Bewährtes Instrument hilft in der Corona-Krise — FN vom 28.05.2020

Thema: Grossrat

Für wirtschaftliche Pro­jek­te in den ländlichen Regio­nen des Kan­tons Freiburg ste­hen bis 2023 neu 18,7 Mil­lio­nen Franken zur Ver­fü­gung. Der Grosse Rat stimmte dem kan­tonalen Anteil für die vierte Tranche der Neuen Region­alpoli­tik ein­stim­mig zu.

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Freiburg­er Pro­jek­ten ste­hen im Rah­men der Neuen Region­alpoli­tik (NRP) für die näch­sten vier Jahre 18,7 Mil­lio­nen Franken zur Ver­fü­gung: 11 Mil­lio­nen Franken vom Kan­ton – davon 7,4 Mil­lio­nen als A‑fonds-per­du-Beiträge und 3,6 Mil­lio­nen als Dar­lehen – sowie 7,7 Mil­lio­nen Franken vom Bund.Unterstützt wer­den Vorhaben in den Bere­ichen Indus­trie und Touris­mus. Neben Land- und Randge­mein­den wer­den neu auch Bergge­mein­den berück­sichtigt. Der Grosse Rat hat gestern den kan­tonalen Beitrag für diese vierte Tranche der NRP mit 95  gegen null Stim­men ge­nehmigt.

Volk­swirtschafts­di­rek­tor Olivi­er Cur­ty (CVP) beze­ich­net das Pro­gramm, das sich über die Jahre 2020 bis 2023 erstreckt, als «wichti­gen Pfeil­er für die Wieder­ankurbelung der kan­tonalen Wirtschaft». Die NRP sei nicht das einzige In­strument zu diesem Zweck. So wür­den touris­tis­che Pro­jek­te beispiel­sweise zusät­zlich durch den Touris­mus­förderungs­fonds unter­stützt.

Beim Pro­gramm zur Stärkung der Wet­tbe­werb­s­fähigkeit der Regio­nen ergänzen sich eid­genös­sis­che und kan­tonale Beiträge: Ein Kan­ton muss min­destens den gle­ichen Betrag wie der Bund sprechen. Im Falle des Kan­tons Freiburg mul­ti­pliziert dieser seinen Anteil gar mit dem Fak­tor 1,3. Armand Jaquier (SP, Romont) hielt in der gestri­gen Debat­te fest, dass Freiburg bei der let­zten Tranche noch den Fak­tor  1,35 bezahlt hat­te und auch der Bun­des­beitrag höher war. Cur­ty ver­sicherte aber, dass sich der Staat­srat flex­i­bel und prag­ma­tisch zeigen werde, wenn die zu unter­stützen­den Pro­jek­te einen höheren Betrag nötig machen wür­den. Der Rück­gang im Bud­get bet­rifft vor allem die rück­zahlbaren Dar­lehen; in der Peri­ode 2016 bis 2019 bezog von 63 Pro­jek­ten aber nur eines ein Dar­lehen.

Wie der Volkswirtschafts­direktor aus­führte, richtet sich die kan­tonale Strate­gie der NRP an drei Haup­tach­sen aus: Lebens­mit­tel­bere­ich und Biowirtschaft, dig­i­tale Ver­ankerung sowie Smart Ter­ri­to­ry.

Gross­rätin Nadine Gob­et (FDP, Bulle) ist überzeugt, dass der NRP-Beitrag einen pos­i­tiv­en Ein­fluss auf die Wirtschaft hat. Freiburg habe das Pro­gramm bish­er schon opti­mal aus­genutzt, und die Aus­rich­tung auf den dig­i­tal­en Wan­del stelle eine ziel­gerichtete Investi­tion dar.

Daniel Bürdel (CVP, Plaf­feien) wies darauf hin, dass das Bud­get für die vierte Tranche der Freiburg­er NRP noch vor Aus­bruch der Coro­na-Krise erstellt wor­den war. Er sprach sich deshalb für eine Erhöhung aus und nahm entsprechend befriedigt Cur­tys Aus­sage zur Ken­nt­nis, dass dies bei Bedarf möglich sei. Der Plaf­feier zeigte sich auch zufrieden, dass nun 600 000 Franken für Pro­jek­te in Bergge­mein­den zur Ver­fü­gung ste­hen. Bürdel regte an, für Pro­jek­te noch stärk­er mit Freiburg­er Hochschulen zusam­men­zuar­beit­en.

Für Cédric Péclard (La Broye c’est vous, Aumont) ist es erfreulich, dass die NRP auch die Unter­stützung von Pro­jek­ten über Kan­ton­s­gren­zen hin­weg ermöglicht. Armand Jaquier kri­tisierte aber, in der Ver­gan­gen­heit hät­ten gewisse Fir­men Unter­stützung erhal­ten und dann Stellen in andere Regio­nen delokalisiert.

Autor: Urs Haen­ni

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Noch sind die Hürden für viele zu hoch — FN vom 12.05.2020

Thema: Grossrat

Seit gestern dür­fen grund­sät­zlich alle Leis­tungs- und Freizeit­sportler in der Schweiz wieder trainieren, wenn sie strik­te Hygien­eregeln ein­hal­ten. Ger­ade für Clubs im Bre­it­en­sport sind die Vor­gaben aber nur teil­weise prak­tik­a­bel. Die FN haben bei Vere­inen nachge­fragt.

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Gestern kam ein Stück Nor­mal­ität zurück in den Schweiz­er All­t­ag. So durften beispiel­sweise Restau­rants, Geschäfte, Schulen und Museen unter kon­se­quenter Ein­hal­tung von Schutzkonzepten und den bekan­nten Hygiene- und Ver­hal­tensregeln im Kampf gegen das Coro­n­avirus wieder öff­nen. Auch im Bre­it­en­sport kon­nten gestern die Train­ings in allen Sportarten wieder aufgenom­men wer­den. Dabei gel­ten allerd­ings fol­gende Ein­schränkun­gen: Die Sportak­tiv­ität darf nur in Kle­in­grup­pen mit max­i­mal fünf Per­so­n­en, ohne Kör­perkon­takt und unter Ein­hal­tung der Hygiene- und Dis­tanzregeln erfol­gen. Zudem musste jed­er Sportver­band ein detail­liertes Schutzkonzept vor­legen, das aufzeigt, wie die Sportart aus­geübt wer­den kann, so dass die Gefahr ein­er Ansteck­ung möglichst ger­ing ist.

Für viele Clubs sind die Hy­gie­nevorschriften aber zu streng, sprich die Hür­den der Lockerung zu gross, um den Train­ings­be­trieb wieder aufnehmen zu kön­nen. Oder aber die Hallen sind ganz ein­fach weit­er­hin geschlossen. Die FN haben bei eini­gen Sportvere­inen nachge­fragt, wie sie denn – falls über­haupt – wieder ins Train­ing ein­steigen.

FC Plaf­feien bleibt vor­sichtig

Zurück­hal­tend gibt sich Andreas Schrag, Präsi­dent des FC  Plaf­feien. Wie die meis­ten Region­alvere­ine im Fuss­ball ist ein geregel­ter Train­ings­be­trieb mit den strik­ten Aufla­gen nicht umset­zbar. So sieht das vom Schweiz­er Fuss­bal­lver­band erar­beit­ete Schutzkonzept etwa vor, dass das benutzte Train­ings­ma­te­r­i­al (mobile Tore, Hütchen usw.) nach jed­er Benutzung desin­fiziert wer­den muss und die Bälle nicht in die Hand genom­men, son­dern nur mit dem Fuss gespielt wer­den sollen. «Stand heute ziehen wir die Pause deshalb für unsere Junioren- und Frauenteams bis zum Som­mer durch.» Etwas anders gestal­tet sich die Sit­u­a­tion für das Fan­ion­team, das in der 2. Liga spielt. «Die Spiel­er bren­nen da­rauf, dass es wieder los­ge­ht. Wir pro­bieren, was mit den Aufla­gen möglich ist», sagt Schrag. Man habe in Plaf­feien das Glück, zwei Ter­rains zur Ver­fü­gung zu haben, und komme sich so nicht allzu sehr ins Gehege. «Das Train­ing am Ball bleibt aber schwierig – und ste­ht darum auch nicht im Vorder­grund.» Zudem sei die Teil­nahme für die Spiel­er frei­willig, die Gesund­heit ste­he nach wie vor im Vorder­grund.

Floor­ball Freiburg vor geschlosse­nen Hallen

Vorder­hand weit­er nicht trainiert wird bei Floor­ball Freiburg, ganz ein­fach deshalb, weil keine Infra­struk­turen zur Ver­fü­gung ste­hen. «Obwohl wir mit dem Train­ing starten kön­nten, ist die Real­ität eine andere. Im Moment sieht es danach aus, als ob die Turn­hallen in der Stadt früh­estens am 8.  Juni wieder geöffnet wer­den», hält David Krien­bühl fest. Der Club-Präsi­dent erwartet dies­bezüglich bald Neuigkeit­en. So oder so wür­den die Ein­schränkun­gen den Club aber weniger tre­f­fen als andere Sportarten. «Im Gegen­satz zum Fuss­ball wäre bei uns sowieso noch Pause. Der Kick­off für das physis­che Train­ing ist auf den 18. Mai ange­set­zt. Für uns kam die Pan­demie deshalb fast zum besten Zeit­punkt.» Mehr als das Passspiel und die Schüsse zu trainieren, wäre in den vorgeschriebe­nen Kle­in­grup­pen und ohne Kör­perkon­takt eh nicht möglich. Insofern wartet man beim Freiburg­er NLB-Vere­in ab.

TV Murten Vol­ley muss warten

Noch etwas in Geduld üben müssen sich auch die Vol­ley­bal­lerin­nen und Vol­ley­baller vom TV Murten. «Die Gemeinde hat ihr Okay noch nicht gegeben, und die Turn­hallen sind weit­er geschlossen», sagt TK-Chef Tris­tan Wieland. Er hofft aber, dass sich das bis in zwei Wochen geregelt hat. Sobald die Hallen offen seien (geschlossen blieben weit­er die Garder­oben), wür­den die 1.-Liga-Teams und ein Teil vom Nach­wuchs wieder trainieren, «natür­lich unter Ein­hal­tung der Schutz­mass­nah­men. Beim Vol­ley­ball find­et kein Kör­perkon­takt statt, weshalb doch einiges möglich ist.» Vor­gaben wie etwa die Reini­gung der Bälle nach jedem Train­ing seien umset­zbar.

Startschuss für Leich­tath­leten

Bere­its heute Dien­stag offiziell ges­tartet mit dem Train­ing wird bei den Leich­tath­leten vom TSV Düdin­gen. «Die Anlage im Leimack­er kann benutzt wer­den», erk­lärt Abteilungsleit­er Kurt Kol­ly. «Wir begin­nen mit den tech­nis­chen Diszi­plinen. Die Lauf­grup­pen trainieren noch ausser­halb der Bahn.» Es werde in mehreren Schicht­en trainiert – mit je vier Ath­leten und einem Train­er. «Das Schutzkonzept von Swiss Ath­let­ics ist mit der Gemeinde Düdin­gen abge­sprochen. Es braucht aber ein Umdenken. Wir Train­er etwa dür­fen den Ath­leten nicht zu nahe kom­men, um sie zu kor­rigieren.»

Der TC Plas­selb trainiert

Als pos­i­tiv beze­ich­net Daniel Bürdel, Präsi­dent des Ten­nis-Clubs Plas­selb, die Lockerun­gen. «Wir sind froh, kann es wieder weit­erge­hen.» Seit gestern sind die Junioren wieder im Train­ing. Max­i­mal fünf Per­so­n­en sind pro Platz erlaubt. «Die Vorschriften einzuhal­ten, ist kein Prob­lem, wir kön­nen im ähn­lichen Rah­men wie vorher trainieren.» Die Plätze in Plas­selb sind sowohl für Club-Mit­glieder als auch für Gäste offen. «Jed­er ist willkom­men. Wir müssen einzig wis­sen, wer auf dem Platz ste­ht.» Geplant ist zudem, dass der Club seine Turniere trotz Coro­na in leicht abgeän­dert­er Form durch­führt.

Autor: Frank Stet­tler

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Das Potenzial wird nicht ausgeschöpft — FN vom 27.02.2020

Thema: Grossrat

Der Cam­pus Schwarzsee hat let­ztes Jahr 57 839 Über­nach­tun­gen reg­istri­ert, davon 8806 im Sport- und Freizeitzen­trum. Zu wenig, find­et Gross­rat Daniel Bürdel. Er bemän­gelt die Ver­mark­tung und die immer noch fehlende Betrieb­sstruk­tur.

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«Der Cam­pus Schwarzsee, ins­beson­dere das kan­tonale Sport- und Freizeitzen­trum, ist für den Staat­srat ein Pro­jekt, das ihm sehr am Herzen liegt.» Dies antwortet der Freiburg­er Staat­srat ein­lei­t­end auf eine Anfrage von Gross­rat Daniel Bürdel (CVP, Plaf­feien). Dieser hat­te der Kan­ton­sregierung eine ganze Rei­he von Fra­gen zum Betrieb und zur Zukun­ft der ehe­ma­li­gen Mil­itärkaserne im hin­teren Teil des Schwarzsee-Tals gestellt.

Hal­len­pro­jekt kommt im April

Der Staat­srat bekräftigt klar den Willen, den Schw­er­punkt des Sport- und Freizeitzen­trums auf dem Cam­pus auf Aktiv­itäten mit Jugendlichen zu set­zen. Das heutige Ange­bot an Cam­pus-Ein­rich­tun­gen werde aber nicht allen Anforderun­gen der Grup­pen vol­lum­fänglich gerecht. Deshalb sei es ihm ein Anliegen, die geplante Dreifach­turn­halle so rasch als möglich zu bauen.

Der Grosse Rat hat­te für die Halle einen Kred­it von 7,7 Mil­lio­nen Franken gesprochen. Ursprünglich war geplant, dass die Halle bere­its Ende 2019 ste­ht. Die Pla­nung verzögerte sich aber unter anderem deshalb, weil sich Staat und Gemeinde Plaf­feien nicht einig waren über den besten Stan­dort der neuen Halle. Jet­zt gibt der Kan­ton den neuen Fahrplan durch: «Die Jury dürfte ihren Entscheid voraus­sichtlich bis Anfang April dieses Jahres bekan­nt geben», heisst es in der Antwort. Er stellt in Aus­sicht, dass die Halle bis ­Ende 2022 ste­hen kön­nte.

Betrieb­sstruk­tur noch unklar

Eng mit diesem Pro­jekt ver­bun­den sei die Schaf­fung der Betrieb­s­ge­sellschaft, heisst es in der Antwort weit­er. Daniel Bürdel hat­te wis­sen wollen, wann die schon lange angekündigte und vom Grossen Rat geforderte Struk­tur denn nun umge­set­zt werde. Das The­ma sei mit dem Vor­stand der ­Gruppe für Sport und Freizeit des Grossen Rats disku­tiert wor­den und werde weit­er erörtert, schreibt der Staat­srat. «Diese Arbeit­en kön­nen voraus­sichtlich im Herb­st präsen­tiert wer­den.»

Das geht Daniel Bürdel zu wenig schnell. «Warum zuwarten?», fragt er. Er sehe keinen direk­ten Zusam­men­hang zwis­chen der geplanten Halle und der fehlen­den Betrieb­sstruk­tur. Es brauche diese Gesellschaft so rasch als möglich, um den Auf­bau des Sport- und Freizeitzen­trums weit­er voranzutreiben und die Ver­mark­tung der 700 Cam­pus-Bet­ten in Gang zu brin­gen.

Poten­zial nicht aus­geschöpft

Der CVP-Gross­rat und Gemein­der­at von Plaf­feien ist überzeugt, dass damit auch die heutige Aus­las­tung des Cam­pus, vor allem des Sport- und Freizeitzen­trums, verbessert werde. Nach­fra­gen der FN beim Kan­ton haben ergeben, dass im Cam­pus let­ztes Jahr 57 839 Über­nach­tun­gen regis­triert wor­den sind, allein 49 000 davon durch die rund 12 000 Zivil­dien­stleis­ten­den, die sich unter der Woche dort aufhal­ten. Das Sport- und Freizeitzen­trum hat 8806 Über­nach­tun­gen gener­iert. Gegenüber 2017 sind dies 4214 Über­nach­tun­gen mehr. «Da ist aber noch ein riesiges Poten­zial vorhan­den, das nicht aus­geschöpft wird», sagt Daniel Bürdel. Allein an der fehlen­den Halle könne es nicht liegen, dass das Sport- und Freizeitzen­trum heute nicht genü­gend aus­ge­lastet sei. Beim Cam­pus selb­st und in der näheren Umge­bung stün­den viele andere Freizeit- und Sportan­la­gen zur Ver­fü­gung.

Gemäss der Antwort des Staat­srats wird das Sport- und Freizeitzen­trum unter anderen von Schulen, Teil­nehmern von Jugend-und-Sport-Kursen und ‑lagern sowie Sportvere­inen genutzt. Es waren 2019 rund 70 Grup­pen. Das Jahres­bud­get des Cam­pus beträgt gemäss Kan­ton 5,7 Mil­lio­nen Franken. Davon sind 2,5 Mil­lio­nen Franken für Abschrei­bun­gen auf den Gebäu­den vorge­se­hen. Der Ertrag beläuft sich auf 4,7 Mil­lio­nen Franken. Momen­tan macht der Cam­pus also ein Defiz­it von etwa ein­er Mil­lion Franken.

Wie der Staat­srat schreibt, arbeit­et der Cam­pus eng mit Betrieben der Region zusam­men, so für die Wäscherei, die Reini­gung und Arbeit­en an den Gebäu­den. Aber auch mit den touris­tis­chen Part­nern der Region. Der Kan­ton set­ze sich für die Weit­er­en­twick­lung der Ange­bote ein, indem er zum Beispiel die Kun­steis­bahn via Loterie Romande mit einem Betrag unter­stützt habe.

PARKPLÄTZE
Bewirtschaf­tung wird neu geregelt

Plaf­feien als Stan­dort­ge­meinde und der Kan­ton Freiburg als Besitzer des Cam­pus ver­han­deln über eine neue Vere­in­barung für die Bewirtschaf­tung der Park­plätze beim Cam­pus. Das Amt für Sport hat­te den Ver­trag auf Ende 2019 gekündigt, weil es mit den bish­eri­gen Rah­menbe­din­gun­gen nicht mehr ein­ver­standen war. Unter anderem hat­te der Kan­ton bemän­gelt, dass die Gemeinde dem Staat bis dahin keine Parkge­bühren rück­vergütet hat­te. Dies bestätigte Daniel Bürdel, Gemein­der­at von Plaf­feien. Dafür habe die Gemeinde aber sämtliche Kosten für Instand­stel­lung und Unter­halt über­nom­men und dabei auch grössere Investi­tio­nen getätigt, erk­lärte er.

Der CVP-Gross­rat und Gemein­der­at von Plaf­feien hat­te in sein­er Anfrage wis­sen wollen, ob der Staat­srat ein eigenes Bewirtschaf­tungssys­tem ein­führen wolle. Dies verneint die Kan­ton­sregierung in ihrer Antwort. Die bish­erige Vere­in­barung sei jedoch für die derzeit­ige Nutzung des Cam­pus nicht mehr geeignet, da das Gelände stärk­er genutzt werde. So müsse etwa die Schneeräu­mung früher erfol­gen.

Andere Aus­gangslage

Der Plaf­feier Gemein­der­at Daniel Bürdel bestätigt, dass die frühere Vere­in­barung noch aus ein­er Zeit stammt, als der Cam­pus vom Mil­itär genutzt wurde. Die Gespräche zwis­chen Gemeinde und Kan­ton seien am Laufen. Ziel sei, auch mit dem Cam­pus-Besitzer eine gang­bare Lösung zu find­en und eine Vere­in­barung abzuschliessen, wie die Gemeinde dies bere­its mit allen anderen Grundbe­sitzern getan hat, ­deren Park­plätze sie bewirtschaftet.

Autor: Imel­da Ruffieux

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Fragen und Vorschläge zum künftigen HFRFN vom 26.02.2020

Thema: Grossrat

Zwei Gross­räte fordern möglichst bald Klarheit über die kün­fti­gen Auf­gaben der HFR-Stan­dorte. Auch möcht­en sie mehr Autonomie für das Per­son­al­we­sen.

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Im Novem­ber hat der Ver­wal­tungsrat des Freiburg­er Spi­tals (HFR) seine Vision 2030 dargelegt: Sie basiert auf mehreren Gesund­heit­szen­tren in den Regio­nen und einem Spi­talzen­trum bei Freiburg. Wichtige Fra­gen etwa bezüglich der Auf­gaben der Stan­dorte sollen diesen Früh­ling beant­wortet wer­den.

Diese Ungewis­sheit greift eine Anfrage der Gross­räte Daniel Bürdel (CVP, Plaf­feien) und Rudolf Von­lan­then (FDP, Gif­fers) auf. Sie wollen vom Staat­srat wis­sen, welchen Leis­tungsauf­trag er dem HFR defin­i­tiv erteilen werde. Dazu gehört auch die Frage, ob sich das HFR auf eine gute Grund­ver­sorgung konzen­tri­eren und die Spitzen­medi­zin den Spitälern Chuv und Insel über­lassen wolle. Aus region­alpoli­tis­ch­er Sicht sei es wichtig, dass möglichst rasch Klarheit über die Spi­tal­stan­dorte geschaf­fen werde. Ins­beson­dere wollen sie Infor­ma­tio­nen über den kün­fti­gen Auf­trag des Spi­tals Tafers.

Ein Bericht des Staat­srats als Antwort auf diverse Vorstösse aus dem Grossen Rat sowie die neu einge­set­zte Spi­talführung stim­men die bei­den Gross­räte zuver­sichtlich, dass das HFR mit ein­er Strate­giean­pas­sung den Weg in eine bessere Zukun­ft finde, schreiben sie.

In ihrer Anfrage fordern Bürdel und Von­lan­then aber eine grössere Autonomie im Bere­ich des Per­son­al­we­sens. Sie wollen, dass für das HFR im Per­son­alge­setz des Kan­tons ein eigenes Regle­ment oder zumin­d­est ein eigenes Kapi­tel geschaf­fen wird. Auch müsse das HFR kün­ftig eine eigene Betrieb­s­buch­hal­tung führen.

Autor: Urs Haen­ni

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OS-Schüler erhalten keine Tablets — FN vom 22.02.2020

Thema: Grossrat

«Ja, aber massvoll»: So fasst der Freiburg­er Staat­srat seine Strate­gie zur Dig­i­tal­isierung der Ori­en­tierungss­chulen zusam­men. Als «pas­sive Antwort» und «Hin­hal­te­tak­tik» beze­ich­nen zwei Sensler Gross­räte diese Sicht. Sie fordern ein rascheres Vorge­hen.

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Der Staat­srat will nicht alle Schü­lerin­nen und Schüler der Ori­en­tierungss­chulen (OS) mit einem eige­nen Com­put­er oder einem eige­nen Tablet ausstat­ten. Das schreibt die Freiburg­er Kan­ton­sregierung in ihrer Antwort auf eine Motion der bei­den Gross­räte Urs Per­ler (CSP, Schmit­ten) und Daniel Bürdel (CVP, Plaf­feien).

Die «1 to 1»-Strategie – also ein Gerät pro Schü­lerin und Schüler – sei «ganz all­ge­mein betra­chtet nicht unbe­d­ingt das beste Konzept für die Inte­gra­tion von Medi­en und Infor­matik in der oblig­a­torischen Schule», heisst es in der staat­srätlichen Antwort. Es sei auch nicht ersichtlich, warum die Jugendlichen der OS ein Gerät erhiel­ten, die Kinder auf der Unter­stufe aber nicht, da ja bere­its in den Klassen 7H und 8H Medi­en- und Infor­matikun­ter­richt erteilt werde.

Erst muss ein Konzept her

Staat­srat Jean-Pierre Siggen (CVP) sagte es den FN so: «Bevor wir das Mate­r­i­al anschaf­fen, müssen wir ein päd­a­gogis­ches Konzept erar­beit­en.» Das kön­nte allerd­ings noch eine Weile dauern. Die Deutschschweiz­er Kan­tone haben ihren Lehrplan 21 auf das laufende Schul­jahr einge­führt – und damit auch das Fach Medi­en und Infor­matik. Die Westschweiz­er Kan­tone hinge­gen kön­nen ihren neuen gemein­samen Lehrplan früh­estens auf das Schul­jahr 2023/24 imple­men­tieren. «Ohne kan­tonales päd­a­gogis­ches Konzept sind auch die Bedürfnisse und Ziele nicht klar fest­gelegt», schreibt der Staat­srat. Siggen betont auch, dass zuerst die Lehrerin­nen und Lehrer geschult wer­den müssten, bevor IT-Geräte für alle Schü­lerin­nen und Schüler einge­führt wer­den kön­nten.

Die bei­den Gross­räte Per­ler und Bürdel zeigen sich ent­täuscht über die Antwort. «Sie ist pas­siv», sagt Bürdel: «Die Antwort nen­nt vor allem Prob­leme und zeigt keine Lösun­gen auf.» Und Per­ler erken­nt in der Antwort «eine Hin­hal­te­tak­tik». Auch ihm fehlt «das Weit­er­führende»

Zu langsam

Für Bürdel ist klar, dass die oblig­a­torische Schule die Jugendlichen auf die Beruf­swelt vor­bere­it­en muss. «Darum muss auch der Unter­richt dig­i­taler wer­den.» Auch wenn der Staat­srat dies nicht im Prinzip abstre­ite, gehe es ihm nicht schnell genug voran.

Per­ler ärg­ert, dass der Staat­srat oft von der Dig­i­tal­isierung spricht. «Wird es dann konkret, dann scheut er sich, das dafür nötige Geld in die Fin­ger zu nehmen.»

MITTELSCHULE
Ab Som­mer mit eigen­em Com­put­er zur Schule

Bring your own device – bring dein eigenes Gerät mit: Nach dieser Devise sollen ab kom­men­dem Som­mer die Freiburg­er Mit­telschulen funk­tion­ieren. An den Gym­nasien, der Han­delsmit­telschule und der Fach­mit­telschule müssen alle neuen Schü­lerin­nen und Schüler ihren eige­nen Com­put­er mit­brin­gen. Die Lehrerin­nen und Lehrer entschei­den dann sel­ber, ob und wie sie die Geräte in ihren Unter­richt ein­bauen: ob die Jugendlichen sich direkt auf dem Lap­top Noti­zen machen dür­fen, ob sie gar die Unter­la­gen für den Kurs via E‑Mail erhal­ten – oder ob es keine Geräte im Schulz­im­mer geben soll. «Die Pilot­pro­jek­te an der Han­delsmit­telschule und am Kol­legium Gam­bach ver­laufen sehr zufrieden­stel­lend, wir haben keine Prob­leme», sagt Staat­srat Jean-Pierre Siggen (CVP) den FN.


Mora­to­ri­um gefordert

Das sehen nicht alle so. Lehrkräfte und Eltern sor­gen sich, und auch Umweltbe­denken kom­men auf. So ver­langt die Bewe­gung des Freiburg­er Kli­mas­treiks in ein­er Volksmo­tion ein Mora­to­ri­um, Eltern haben eine Peti­tion lanciert, und es gab einen offe­nen Brief von Lehrper­so­n­en. Inter­essierte haben mehrere Denkgrup­pen gebildet. Gestern kri­tisierten die Grup­pen Jean-Pierre Siggen in ein­er Mit­teilung: Er wolle nicht öffentlich über das Pro­jekt «Bring your own device» disku­tieren und ver­weigere den Dia­log. Sie forderten ihn zu öffentlichen Gesprächen auf – und zu einem Mora­to­ri­um: Vorder­hand solle «Bring your own device» im Kan­ton Freiburg nicht einge­führt wer­den.

SENSLER OS-SCHULEN
Es geht auch um die Finanzierung

Wenn disku­tiert wird, ob die Schulen mit trag­baren Com­put­ern und Tablets aus­ges­tat­tet wer­den sollen, geht es immer auch um die Frage, wer das alles bezahlen wird. Die bei­den Sensler Gross­räte Urs Per­ler (CSP, Schmit­ten) und Daniel Bürdel (CVP, Plaf­feien) haben in ihrer Motion (siehe Haupt­text) denn auch klar gefordert, dass kün­ftig der Kan­ton die Tablets bezahlen soll. Heute sind die Gemein­den dafür zuständig. «Das Tablet wird zum Lehrmit­tel wie ein Buch», sagt Bürdel. «Wenn jede Gemeinde sel­ber entschei­det, ob sie Tablets zur Ver­fü­gung stellt, haben kan­ton­sweit nicht mehr alle Jugendlichen die gle­ichen Voraus­set­zun­gen.»

Der Staat­srat hat in sein­er Antwort auf die Motion berech­net, was die Ein­führung eines Geräts pro Schü­lerin und Schüler kosten würde: 16 Mil­lio­nen Franken für den Kan­ton und 2,6 Mil­lio­nen Franken für die Gemein­den. Denn diese müssten für das Infor­matiknetz und den Strom aufkom­men. Der Staat­srat geht davon aus, dass zudem zu Beginn sechs Vol­lzeit­stellen geschaf­fen wer­den müssten, damit eine pro­fes­sionelle Begleitung des Pro­jek­ts möglich wäre.

Sel­ber in die Tasche greift schon ein­mal der Gemein­de­ver­band OS Sense: Die Gemein­den haben beschlossen, an den Ori­en­tierungss­chulen mit der Strate­gie «1 to 1» zu fahren – also alle Schü­lerin­nen und Schüler mit einem eige­nen Gerät auszus­tat­ten. «An diesem Pilot­pro­jekt hal­ten wir nach wie vor fest», sagt Christa Bür­gy, Präsi­dentin des OS-Ver­bands Sense und Gemein­derätin in Wün­newil-Fla­matt. «Es ist zukun­fts­gerichtet und wichtig für unsere Schü­lerin­nen und Schüler.» Über die Antwort des Staat­srats zeigt sie sich ent­täuscht.

Autor: Nicole Jegerlehn­er

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Gratisbus als Pilotprojekt in Schwarzsee — FN vom 21.02.2020

Thema: Gemeinderat

Bus­fahren ohne Bil­lett: Das ist ab mor­gen an Woch­enen­den und in Schulfe­rien inner­halb des Schwarzsee­tals möglich. Ein Jahr lang läuft das Pilot­pro­jekt eines kosten­losen Orts­busses. Sind die Erfahrun­gen pos­i­tiv, schliesst die Gemeinde eine Erweiterung nicht aus.

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Mor­gen Sam­stag gibt es für die Benutzung des öffentlich­es Verkehrs im Schwarzsee­tal ein neues Ange­bot: Inner­halb der Zone 19, die bei der Buntschena (Bushalte­station nach Zoll­haus) begin­nt und bis zum Cam­pus Schwarzsee reicht, ist die Fahrt mit dem TPF-Bus kosten­los. Dies gilt für alle Sam­stage und Son­ntage sowie für die Tage, in denen die Freiburg­er Schulkinder Ferien haben, also zum Beispiel kom­mende Woche.

Die TPF-Lin­ie 123 übern­immt damit in dieser Zeit die Rolle eines Orts­busses. Die Gratis­zone ist für Besuch­er gedacht, die sich inner­halb dieser Zone 19 bewe­gen. Wer also beispiel­sweise von Freiburg her mit dem Bus nach Schwarzsee fährt, braucht wie bish­er ein Bus­bil­lett; das gilt auch für jene Pas­sagiere, welche die Zone  19 ver­lassen (siehe Kas­ten).

Sich freier bewe­gen

Die Ini­tia­tive für dieses Zusatzange­bot kommt vom Gemein­der­at Plaf­feien. Er ver­folge damit mehrere Ziele, wie Gemein­der­at Daniel Bürdel (CVP) den FN erk­lärte. «Wir woll­ten zum einen für die Gäste und die Ein­heimis­chen ein besseres Ange­bot im Bere­ich öffentlich­er Verkehr schaf­fen.» Der Besuch­er soll dazu ani­miert wer­den, das Auto ste­hen zu lassen, und es soll ihm die Möglichkeit gegeben wer­den, sich inner­halb der Zone freier bewe­gen zu kön­nen.

Wenn also zum Beispiel ein Tourist mehrere Tage in der Hostel­lerie absteigt, kann er seine Aus­flüge, zum Beispiel zu den Eis­palästen aus­gangs Tal oder zu den Wasser­fällen im hin­teren Teil des Tals zu Fuss oder mit dem Bus unternehmen. Oder ein Bewohn­er des Camp­ings Seeweid kann seine Einkäufe vom Dor­fladen Schwarzsee mit dem Bus in die Nähe seines Ferien­dom­izils trans­portieren.

Weniger Suchverkehr

«Wir fördern damit den öffentlichen Verkehr und entschär­fen zugle­ich die Prob­leme auf den Park­plätzen und Strassen», sagt Daniel Bürdel. Denn lokaler Mehrverkehr entste­ht auch dadurch, dass die Leute auf der Suche nach einem freien Park­platz oder bei der Fahrt von einem touris­tis­chen Ange­bot zum anderen hin und her fahren. So trage das Ange­bot auch dazu bei, die Attrak­tiv­ität des Touris­mus­ge­bi­ets von kan­tonaler Bedeu­tung zu steigern. Der Pen­del­bus, der bish­er an Spitzen­t­a­gen zum Ein­satz kam, wird nur noch in speziellen Fällen betrieben.

Einzi­gar­tig im Kan­ton

Dieses Mod­ell ein­er Gratis­zone ist neu für den Kan­ton Freiburg. Wie TPF-Medi­en­sprecherin Julie Reutel­er auf Anfrage erk­lärt, gibt es aber tem­poräre Gratis­busse. So übernehmen etwa die Gemein­den Avry und Matran die Buskosten während der Bolzen­fas­nacht. Und Düdin­gen bietet auf ein­er Orts­bus-Lin­ie während drei Monat­en freie Fahrt an, um dieses Lin­ie zu fördern.

Dieses Mod­ell ein­er Gratis­zone ist neu für den Kan­ton Freiburg. Wie TPF-Medi­en­sprecherin Julie Reutel­er auf Anfrage erk­lärt, gibt es aber tem­poräre Gratis­busse. So übernehmen etwa die Gemein­den Avry und Matran die Buskosten während der Bolzen­fas­nacht. Und Düdin­gen bietet auf ein­er Orts­bus-Lin­ie während drei Monat­en freie Fahrt an, um dieses Lin­ie zu fördern.

Ähn­liche Sys­teme gibt es etwa im Wal­lis oder Graubün­den. Dort sind sie allerd­ings oft gekop­pelt mit einem anderen touris­tis­chen Ange­bot: Wer den Skipass löst oder in einem Hotel über­nachtet, kann den Bus gratis benützen.

Die Kosten für das Zusatzange­bot übern­immt die Gemeinde. Wie hoch genau der Betrag ist, will Daniel Bürdel nicht sagen, «mehrere Tausend Franken». Es seien mehrere Anläufe notwendig gewe­sen, damit Gemeinde und TPF zu dem jet­zt für bei­de Seit­en stim­mi­gen Arrange­ment mit ein­er Pauschale gekom­men seien. Die Gemeinde finanziert den Gratis­bus über die Ein­nah­men aus der Park­platzbe­wirtschaf­tung.

Die TPF sei in das Pro­jekt eingestiegen, weil sie Ini­tia­tiv­en unter­stützen, die die Zahl der Fahrgäste erhöhen und den öffentlichen Verkehr fördern, sagt die TPF-Medi­en­sprecherin.

Ein Jahr aus­pro­bieren

«Es ist heute schwierig, abzuschätzen, wie viele Leute das Ange­bot nutzen wer­den», sagt Daniel Bürdel. «Wir hof­fen, dass es einen gewis­sen Effekt erzielt.» Die Gratis­zone 19 ist ein Ver­such, der vor­erst ab diesen Sam­stag bis zum 21. Fe­bruar 2021 gilt. Nach Ablauf dieser Zeit wird die Gemeinde die ­Erfahrun­gen und Reak­tio­nen auf das Pilot­pro­jekt auswerten. «Wenn es gut ankommt, wäre es schon unser Ziel, das Ange­bot auszuweit­en.» Das kön­nte etwa in die Rich­tung gehen, dass die Gratis­zone auch unter der ­Woche gilt. Aber auch, dass man die Zone 18, in der weit­ere Hal­testellen des Gemeinde­gebiets Plaf­feien sind, in die Gratis-Zone mitein­bezieht.

Ist es eine Option, ganz auf Autos zu verzicht­en und Schwarzsee verkehrs­frei zu machen? «Nein, das ist nicht das Ziel», sagt Daniel Bürdel. Dafür müsste unter anderem das Orts­bus-Ange­bot um ein Vielfach­es aus­ge­baut wer­den. «Unsere Gäste kom­men von sehr unter­schiedlichen Orten in unsere Gegend mit teils schwieri­gen Anfahrtswe­gen. Sie schätzen es vor allem auch, dass das Fahrzeug in unmit­tel­bar­er Nähe zu der Bahn­sta­tion und einem Grossteil der Ange­bote abgestellt wer­den kann», sagt Daniel Bürdel.

Es gibt Pläne für ein Park­ing auf dem Gypsera-Are­al. Gemäss Daniel Bürdel läuft derzeit eine Mach­barkeitsstudie im Auf­trag der Kaisereg­g­bah­nen, der Gemeinde und der Region Sense. Die Resul­tate sollen dem­nächst präsen­tiert wer­den.

ZAHLEN UND FAKTEN
Neun Hal­testellen in der Zone 19

Die TPF-Lin­ie 123 führt von Freiburg über Tafers und Plaf­feien nach Schwarzsee. Zwis­chen Plaf­feien und Schwarzsee verkehrt der Bus stündlich. An nor­malen Tagen unter der Woche fahren 19, am Woch­enende und an Feier­tagen 16 Busse. Zur neuen Gratis­zone 19 gehören die Hal­testellen Buntschena, Licht­e­na, Tro­mooser­li, Mös­li, Kaspera, Gypsera, Hostel­lerie, Bad und Cam­pus – und natür­lich wieder zurück. Das entspricht ein­er Strecke von rund 5,5 Kilo­me­tern. Die Kon­trollen übernehmen gemäss TPF die Chauf­feure.

Autor: Imel­da Ruffieux

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TPF-Bus wird zum Ortsbus Schwarzsee — FN vom 21.02.2020

Thema: Gemeinderat

Inner­halb des Schwarzsee­tals kostet die Benutzung des Busses an Woch­enen­den und in den Schulfe­rien nichts mehr. Die Gemeinde Plaf­feien und die TPF lancieren die kosten­lose Zone 19 ab sofort als Pilot­pro­jekt.

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Wer mit dem Auto an den Schwarzsee reist, muss auch weit­er­hin für das Parkieren bezahlen. Wer sein Auto dann aber vor Ort ste­hen lässt und auf den Bus umsteigt, um etwa von der Eis­bahn zum Hotel oder vom Dor­fladen zum Camp­ing­platz zu gelan­gen, der muss ab sofort zu gewis­sen Zeit­en nichts mehr dafür bezahlen. Die Gemeinde Plaf­feien lanciert ab mor­gen einen Orts­bus, der an Sam­sta­gen und Son­nta­gen sowie während der Schulfe­rien kosten­los ist. Dabei wird aber kein Extra­bus einge­set­zt, vielmehr übern­immt der reg­uläre Lin­ien­bus 123 der TPF diese Funk­tion. Die Gemeinde will damit das Ange­bot für den öffentlichen Verkehr am Touris­mus­stan­dort stärken und zugle­ich die Sit­u­a­tion auf Park­plätzen und Strassen entschär­fen. Nach einem Jahr wird die Gemeinde, die diese neue Dien­stleis­tung finanziert, Bilanz ziehen und die Erfahrun­gen auswerten. Fall­en sie pos­i­tiv aus, ist gemäss Daniel Bürdel, Gemein­der­at von Plaf­feien, eine zeitliche oder geografis­che Ausweitung möglich.

Autor: Imel­da Ruffieux

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Kein Fonds für die Fachhochschulen — FN 19.12.2019

Thema: Grossrat

Der Grosse Rat nahm gestern einen staats­rätlichen Bericht zu den Fach­hochschulen zur Ken­nt­nis.

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Die Freiburg­er Fach­hochschulen ver­fü­gen bei der anwen­dung­sori­en­tierten Forschung nicht über die gle­iche Tra­di­tion wie die Uni­ver­sitäten mit ihrer Grund­la­gen­forschung. Fach­hochschulen gibt es in Freiburg erst seit den 1990er-Jahren, und deshalb existiert auch noch kein Konzept für deren Finanzierung.

Mit 97 Stim­men hiess der Grosse Rat gestern ein­stim­mig einen Bericht des Staat­srats gut, mit dem dieser einem entsprechen­den Pos­tu­lat von Solange Berset (SP, Belfaux) und Roland Mesot (SVP, Châ­tel-Saint-Denis) Folge leis­tete. Damit fol­gte das Kan­ton­spar­la­ment auch dem Vorschlag der Regierung, auf die von Berset und Mesot geforderte Schaf­fung eines kan­tonalen Fonds über 50 Mil­lio­nen Franken zu verzicht­en. Stattdessen soll den Fach­hochschulen nun erlaubt wer­den, bei dem Abschluss der Staat­srech­nung je nach deren Ergeb­nis Rück­stel­lun­gen zu machen, um ihre eige­nen, entsprechen­den Fonds zu speisen.

Das Geschäft war vol­lkom­men unbe­strit­ten. «Im Bere­ich der Forschung kann man nie genug investieren», brachte es etwa Bernadette Hän­ni-Fis­ch­er (SP, Murten) auf den Punkt. Auch Rudolf Her­ren-Rutschi (SVP, Lur­tigen) sprach sich mit Nach­druck dafür aus, «den Forschungs­stan­dort Freiburg zu stärken». Nico­las Pasquier (Grüne, Bulle) zeigte sich vor allem darüber über­rascht, wie «kom­plex» sich die Finanzierungsmech­a­nis­men hin­ter den Fach­hochschulen gestal­ten.

Daniel Bürdel (CVP, Plaf­feien) bemän­gelte, dass für die entsprechende Forschung bis­lang erst fünf Stellen gesprochen wor­den seien. Dabei soll­ten alle Hochschulen 20 Prozent ihrer Zeit in die Forschung investieren.

Autor: Jean-Claude Gold­schmid

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Der Grosse Rat stimmt der Fusion Tafers zu — FN vom 18.12.2019

Thema: Grossrat

Einige Gross­ratsmit­glieder bedauern, dass St. Ursen und Heit­en­ried nicht eben­falls mit Alter­swil, St. Antoni und Tafers fusion­ieren.

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Die drei Sense-Mit­tel­land-Gemein­den Alter­swil, St.  Antoni und Tafers wollen fusion­ieren. Die neue Gemeinde soll ab 2021 beste­hen und Tafers heis­sen. Auch Wap­pen und Steuer­satz soll die neue Gemeinde vom heuti­gen Tafers übernehmen. Alter­swil und St.  Antoni erhal­ten im neuen Gemein­der­at eine garantierte Anzahl Sitze. Die Stimm­berechtigten der drei Gemein­den haben der Fusion im Mai zuges­timmt. Gestern stimmte nun auch der Grosse Rat dem Fusion­spro­jekt ein­stim­mig zu..

FDP-Staat­srat Didi­er Castel­la, der das Geschäft vorstellte, erin­nerte daran, dass dies erst die dritte Fusion im Sense­bezirk sei. «Nach dieser Fusion wird es im Kan­ton Freiburg noch 131 Gemein­den geben.»

«Kleben an Ämtern»

In der Ein­tretens­de­bat­te bedauerte FDP-Sprech­er Nico­las Bür­giss­er (Gif­fers), dass St. Ursen nicht an der Fusion beteiligt ist. «Lei­der kleben in St. Ursen zu viele einzelne Per­so­n­en an ihren Ämtern, obwohl das Volk zur Fusion bere­it wäre.» Er hoffe, dass jemand «den Mut hat, eine Kon­sul­ta­tion­s­ab­stim­mung zu ver­lan­gen». André Schneuw­ly (Düdin­gen) von der Mitte-links-grün-Frak­tion sprach von einem «Freuden­tag». Er hoffe, dass die Nach­barge­mein­den fol­gen wer­den. Denn die Region­alpoli­tik werde immer wichtiger. Auch SP-Sprecherin Ursu­la Krat­tinger-Jutzet bedauerte, dass sich Heit­en­ried und St. Ursen nicht an der Fusion beteiligt haben. «Vor allem Heit­en­ried, das ja einen Schulkreis mit St. Antoni bildet.»

Im Namen der CVP freute sich Daniel Bürdel (Plaf­feien) über die «rel­a­tiv grosse Zus­tim­mung» in den Fusion­s­ge­mein­den. Der Entscheid von Heit­en­ried und St. Ursen, sich nicht an der Fusion zu beteili­gen, sei zu respek­tieren, sagte er; weit­er­hin eigen­ständig zu bleiben, sei ein poli­tis­ch­er Entscheid der bei­den Gemein­den gewe­sen.

Autor: Nicole Jegerlehn­er

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Wie läuft es auf dem Campus? — FN vom 06.12.2019

Thema: Grossrat

Wie ist der Umsatz? Welche Pro­mo­tion­sstrate­gie ist geplant? Gross­rat Daniel Bürdel stellt kri­tis­che Fra­gen zum Cam­pus Schwarzsee.

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Am Mittwoch ist bekan­nt gewor­den, dass sich der Bau der Dreifach­turn­halle auf dem Cam­pus Schwarzsee um ein weit­eres halbes Jahr verzögert (die FN berichteten). In diesem Zusam­men­hang hat Gross­rat Daniel Bürdel (CVP, Plaf­feien) eine Anfrage ein­gere­icht. Er will vom Staat­srat als Erstes wis­sen, wie der konkrete Zeit­plan für den Bau der Halle aussieht. «Der Kan­ton Freiburg hat als Besitzer der Anlage in den Bau der Unterkun­fts­ge­bäude investiert», hält er fest. Den Neubau der Turn­halle ­sehe er als zen­trales Ele­ment für einen erfol­gre­ichen Auf­bau des kan­tonalen Sportzen­trums, schreibt Bürdel. Ihm geht es aber nicht nur um die Halle. Vielmehr stellt er ein paar grund­sät­zliche Fra­gen zum kan­tonalen Sport- und Freizeitzen­trum auf dem Are­al der ehe­ma­li­gen Mil­itärkaserne Schwarzsee.

Umsatz und Über­nach­tun­gen?

«Welche Vision und Strate­gie ver­fol­gt der Staat­srat mit dem Auf­bau des Sportzen­trums, und welche Mit­tel und Ressourcen müssen für deren Real­isierung und Pro­mo­tion bere­it­gestellt wer­den?», fragt der Sensler Gross­rat. Konkret stellt er die Frage, wie sich die Aktiv­itäten im Bere­ich Cam­pus entwick­eln: Wie ste­ht es mit der Miete der Lokalitäten und wie mit der Anzahl der Über­nach­tun­gen? Wer­den diese von Organ­i­sa­tio­nen, Vere­inen oder Pri­vat­per­so­n­en gener­iert? «Wie sind die Umsatz­zahlen, und wie läuft die Zusam­me­nar­beit mit dem lokalen Gewerbe?»

Park­platzbe­wirtschaf­tung?

Ein weit­er­er Fra­genkat­a­log bet­rifft die Prob­leme zwis­chen dem kan­tonalen Amt für Sport und der Gemeinde Plaf­feien rund um die Park­platzbe­wirtschaf­tung. Ammann Otto Lötsch­er hat­te sie bere­its angetönt. Jet­zt dop­pelt Daniel Bürdel nach: Das Park­platzkonzept der Gemeinde habe sich in den ver­gan­genen Jahren gut bewährt, auch auf dem Cam­pus-Park­platz. Nun habe das Amt für Sport den Ver­trag mit der Gemeinde auf Ende 2019 gekündigt und wolle den Park­platz kün­ftig sel­ber ver­wal­ten. «Dies verur­sacht grössere Prob­leme und führt im Extrem­fall zur Anwen­dung von zwei unter­schiedlichen Park­platzsys­te­men im Schwarzsee­tal», hält er fest und will von der Kan­ton­sregierung wis­sen, welche Absicht­en sie mit der Kündi­gung der bish­eri­gen Prax­is der Park­platzbe­wirtschaf­tung ver­folge. «Welche Erträge erhofft sich der Staat­srat durch die eventuelle eigene Bewirtschaf­tung des Park­platzes?»

Region­al abstützen

Möglich sei alles, sagt er. Auch, dass am Ende der Entscheid gefällt werde, dass gar kein Bad gebaut wird, weil es zu kost­spielig ist. Ihm ist es ein Anliegen, dass es ein regionales Pro­jekt ist, bei dem alle Gemein­den mitre­den kön­nen, zumal die Gemein­den – trotz zu erwartenden kan­tonalen Sub­ven­tio­nen – das Bad mit­fi­nanzieren müssen. Entwed­er die Investi­tio­nen an sich oder den späteren Betrieb oder bei­des.

Träger­schaft?

Offen ist für den CVP-Gross­rat und Gemein­der­at von Plaf­feien auch die Frage, wie es mit der bere­its in früheren par­la­men­tarischen Inter­ven­tio­nen oft disku­tierten kün­fti­gen Träger­schaft für den Betrieb des Sport und Freizeitzen­trums ste­ht. «Wann plant der Staat­srat, dem Grossen Rat das Gesetz betr­e­f­fend der Schaf­fung ein­er autonomen Betrieb­s­ge­sellschaft vorzule­gen?» Das Man­dat dazu sei schon lange angenom­men wor­den, heisst es in der eben ein­gere­icht­en Anfrage. Bürdel will auch wis­sen, wie der Staat­srat die ak­tuelle Zusam­me­nar­beit mit dem Zivil­dienst-Aus­bil­dungszen­trum beurteilt. All diese Fra­gen hät­ten zum Ziel, den Pro­jek­t­fortschritt zu fördern und das «zweifel­los vorhan­dene Poten­zial des Cam­pus-Are­als bess­er zu nutzen». Die Antwort des Staat­srats ste­ht noch aus.

Autor: Imel­da Ruffieux

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