, Plan­fayon), parvi­enne à con­va­in­cre les col­lec­tiv­ités publiques du dis­trict alé­manique – et d’éventuels parte­naires privés – de se lancer dans la réal­i­sa­tion de la ver­sion la plus ambitieuse du pro­jet présenté hier aux syn­dics lors de l’assemblée de l’association de com­munes Region Sense.

Le groupe de tra­vail a con­fié la rédac­tion d’une étude de fais­abil­ité à un expert zougois, Har­ald Kan­newis­cher, qui a rendu en sub­stance les con­clu­sions suiv­an­tes: un ter­rain situé à prox­im­ité du cen­tre du vil­lage de Plan­fayon serait le lieu idéal pour accueil­lir une instal­la­tion ambitieuse devisée à 28,5 mil­lions de francs, com­prenant plusieurs bassins (pour un total de 884 m2 d’eau) et diverses instal­la­tions répar­ties sur une sur­face de près de 11 000 m2. D’autres lieux d’implantation sont aussi envis­agés (Chevrilles et le Lac-Noir), de même qu’une ver­sion allégée du pro­jet ne con­ser­vant qua­si­ment que l’essentiel, le bassin de 25 mètres, et ne coû­tant «que» 18 mil­lions.

Le groupe de tra­vail va à présent essayer de con­va­in­cre com­munes et investis­seurs poten­tiels d’embarquer dans l’aventure sans trop tarder: le Grand Con­seil fri­bour­geois a accepté d’accorder une sub­ven­tion can­tonale de 6 mil­lions de francs aux pro­jets de piscine d’importance régionale jusqu’en 2025 seule­ment.

Pour l’instant, les Singi­nois man­quent d’eau. Les trois petits bassins cou­verts exis­tant à Guin, Tin­terin et au Lac-Noir sont peu acces­si­bles au grand pub­lic et ne suff­isent de loin pas à cou­vrir les besoins de la pop­u­la­tion, ni des écol­iers. Selon les direc­tives du Lehrplan 21, qui entr­era en vigueur l’an prochain, chaque élève est sup­posé béné­ficier de dix heures de nata­tion annuelles.

Le pro­jet présenté hier per­me­t­trait de rem­plir cette mis­sion, mais aussi de ren­forcer l’attractivité du dis­trict. Cen­tre touris­tique d’importance can­tonale, la région de Plan­fayon dis­pose d’un bassin de pop­u­la­tion suff­isant (34 000 per­son­nes dans un rayon de vingt min­utes), pop­u­la­tion qui doit aujourd’hui par­courir de nom­breux kilo­mètres pour accéder aux joies de la piscine. 

Auteur: Marc-Roland Zoel­lig

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Zeitungsartikel Schwimmbad Freiburger Nachrichten vom 3.06.2017

Kategorie : Schwimmbad

Ein Schwimm-, Sport- und Badezen­trum im Sense-Ober­land ist real­isier­bar, am besten geeignet als Stan­dort ist Plaf­feien. Zu diesem Schluss kommt eine Studie. Die Ini­tia­tiv­gruppe ist damit eine Etappe weiter, jetzt müssen Träger­schaft und Finanzierung definiert wer­den.

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Die Pläne für ein Schwimm­bad im Sense-Ober­land sind einen Schritt weiter. Die Arbeits­gruppe, die vor anderthalb Jahren die Idee lanciert hatte, hat gestern in Tafers die Resul­tate einer 135-seit­i­gen Mach­barkeitsstudie und Stan­dor­t­analyse präsen­tiert. Diese kommt zum Schluss, dass ein Sensler Schwimm-, Sport- und Badezen­trum dur­chaus real­isier­bar ist.

Bedarf ist aus­gewiesen

Als am besten geeigneten Stan­dort nennt die Studie Plaf­feien, dies vor allem wegen des dor­ti­gen Schul­stan­dorts. Denn mit Ein­führung des Lehrplans 21 verpflichtet der Bund die Kan­tone, den Kindern mehr und besseren Schwim­munter­richt zu ermöglichen. Aber auch als touris­tis­ches Schlechtwet­terange­bot in schneear­men Win­tern oder ein­fach, um eine der beliebtesten Sportarten auszuüben, ist ein Bad willkom­men. Es gibt aber kein öffentliches Bad, nur ein Schul­bad in Düdin­gen, ein Ther­a­piebad in Tentlin­gen und eine Badeoase in einem Hotel am Schwarzsee. 

«Im Kan­ton Freiburg gibt es einen aus­gewiese­nen Bedarf an vier bis sechs neuen Schwimm­bädern. Der Sense­bezirk ist dies­bezüglich ein grüner Fleck», sagte Daniel Bürdel an der Pressekon­ferenz. Der Plaf­feier CVP-Gross­rat hatte die Idee 2015 lanciert, nachdem der Grosse Rat Sub­ven­tio­nen für Schwimm­bäder in Aus­sicht gestellt hatte. Für Bäder von nationaler Bedeu­tung (50-Meter-Becken) gibt es 15 Mil­lio­nen an die Baukosten, für Bäder von kan­tonaler Bedeu­tung (25-Meter-Becken) sechs Mil­lio­nen. Das Pro­jekt muss bis 2025 ein­gere­icht sein.

Im Sense-Ober­land ist ein Bad der zweiten Kat­e­gorie geplant. Die Studie nennt zwei Kosten­vari­anten: Mit 18 Mil­lio­nen Franken kön­nte ein regionales Schwimm­bad gebaut wer­den, das vor allem den Ansprüchen der Schule gerecht würde. Für 28,6 Mil­lio­nen Franken gäbe es ein regionales Freizeit­bad, das neben der eigentlichen Bade­halle auch einen Fit­ness­bere­ich und ein Bad­bistro sowie weit­ere Ange­bote enthält. Die Experten zeigten auf, dass die erste Vari­ante zwar gün­stiger bei den Baukosten ist, dass die erweit­erte Anlage auf lange Sicht aber mehr Chan­cen hat, kos­ten­deck­end betrieben wer­den zu kön­nen.

Die kün­ftige Betrieb­s­form – pri­vat, öffentlich oder eine Misch­form – ist noch nicht klar. Auch die Finanzierung und der defin­i­tive Stan­dort sind noch offen. Die Arbeits­gruppe, in der die Syn­dics von Plaf­feien und Gif­fers, Schwarzsee Touris­mus und die Region Sense vertreten sind, macht weiter, bis die Träger­schaft klar ist. 

Gestern sind auch die Sensler Ammän­ner über das Pro­jekt informiert wor­den. Daniel Bürdel hofft, dass die Gemein­den das Pro­jekt mit­tra­gen: «Ein solches Pro­jekt ist nicht finanzier­bar für wenige Gemein­den, es muss eine breit abgestützte Lösung geben.» Fünf Unter­land-Gemein­den gehören bere­its zur Träger­schaft der Regio Badi Sense in Lau­pen. Gemäss Ober­amt­mann Man­fred Raemy muss noch abgek­lärt wer­den, ob der Kan­ton allen­falls weit­ere Beiträge für das Pro­jekt gibt. Möglich wäre, dass er – analog zu den Sub­ven­tio­nen für Schulin­fra­struk­turen – auch die Verbesserung der Schwimm­fähigkeiten der Sensler Schulkinder sub­ven­tion­iert.

Für die Arbeits­gruppe ist die Bekan­nt­gabe der Resul­tate aus der Studie auch ein wenig ein Pulsspüren in der Bevölkerung. Erste gute Reak­tio­nen aus der Bevölkerung seien ermuti­gend aus­ge­fal­len, sagte Chris­tian Luder, Vizepräsi­dent von Schwarzsee Touris­mus und Mit­glied der Arbeits­gruppe. Der Touris­mus sehe ein Bad auch als Möglichkeit, dem Bezirk neue Impulse zu geben.

Zahlen und Fak­ten

Es braucht rund 11 000 Quadrat­meter

Die Studie geht beim geplanten Bad von einem Einzugs­ge­biet von 34 000 Ein­wohn­ern aus, was einen Wasser­flächenbe­darf von 924 Quadrat­metern ergibt. Für ein Bad dieser Grösse braucht es gemäss Büro HK&T Kan­newis­cher in Cham etwa 11 000 Quadrat­meter Fläche, ohne Park­plätze. Plaf­feien hat gegenüber den anderen fünf geprüften Stan­dorten u.a. mehr Plus­punkte bezüglich zen­traler Lage und Nähe zum Fer­n­wärmenetz gesam­melt. Schwarzsee (evtl. mit Hotel) und Gif­fers (Stan­dort bei der heuti­gen Schweinemästerei) bleiben nach wie vor im Ren­nen.

Autor: Imelda Ruffieux

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Zeitungsartikel Schwimmbad Freiburger Nachrichten vom 3.09.2016

Kategorie : Schwimmbad

Das Sensler Schwimm-, Sport- und Badezen­trum erhält von der Neuen Region­alpoli­tik 44000 Franken. Damit kann die Arbeits­gruppe eine Studie in Auf­trag geben, die abklären soll, wo und in welcher Form ein Schwimm­bad sin­nvoll wäre.

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Schwimm­bäder sind Man­gel­ware im Sense­bezirk. Zudem fehlt es an Schlechtwet­terange­boten für Touris­ten. Darum ist die Arbeits­gruppe für ein Sensler Schwimm-, Sport- und Badezen­trum seit Anfang Jahr daran, ein Pro­jekt für ein Schwimm­bad im Sense­bezirk zu erar­beiten. «Das Pro­jekt hat eine erste Hürde genom­men», sagte Daniel Bürdel, CVP-Gross­rat und Vize-Syn­dic von Plaf­feien, gestern vor den Medien. Denn die Neue Region­alpoli­tik unter­stützt eine Stan­dort- und Mach­barkeitsstudie mit 44 000 Franken; das sind zwei Drit­tel des Gesamt­be­trags. Für die restlichen 22 000 Franken kom­men Touris­mus Schwarzsee-Sense­land, die Region Sense und die Gemein­den Plaf­feien und Gif­fers auf.

«Ein Bad kann ren­tieren»

Die bei­den Gemein­den sind mögliche Stan­dorte des Schwimm­bads. «Plaf­feien und Gif­fers sind interkom­mu­nale Zen­tren, daher bieten sie sich als Stan­dort an», sagte Bürdel. Auch Schwarzsee wäre möglich: «Schwarzsee ist ein touris­tis­cher Schw­er­punkt, zudem wurde dort das Zivil­dien­stzen­trum Cam­pus erstellt, und ein Sportzen­trum entsteht.» Ein Schwimm­bad wäre da ein gutes Zusatzange­bot, sagte Bürdel. «Damit kön­nten wir das Touris­mu­sange­bot attrak­tiver machen.» Die Arbeits­gruppe hat ver­schiedene Bäder in den Kan­to­nen Bern und Luzern besucht. Das wichtig­ste Fazit: «Ein Bad kann ren­tieren», wie Bürdel sagte. «Es braucht aber eine indi­vidu­ell an die Region angepasste Lösung.»

Das Inge­nieur­büro Kan­newis­cher aus Cham wird denn auch in der Studie die Bedürfnisse im Sense­bezirk ermit­teln. Dabei soll der Schwim­munter­richt in der Schule ebenso Platz haben wie die Bedürfnisse von Bevölkerung und Touris­ten. Zudem wird das Inge­nieur­büro Vorschläge für ein geeignetes Betrieb­smod­ell machen: Soll nur die öffentliche Hand das Schwimm­bad bauen, oder ist eine Part­ner­schaft mit pri­vaten Inve­storen anzus­treben? «Die Abklärun­gen wer­den zeigen, in welche Rich­tung die Reise geht», sagte Chris­tian Luder, Vizepräsi­dent von Touris­mus Schwarzsee-Sense­land. Die Ergeb­nisse wer­den in zwei bis vier Monaten vor­liegen.

Zum Pro­jekt
Kan­ton­s­gelder für Schwimm­bäder

Die Verord­nung über die Sub­ven­tion­ierung von Schwimm­bädern im Kan­ton Freiburg sieht vor, dass sich der Staat mit einere­in­ma­li­gen Investi­tio­nan deren Bau beteiligt; bei Schwimm­bädern von kan­tonaler Bedeu­tung mit­max­i­mal sechs Mil­lio­nen Franken. Ein solches Schwimm­bad muss über ein 25 Meter langes Haupt­becken, ein Lern­schwimm­becken, ein Plan­sch- sowie ein Sprung­becken ver­fü­gen. Die Arbeits­gruppe für das Sensler Schwimm-, Sport- und Badezen­trum hat vor, diese Sub­ven­tio­nen zu beantra­gen. Sie muss das Gesuch bis Ende 2025 ein­re­ichen.

Autor: Nicole Jegerlehner

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Zeitungsartikel Schwimmbad Freiburger Nachrichten vom 12.08.2016

Kategorie : Schwimmbad

Eine Arbeits­gruppe will den Bedarf für ein zusät­zliches Hal­len­bad im Sense­bezirk eruieren. Dafür braucht sie Unter­stützung. Geld der Neuen Region­alpoli­tik soll die Stan­dor­t­analyse und die Mach­barkeitsstudie finanzieren.

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Der Man­gel an Schwimm­bädern ist nicht nur in Gross­freiburg ein Thema, auch im Sense­bezirk ist der Bedarf an Badeein­rich­tun­gen grösser als das Ange­bot. Deshalb klärt eine siebenköp­fige Arbeits­gruppe rund um den Plaf­feier Gross- und Gemein­derat Daniel Bürdel (CVP) ab, unter welchen Voraus­set­zun­gen ein regionales Schwim­mzen­trum im Sense­bezirk erstellt wer­den kön­nte (die FN berichteten). Damit dies konkret wird, muss noch einiges gek­lärt wer­den. Die Frage nach dem Stan­dort beispiel­sweise, oder jene nach der Träger­schaft. Deshalb plant die Arbeits­gruppe, eine Stan­dor­t­analyse und eine Mach­barkeitsstudie in Auf­trag zu geben. Spezial­is­ten sol­len klären, wo der ide­ale Stan­dort ist, wie gross der Bedarf für ein zusät­zliches Schwimm­bad im Sense­bezirk über­haupt ist und wie das Pro­jekt real­isiert wer­den kön­nte.

Damit die Arbeits­gruppe diese Abklärungsstu­dien finanzieren kann, reicht sie diese Woche beim Kan­ton ein Gesuch um Unter­stützung durch die Neue Region­alpoli­tik ein, wie Daniel Bürdel, Präsi­dent der Arbeits­gruppe, auf Anfrage erk­lärt. Bis Ende August soll der Entscheid der Kom­mis­sion für Wirtschafts­förderungs­mass­nah­men vor­liegen. Fällt dieser pos­i­tiv aus und kann die Arbeits­gruppe auf die Sub­ven­tion­ierung der Stu­dien durch die Neue Region­alpoli­tik zäh­len, will sie die Stan­dor­t­analyse und die Mach­barkeitsstudie noch diesen Herbst in Auf­trag geben.

Auch Gif­fers analysieren

Das einzige zum Teil öffentliche Hal­len­bad im Sense­bezirk steht in Düdin­gen. Die Arbeits­gruppe zielt deshalb auf ein Becken im Senseober­land hin, will aber mit­tels Stan­dor­t­analyse erst klären, ob ein Bad im Ober­land auch Sinn macht. Als mögliche Stan­dorte schweben der Gruppe Plaf­feien, Schwarzsee oder Gif­fers vor. «Die Region Plaf­feien-Schwarzsee gilt als kan­tonales Touris­muszen­trum, Gif­fers als Region­alzen­trum, deshalb konzen­tri­eren wir uns primär auf diese Stan­dorte», erk­lärt Bürdel.

Seit einem hal­ben Jahr ist die Arbeits­gruppe nun mit der Pro­jek­tar­beit beschäftigt und in dieser Zeit bere­its acht Mal zusam­mengekom­men. «Die Gruppe ist breit abgestützt», sagt Daniel Bürdel. Mit dabei sind Otto Lötscher, Ammann der möglichen Stan­dort­ge­meinde Plaf­feien; Oth­mar Neuhaus, Ammann der möglichen Stan­dort­ge­meinde Gif­fers; Region­alsekretär Man­fred Raemy, der wie Daniel Bürdel Mit­glied der Touris­muskom­mis­sion Sense ist; Architekt Chris­tian Luder als Vertreter von Schwarzsee Touris­mus; Jean-Marc Aebis­cher vom kan­tonalen Amt für Sport sowie Ingo Schafer, Präsi­dent des Gewer­bev­ere­ins Gif­fers-Tentlin­gen.

Aber egal, wo das Schwimm­bad real­isiert würde, es müsste in erster Linie ein Bau sein, der von der ganzen Region unter­stützt würde, sagt Daniel Bürdel. «Es muss ein Sensler Pro­jekt sein und kann nicht nur von einer oder zwei Gemein­den getra­gen wer­den.»

Asbest­sanierung ver­längert die Bauar­beiten

Weil die 42 Jahre alten Kacheln des Schwimm­bads Wol­facker in Düdin­gen kaputt und die Fugen nicht mehr dicht waren, wird das Schwimm­becken saniert. Ein asbesthaltiger Kle­ber verzögert die Arbeiten um etwa einen Monat.

1974 ist das soge­nan­nte Lehrschwimm­bad beim Pri­marschul­haus Wol­facker in Düdin­gen gebaut wor­den. Während die Umk­lei­dek­abi­nen und die Duschräume 2008 erneuert wur­den, ist das 20 Meter lange Schwimm­becken seit dessen Bau nie einer Sanierung unter­zo­gen wor­den. Jetzt hatte sich diese aufge­drängt: «Die Kacheln waren kaputt und die Fugen nicht mehr dicht, deshalb hat die Beton- und damit die Tragkon­struk­tion des Beck­ens Schaden genom­men. Es tropfte hin­durch», erk­lärt Emmanuel Hof­stet­ter, Liegen­schaftsver­wal­ter der Gemeinde Düdin­gen. Vor Sanierungs­be­ginn Mitte Juni wur­den Proben der Schwimm­bad­hülle ent­nom­men, und es stellte sich her­aus, dass der Kle­ber auf den Keramik­plat­ten asbesthaltig war. «Wir mussten in der Folge eine fachgerechte Asbest­sanierung durch­führen, die sehr aufwendig war», erk­lärt der gel­ernte Gebäude­tech­nikplaner. Der Bauschutt wurde in 3500 Spezial­säcken von einer Spezial­firma entsorgt. Das hat zur Folge, dass das Bad länger geschlossen bleibt als geplant. Statt bis Mitte Sep­tem­ber werde die Sanierung nun max­i­mal bis zu den Herb­st­fe­rien dauern. Der genaue Öff­nung­ster­min wird den Betrof­fe­nen Ende August bekannt gegeben. «Wir wol­len jetzt nicht etwas übereilen und Baufehler machen, schliesslich soll das Bad wiederum 40 Jahre hal­ten», sagt Emmanuel Hof­stet­ter.

Das Hal­len­bad ist sehr beliebt und wird täglich von 8 bis 22 Uhr fast durchge­hend genutzt. «Wir kön­nten zwei Bäder führen, und diese wären immer noch voll aus­ge­lastet», so Hof­stet­ter. 2015 nutzten 51 700 Per­so­nen das Schwimm­bad. Davon stammten 26 460 von den öffentlichen Schu­len, 7605 von der Schwimm­schule, 7505 von der Volk­shochschule, 7430 waren Besucher, die während den öffentlichen Schwim­mzeiten kamen, und 2700 Per­so­nen stammten von Vere­inen.

Den Kredit in der Höhe von 380 000 Franken für die Beck­en­sanierung hatte die Gemein­de­v­er­samm­lung bere­its im April 2015 genehmigt. Die Asbest­sanierung verur­sache keine Zusatzkosten, so Hof­stet­ter. Wegen des Alters des Beck­ens seien solche Über­raschun­gen in den Kredit mit ein­berech­net wor­den. Auch der Lüf­tungsmonoblock von 1996 wurde aus­gewech­selt, da er reparat­u­ran­fäl­lig war und hohe Kosten verur­sachte. «So ein Schwimm­bad ist eine kosten- und arbeitsin­ten­sive, aber auch eine tech­nisch sehr inter­es­sante Instal­la­tion.»

Spätestens bis zu den Herb­st­fe­rien sind die Bauar­beiten im Hal­len­bad been­det.

Zahlen und Fak­ten: 35 Prozent der Aus­gaben sub­ven­tion­iert

Die Verord­nung über die Sub­ven­tion­ierung von Schwimm­bädern im Kan­ton Freiburg sieht vor, dass sich der Staat mit einer ein­ma­li­gen Investi­tion an deren Bau beteiligt. Der Beitrag beläuft sich auf 35Prozent der Aus­gaben und darf 15 Mil­lio­nen Franken nicht über­steigen, wenn es sich um ein Schwimm­bad von kan­ton­süber­greifender oder nationaler Bedeu­tung han­delt. Als Stan­dorte dafür ste­hen Vil­lars-sur-Glâne, Freiburg und Avry zur Debatte. Bei Schwimm­bädern von kan­tonaler Bedeu­tung darf der Max­i­mal­be­trag sechs Mil­lio­nen Franken nicht über­steigen. Ein solches Schwimm­bad braucht gemäss Verord­nung ein 25 Meter langes Haupt­becken, ein Lern­schwimm­becken, ein Plan­sch- sowie ein Sprung­becken. Die Eingabefrist für die Gesuchs­dossiers der Schwimm­bäder von kan­tonaler Bedeu­tung ist der 31. Dezem­ber 2025. Der Kan­ton Freiburg hat gemäss Benoît Gisler, Dien­stchef beim Amt für Sport, einen Bedarf an vier bis sechs neuen Schwimm­bädern von kan­tonaler Bedeu­tung.

Autor: Karin Aebis­cher

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Zeitungsartikel Schwimmbad Freiburger Nachrichten vom 15.02.2016

Kategorie : Schwimmbad

Der Kan­ton Freiburg hat einen Bedarf an vier bis sechs neuen 25-Meter-Schwimm­becken. Geht es nach dem Plaf­feier CVP-Poli­tiker Daniel Bürdel, wird eines davon in der Gemeinde Plaf­feien gebaut. Eine Arbeits­gruppe soll ein Konzept erstel­len und dann ein Gesuch ein­re­ichen.

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Das Thema Schwimm­bad wurde im Sense-Ober­land während Jahren in erster Linie mit den Plä­nen für ein Well­ness­bad in Schwarzsee in Verbindung gebracht. 2012 galt das Pro­jekt nach sieben­jährigem Hin und Her offiziell als gescheit­ert (siehe blauen Kas­ten). Doch bere­its damals war klar, dass diese Vision nicht für immer vom Tisch ist. Denn Schwarzsee muss für die Touris­ten nebst den Berg­bah­nen auch wet­terun­ab­hängige Ange­bote bereithalten–die laufende Win­ter­saison verdeut­licht dies ein­mal mehr.

Nun gibt es in Plaf­feien einen neuen Ansatz für den Bau eines Schwimm­bades. Wie der CVP-Gemeinde- und Gross­rat Daniel Bürdel Recherchen der FN bestätigt, möchte er beim Kan­ton ein Sub­ven­tion­s­ge­such für ein 25-Meter-Becken ein­re­ichen, das auf Boden der Gemeinde Plaf­feien zu ste­hen kom­men soll. «Ich bin daran, eine Arbeits­gruppe auf die Beine zu stel­len, die prüfen soll, ob und wo dies real­isier­bar ist und ob unsere Region das stem­men kön­nte», erk­lärt Bürdel auf Anfrage. Vier bis fünf Per­so­nen will er dafür vere­inen und min­destens einen Vertreter von Schwarzsee Touris­mus ins Boot holen. «Denn Plaf­feien alleine kön­nte dies nicht finanzieren», so Bürdel.

Die Chan­cen, dass ein Schwimm­bad im Sense-Ober­land Finanzhilfe vom Kan­ton erhält, ste­hen gar nicht so schlecht. Denn der Kan­ton Freiburg hat gemäss Benoît Gisler, Dien­stchef beim Amt für Sport, einen Bedarf an vier bis sechs neuen Schwimm­bädern von kan­tonaler Bedeu­tung. Das sind 25-Meter-Becken, die den Bedürfnis­sen der Schule, der lokalen Vere­ine und der Bevölkerung entsprechen müssen. Im Sense­bezirk fehle ein solches Ange­bot. Die Ein­wohn­erzahl sei im Ver­gle­ich zur beste­hen­den Infrastruktur–dem 20-Meter-Becken in Düdingen–ungenügend, so Gisler. Die neue Verord­nung über die Sub­ven­tion­ierung von Schwimm­bädern, die im Okto­ber 2015 in Kraft getreten ist, sieht vor, dass der Kan­ton für ein solches Schwimm­bad max­i­mal sechs Mil­lio­nen Franken in Form einer ein­ma­li­gen Investi­tion­shilfe spricht. Die direkt betrof­fene Gemeinde müsste sich mit einem min­destens gle­ich hohen Betrag beteili­gen.

In der Nähe der Schu­len

Wo genau das Schwimm­bad gebaut würde, ist noch nicht definiert. «Es sind noch viele Fra­gen offen. Wir müssen uns Zeit nehmen, alles richtig abzuk­lären», so Bürdel. Für die Schu­len sei ein Schwimm­bad ein Bedürfnis, sagt der Schul­präsi­dent. Der Bau müsste aus seiner Sicht in der Nähe der OS Plaf­feien zu ste­hen kom­men, um den Sub­ven­tions­be­din­gun­gen best­möglich entsprechen zu kön­nen. «Es gibt zwei bis drei Land­flächen, die geeignet wären.» Zudem sei der Stan­dort Plaf­feien in näch­ster Nähe zum Schwarzsee auch für die Touris­ten ein Plus. «Man kön­nte zusät­zlich einen Well­ness­bere­ich inte­gri­eren.» Aus der Sicht des Kan­tons ist dies real­is­tisch. «Alles ist möglich», sagt Gisler.

Der Gemein­derat von Plaf­feien habe den Bau eines Schwimm­bads in seine Touris­musstrate­gie für die näch­sten 15 Jahre aufgenom­men, sagt Ammann Otto Lötscher. Von daher befür­worte er per­sön­lich die Absicht Bürdels; im Gemein­derat sei das Pro­jekt aber noch nicht zur Sprache gekom­men. «Ein Bad muss opti­mal aus­genützt wer­den kön­nen. In der Gemeinde Plaf­feien kom­men die Schu­len, die Bevölkerung und der Touris­mus zusam­men, die alle das Bedürfnis nach einem Hal­len­bad haben», so Lötscher. Ob Plaf­feien oder Schwarzsee; beide Stan­dorte seien möglich. Wichtig sei, dass die Gemeinde auf regionale finanzielle Unter­stützung zäh­len könne.

Schwarzsee oder Plaf­feien?

«Das ist sicher eine gute Sache», kom­men­tiert Linus Hayoz, Präsi­dent von Schwarzsee Touris­mus, die Pläne von Daniel Bürdel. Die Gemeinde könne ein solches Pro­jekt nicht alleine stem­men, genauso wenig der Touris­musver­band. Deshalb brauche es diese Form der Finanzierung. «In Schwarzsee fehlen alter­na­tive Ange­bote zu den Berg­bah­nen wie ein Bad oder eine gedeckte Eis­bahn.» Ein Schwimm­bad könne aber auch in Plaf­feien gebaut wer­den, findet Hayoz. Er geht davon aus, dass die Touris­ten flex­i­bel genug wären, nach Plaf­feien zu fahren. «Wenn das Bad zu weit weg von den Schu­len gebaut würde, sähe ich weniger Chan­cen für Sub­ven­tio­nen.» Schwarzsee-Touris­mus-Direk­tor Adolf Kae­ser gibt zu ver­ste­hen, dass er den Stan­dort Schwarzsee aus touris­tis­cher Sicht bevorzu­gen würde. Ihm sei aber bewusst, dass Plaf­feien eine Zen­trums­funk­tion ein­nehme. «Die Finanzierung wird die Weichen stel­len.» So oder so wäre der Bau eines Schwimm­bades in Kae­sers Augen eine gute Sache. «In diesem Bere­ich haben wir ein grosses Manko im Sense-Ober­land.»

Das einzige öffentliche Well­nes­sange­bot in Schwarzsee existiert im Hotel Hostel­lerie am Schwarzsee. «Der Well­ness­bere­ich ist sehr gefragt; man merkt, dass die Leute vor allem bei schlechtem Wet­ter eine Alter­na­tive zum Win­ter­sport suchen», sagt Direk­tor Peter Rood­been. In Schwarzsee brauche es ein vernün­ftiges Schlechtwet­ter­pro­gramm, findet er, das könne aber genauso ein anderes Ange­bot wie eine Schaukäserei sein.

Baus­tart nicht vor 2020

Die Eingabefrist für die Gesuch­dossiers der Schwimm­bäder von kan­tonaler Bedeu­tung ist der 31. Dezem­ber 2025. Bisher seien noch keine Eingaben gemacht wor­den, sagt Benoît Gisler. Romont und Bulle seien jedoch kurz davor, ihre Dossiers einzure­ichen. Daniel Bürdel geht davon aus, dass der Bau eines Schwimm­bades im Sense-Ober­land früh­estens für 2020/21 real­is­tisch ist.

Sub­ven­tio­nen: 35 Prozent der Aus­gaben

Die Verord­nung über die Sub­ven­tion­ierung von Schwimm­bädern im Kan­ton Freiburg sieht vor, dass sich der Staat mit einer ein­ma­li­gen Investi­tion an deren Bau beteiligt. Der Beitrag beläuft sich auf 35 Prozent der Aus­gaben und darf 15 Mil­lio­nen Franken nicht über­steigen, wenn es sich um ein Schwimm­bad von kan­ton­süber­greifender oder nationaler Bedeu­tung han­delt. Für ein solches 50-Meter-Becken sind drei Stan­dorte im Gespräch: Beim Avry-Cen­tre, in Vil­lars-sur-Glâne und im St. Leon­hard in Freiburg (die FN berichteten).
Bei Schwimm­bädern von kan­tonaler Bedeu­tung darf der Max­i­mal­be­trag sechs Mil­lio­nen Franken nicht über­steigen. Ein solches Schwimm­bad braucht gemäss Verord­nung ein 25 Meter langes Haupt­becken, ein Lern­schwimm­becken, ein Plan­sch- sowie ein Sprung­becken.

Rück­blick

Zwei Stan­dorte und zwei Pro­jek­t­träger

2005 wurde das Pro­jekt eines Ther­mal­bades in Rohr in Schwarzsee pub­lik. Nachdem die Frist für die Aktien­ze­ich­nung des 10-Mil­lio­nen-Baus zweimal ver­längert wor­den war und dann Erfolg hatte, änderte das Gesetz, und die Sub­ven­tio­nen waren infrage gestellt. Das Ini­tia­tivkomi­tee dieses Pro­jek­tes zahlte das bisher ein­bezahlte Aktienkap­i­tal zurück.2008präsentierte über­raschend eine neue Träger­schaft, die Neuter AG, ein Pro­jekt neben dem Hotel Hostel­lerie. Doch ausser dem Land­kauf wurde das Pro­jekt nie konkret und ver­lief im Sand.

Autor: Karin Aebis­cher

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