«Die Wälder sind die Lunge unseres Landes» — FN 10.11.2018

Thema: Grossrat

Der Kan­ton wird bis 2022 ins­ge­samt 3,4 Mil­lio­nen Franken in die Wälder und weit­ere Güter des Wal­damts investieren.

Lesen Sie weit­er

Der Grosse Rat bewil­ligte gestern mit 68 zu 0 Stim­men einen 3,4-Millionen-Kredit für Investi­tio­nen in den Jahren 2018 bis 2022 in die Staatswälder und weit­ere Güter des Wal­damts – wobei sich die Rei­hen im Kan­ton­spar­la­ment ganz am Ende ein­er lan­gen Sitzungswoche schon deut­lich gelichtet hat­ten. Es geht bei diesem Kred­it um die Instand­stel­lung und Verbesserung von beste­hen­den Wald­we­gen, den Bau und die Verbesserun­gen von Betrieb­s­ge­bäu­den, Schutz­mass­nah­men gegen Naturge­fahren sowie um die Ver­wal­tung ver­schieden­er Güter.

«Diese Investi­tio­nen müssen im Rah­men eines spez­i­fis­chen Dekrets geregelt wer­den, waren aber schon im let­zten Finanz­plan enthal­ten», führte die Berichter­stat­terin Sylvie Bon­vin-San­son­nens (Grüne, Rueyres-les-Prés) aus. «Betrof­fen sind 35 Wald­stücke im ganzen Kan­ton, was einen beträchtlichen wirtschaftlichen Fak­tor darstellt», so Bon­vin-San­son­nens. «Es wäre gar nicht notwendig gewe­sen, dieses Geschäft über­haupt vor den Grossen Rat zu brin­gen», ergänzte Staat­srat Didi­er Castel­la (FDP). «Wir woll­ten dies im Sinne der Trans­parenz aber trotz­dem tun.»

Es erstaunte nicht, dass im Laufe der Debat­te vor allem die Waldbe­sitzer unter den Gross­ratsmit­gliedern das Wort ergrif­f­en. «Die Wälder sind die Lunge unseres Lan­des», sagte etwa Benoît Glas­son (FDP, Sorens). «Entsprechende Schutzbaut­en sind drin­gend erforder­lich, und dazu leis­tet das Wal­damt einen wesentlichen Beitrag.»

Strate­gie der Zukun­ft?

Daniel Bürdel (CVP, Plaf­feien) wollte wis­sen, wie die entsprechende Strate­gie des Staat­srats für den Wald und die Gebäude des Wal­damts in Zukun­ft ausse­he. Castel­la kündigte in sein­er Antwort auf diese Frage an, dem­nächst mit der Raum­pla­nungs-, Umwelt- und Baudi­rek­tion eine Arbeits­gruppe einzuset­zen, die sich um dieses The­ma küm­mern soll.

Autor: Jean-Claude Gold­schmid

Weniger Text



Den Staatsrat in die Pflicht genommen -FN 09.11.2018

Thema: Grossrat

Die Grosse Rat fordert mit Nach­druck, dass die Dreifach­turn­halle auf dem Cam­pus Schwarzsee näch­stes Jahr fer­tig wird. Um die Leitung soll sich nun doch eine öffentlich-rechtliche Anstalt küm­mern.

Lesen Sie weit­er

Die Kan­ton­sregierung muss alles unternehmen, damit sich der Bau der Dreifach­turn­halle auf dem Cam­pus Schwarzsee vor Ende 2019 konkretisiert. Ausser­dem hat er dem Grossen Rat einen Geset­ze­sen­twurf zu unter­bre­it­en, um eine selb­st­ständi­ge öffentlich-rechtliche Anstalt für die Ver­wal­tung des Cam­pus zu erricht­en. Der Grosse Rat stellte gestern mit 65 Ja- gegen 26  Nein-Stim­men bei drei Enthal­tun­gen diese zwei Forderun­gen, indem er einen entsprechen­den Auf­trag von zehn sein­er Mit­glieder aus allen Frak­tio­nen für erhe­blich erk­lärte. Da der Staat­srat den Auf­trag zur Ablehnung emp­fohlen hat­te, war ein qual­i­fiziertes Mehr nötig, das allerd­ings müh­e­los erre­icht wurde. Die klare Mehrheit der Frak­tio­nen hat­ten das Ansin­nen unter­stützt. «Der Grosse Rat tut gut daran, sich für eine nach­haltige Entwick­lung im Cam­pus einzuset­zen, welche Besuch­er in den Kan­ton Freiburg und an den Schwarzsee bringt», sagte Bernadette Hän­ni-Fis­ch­er (SP, Murten).

Der Staat­srat sei zwar der Mei­n­ung gewe­sen, dieser Auf­trag wäre über­flüs­sig. Doch das Gegen­teil sei der Fall. «Die Häu­fung an par­la­men­tarischen Vorstössen zu diesem The­ma zeigt, dass der Grosse Rat über die Sit­u­a­tion bei diesem Pro­jekt beun­ruhigt ist», meinte Bernadette Mäder-Brül­hart (Mitte links – CSP, Schmit­ten) seit­ens der Mitte-links-Grün-Frak­tion. Auch dieses Mal sei die Antwort des Staat­srats auswe­ichend; sie lasse mehr Fra­gen offen, als sie beant­worte.

«Diese vagen Erk­lärun­gen lassen uns daran zweifeln, dass das Pro­jekt bis Ende 2019 tat­säch­lich real­isiert ist.» Auch die Ein­führung ein­er neu­tralen, öffentlich-rechtlichen Anstalt sei drin­gend notwendig, angesichts der ver­schiede­nen Benutzerkreise, die mit dieser Dreifach­turn­halle ange­sprochen seien – Zivil­dienst Schulen, Vere­ine und Touris­ten. André Schneuw­ly (Freie Wäh­ler, Düdin­gen) beze­ich­nete den Cam­pus Schwarzsee aus­drück­lich als «eine glück­liche Fügung für den Kan­ton und seinen Touris­mus» und gab zu bedenken: «Die Seele dieses Cam­pus habe ich noch nicht gefun­den, so lange die Turn­halle noch nicht ste­ht.» Er machte auch auf den «schlecht­en Zus­tand der alten Gebäude» aufmerk­sam und beklagte sich über die offe­nen Fra­gen nach der Aus­las­tung über das Woch­enende, der Wirtschaftlichkeit oder der «nicht ein­laden­den» Inter­net­site. «Im Cam­pus Schwarzsee liegt noch vieles im Argen», so Schneuw­ly.

Rue­di Schläfli (SVP, Posieux) bemän­gelte, dass das The­ma bei gewis­sen Staat­sratsmit­gliedern offen­bar auf zu wenig Inter­esse stosse. Und er fragte, wieso man die alte Sporthalle, die nicht mehr den heuti­gen Anforderun­gen entspricht, nicht von Anfang an abge­brochen habe. Auch Yvan Hun­zik­er (FDP, Sem­sales) hielt es für «wichtig, dass die Dreifach­turn­halle möglichst schnell gebaut wird». Er fragte sich auch, ob es möglich wäre, den vor­liegen­den Auf­trag in seine zwei Teil­forderun­gen aufzuteilen – worauf aber nicht weit­er einge­gan­gen wurde.


Chronolo­gie
Seit zwei Jahren auf dem Tisch


Im Novem­ber 2016 sprach der Grosse Rat einen Kred­it von 7,7 Mil­lio­nen Franken für den Bau ein­er Dreifach­turn­halle auf dem Cam­pus Schwarzsee. Ver­schiedene Umstände führten daraufhin in den Jahren 2016 und 2017 zu ein­er Verzögerung des Pro­jek­ts. Bere­its im April 2017 und im Sep­tem­ber 2017 wur­den deswe­gen zwei par­la­men­tarische Anfra­gen im Grossen Rat ein­gere­icht. Im Novem­ber 2017 beschloss der Staat­srat schliesslich, das Dossier von der Sicher­heits- und Jus­tizdi­rek­tion dem Sportamt zu über­tra­gen.

Autor: Jean-Claude Gold­schmid

Weniger Text


Musikgesellschaft Alphorn Plaffeien mit zwei Wechseln im Vorstand — FN 05.11.2018

Am Sam­stag, 20. Okto­ber, hielt die Musikge­sellschaft Alphorn Plaf­feien ihre Gen­er­alver­samm­lung in der Hostel­lerie am Schwarzsee ab. Der Kassier Flavio Boschung kon­nte dank des Bezirksmusik­fests, das die MG Plaf­feien über das Auf­fahrtswoch­enende organ­isiert hat­te, eine pos­i­tive Rech­nung präsen­tieren.

Lesen Sie weit­er

Der Präsi­dent Pas­cal Süess und der Diri­gent Michel Stempfel blick­ten in ihren Jahres­bericht­en auf das ver­gan­gene Vere­in­s­jahr zurück. Der schei­dende Musikkom­mis­sion­spräsi­dent Peter Piller informierte über den erfreulichen Stand der Aus­bil­dun­gen. Sein Amt übern­immt neu Pas­cal Zbinden. Eben­falls seine let­zte Amt­shand­lung hat­te Adri­an Overney als Mate­ri­alver­wal­ter. Für ihn wurde Isabelle Schuwey in den Vor­stand gewählt.

Als neue Mit­glieder kon­nten die bei­den jun­gen Perkus­sion­is­ten Flavia Schuwey und San­dro Nieder­berg­er in den Vere­in aufgenom­men wer­den. Die bei­den exter­nen OK-Mit­glieder des Bezirksmusik­festes, Daniel Bürdel und Mar­co Baeriswyl, wur­den zu Ehren­mit­gliedern des Vere­ins ernan­nt.

Zum Abschluss feierte der Vere­in mit seinen Gön­nern, den Ange­höri­gen und Gästen einen gemütlichen Abend bei einem feinen Aben­dessen.

Weniger Text


Die MG Plaffeien sagt allen Danke, die beim Bezirksmusikfest geholfen haben

Am Sam­stag, 6. Okto­ber 2018, wur­den alle frei­willi­gen Helfer des 20. Sensler Bezirksmusik­festes zum Helfer­abend ein­ge­laden. An diesem gemütlichen und gelun­genen Abend nah­men mit 237 Helfern gut die Hälfte aller am Fest im Ein­satz ste­hen­den Helfer teil.

Lesen Sie weit­er

Schlem­men wie beim Ban­kett

Eröffnet wurde der Abend mit einem kurzen Ständ­chen der Musikge­sellschaft Alphorn Plaf­feien. Kuli­nar­isch ver­wöh­nt wur­den die Gäste durch den Par­ty-Ser­vice Mar­ius Engel und sein Team, die wie an den Ban­ket­ten am Musik­fest ein sehr feines Menü her­beiza­uberten.

Schlem­men wie beim Ban­kett

OK-Präsi­dent Daniel Bürdel und Vere­in­spräsi­dent Pas­cal Süess blick­ten in ihren kurzen Ansprachen auf das Fest zurück und dank­ten nochmals allen Helfern für den beispiel­losen Ein­satz.

Für beste Unter­hal­tung sorgte die Band Häm­Bäg, die mit ihrem rock­i­gen Sound und lusti­gen Sketch­es für viel Stim­mung sorgte. Bis spät in die Nacht wurde getanzt, gefeiert und gelacht. «Mer­ci vüu­mau – as isch schön gsyy!»

Weniger Text


Parlament schenkt den Läden eine Stunde — FN 10.10.2018

Thema: Grossrat

Der Grosse Rat hat eine Änderung des Han­dels­ge­set­zes genehmigt und die Öff­nungszeit­en an Sam­sta­gen bis 17 Uhr aus­geweit­et. Die Gross­räte bedauerten all­ge­mein, dass im Detail­han­del kein Gesam­tar­beitsver­trag existiert. Die Unia kündigt ein Ref­er­en­dum an.

Lesen Sie weit­er

Es ist im Wesentlichen nur eine Zahl, welche die Gross­rätin­nen und Gross­räte gestern nach ein­er län­geren Debat­te im Han­del über die Ausübung des Geset­zes änderten. «Die Geschäfte dür­fen von Mon­tag bis Fre­itag von 6 bis 19 Uhr und Sam­stag von 6 bis 17 Uhr geöffnet wer­den.» Bish­er galt für Sam­stage eine Schlies­sungszeit von 16 Uhr.

Doch diese Änderung hat für den Freiburg­er Detail­han­del eine grosse Bedeu­tung. «Es ist für die Detail­lis­ten die wichtig­ste Stunde der Woche», sagte Gross­rat Lau­rent Diet­rich (CVP, Freiburg), der die Geset­zesän­derung zusam­men mit Stéphane Peiry (SVP, Freiburg) in ein­er Motion ini­ti­iert hat­te. Um dem Detail­han­del zu helfen, brauche es ein Paket an Mass­nah­men, so Diet­rich. «Aber diese Änderung ist eine Notwendigkeit.» Peiry sagte: «Ich will, dass die Freiburg­er im Kan­ton Freiburg einkaufen gehen.» Die Geset­zesän­derung sei keine Rev­o­lu­tion: «Die Änderung ret­tet vielle­icht nicht den Detail­han­del, aber zumin­d­est sollen alle Geschäfte über gle­ich lange Spiesse ver­fü­gen.»

Mit 68 gegen 28 Stim­men

Die Änderung des Geset­zes über den Han­del hat­te sich bere­its in der vor­bere­i­t­en­den Kom­mis­sion des Rates abgeze­ich­net: Mit acht gegen drei Stim­men hat­te diese der Ver­längerung um eine Stunde zuges­timmt. Dieses Kräftev­er­hält­nis bestätigte sich gestern im Plenum: Der Rat nahm die Geset­zesän­derung mit 68 gegen 28 Stim­men bei 5 Enthal­tun­gen an.

Kom­mis­sion­spräsi­dent Daniel Bürdel (CVP, Plaf­feien) rief in Erin­nerung, dass die heuti­gen Öff­nungszeit­en schon seit 1999 gel­ten. «Doch es hat ein Wan­del stattge­fun­den, etwa mit dem Einkaufen übers Inter­net. Die Rah­menbe­din­gun­gen müssen angepasst wer­den.» Bürdel betonte, dass neben Freiburg nur noch Luzern Öff­nungszeit­en bis 16 Ihr habe. In den meis­ten anderen Kan­to­nen schliessen die Geschäfte sam­stags um 17 Uhr, zum Teil gar um 18 Uhr. «Es find­et zum Teil eine Abwan­derung unser­er Kund­schaft statt», stellte er fest. Gabrielle Bour­guet (CVP, Granges) meinte, in Gren­zre­gio­nen des Kan­tons könne diese Stunde einen Unter­schied aus­machen. Sie präzisierte: «Der neue Artikel bedeutet eine Möglichkeit, nicht aber ein Oblig­a­to­ri­um für län­gere Öff­nungszeit­en.»

Die Geset­zesän­derung wurde vor allem von der Rat­slinken bekämpft. Elias Mous­sa (SP, Freiburg) sagte, er sei ent­täuscht und verärg­ert. «Das Per­son­al in den Läden muss länger arbeit­en, aber es erhält dafür keine Gegen­leis­tung. Es kann damit nicht zufrieden sein.»

Xavier Gan­ioz (SP, Freiburg) wies darauf hin, dass das Freiburg­er Stim­mvolk län­gere Öff­nungszeit­en in der Ver­gan­gen­heit jew­eils ver­wor­fen habe. «Es geht hier um den Respekt gegenüber dem Volk­swillen», meinte er. Armand Jaquier (SP, Romont) sagte, nicht die Konkur­renz zwis­chen den Kan­to­nen, son­dern zwis­chen den Detail­händlern und den Grossverteil­ern ste­he im Vorder­grund. Diese wür­den ihr Geld in allen Kan­to­nen ver­di­enen.

Kein Gesam­tar­beitsver­trag

Im Unter­schied zu den Grossverteil­ern existiert im Kan­ton Freiburg bei den unab­hängi­gen Geschäften kein Gesam­tar­beitsver­trag. Das wurde von ver­schiede­nen Gross­räten bedauert. Chris­t­ian Ducot­terd (CVP, Grol­ley) meinte etwa, man hätte mit der Geset­zesän­derung etwas länger zuwarten kön­nen, bis ein Gesam­tar­beitsver­trag vor­liege.

Im Unter­schied zu den Grossverteil­ern existiert im Kan­ton Freiburg bei den unab­hängi­gen Geschäften kein Gesam­tar­beitsver­trag. Das wurde von ver­schiede­nen Gross­räten bedauert. Chris­t­ian Ducot­terd (CVP, Grol­ley) meinte etwa, man hätte mit der Geset­zesän­derung etwas länger zuwarten kön­nen, bis ein Gesam­tar­beitsver­trag vor­liege..

Christa Mut­ter (Grüne, Freiburg) stellte in Aus­sicht, dass aus ihrer Frak­tion ein Auf­trag ein­gere­icht werde, damit der Staat­srat bei den Per­son­alver­bän­den und den Arbeit­ge­bern Druck für einen Gesam­tar­beitsver­trag mache. Cédric Béclard (La Broye c’est vous, Aumont) sagte, mit einem Gesam­tar­beitsver­trag hätte man gar einen grösseren Schritt machen und die Öff­nungszeit­en auf 18 Uhr ver­längern kön­nen.»

Jus­tizdi­rek­tor Mau­rice Rop­raz (FDP) betonte, dass der Staat­srat schon zwei Tre­f­fen zwis­chen den Sozial­part­nern ini­ti­iert habe und eine erneute Sitzung geplant sei. Im Gesetz über die Ausübung des Han­dels könne man aber keinen Gesam­tar­beitsver­trag ver­lan­gen. Das habe kür­zlich das Bun­des­gericht so fest­ge­hal­ten. «Ein Gesam­tar­beitsver­trag gehört ins Arbeits­ge­setz», so Rop­raz. «Es ist aber auch nicht so, dass die Angestell­ten sys­tem­a­tisch aus­ge­beutet wer­den.»

In der Debat­te wurde die Möglichkeit eines Referen­dums nie ange­sprochen. Den FN sagte aber Unia-Sekretär Armand Jaquier, dass die Gew­erkschaft das Ref­er­en­dum ergreifen werde (siehe Kas­ten). Der Staat­srat entschei­det, wann die Neuerung in Kraft tritt.

Zahlen und Fak­ten
Aus­nah­men für zahlre­iche Betriebe

Der Grosse Rat debat­tierte gestern über die ordentlichen Zeit­en, an denen Geschäfte am Sam­stag schliessen müssen. Grosszügigere Öff­nungszeit­en gel­ten für Kioske und Tankstel­len­shops, die bis 21 Uhr geöffnet sein dür­fen. Käsereien dür­fen während der Milch­liefer­ungszeit länger geöffnet bleiben. Weit­er kön­nen Gemein­den unter der Woche und am Sam­stag für beson­dere Ver­anstal­tun­gen oder bes­timmte Betriebe erlauben, Speisen und Getränke zum Mit­nehmen bis 23 Uhr zu verkaufen. Gemein­den, die als touris­tis­che Gebi­ete gel­ten, dür­fen von Mon­tag bis Sam­stag Öff­nungszeit­en bis 22 Uhr vorse­hen. Schliesslich dür­fen Geschäfte in Bahn­höfen und Auto­bah­n­rast­stät­ten ihre Öff­nungszeit­en nach dem Rei­sev­erkehr richt­en.

REAKTIONEN
Die Gew­erkschaften ergreifen das Ref­er­en­dum

Sie hat­ten schon im Vor­feld damit gedro­ht, gestern haben sie es nun bestätigt: Die Freiburg­er Gew­erkschaften ergreifen das Ref­er­en­dum gegen län­gere Öff­nungszeit­en. Sie wehren sich damit gegen den Entscheid des Grossen Rates, dass Läden am Sam­stag bis 17 Uhr offen sein kön­nen. Unia-Gen­er­alsekretär Armand Jaquier, der auch für die SP im Kan­ton­spar­la­ment sitzt, bestätigte den Ref­er­en­dums­beschluss gegenüber den FN. Die Gew­erkschaften haben drei Monate Zeit, um die nöti­gen 6000 Unter­schriften zu sam­meln.

Nicht unter­schreiben wird Chris­t­ian Riesen. Der Geschäfts­führer des Cen­tre Riesen und Präsi­dent des Freiburg­er Kan­ton­alver­bands der unab­hängi­gen Detail­händler zeigte sich gestern zufrieden mit dem gross­rätlichen Entscheid: «Das ist gut für den Han­del», sagte er den FN. Damit nehme hof­fentlich der Einkauf­s­touris­mus in die Nach­barkan­tone ab. «Die Wirtschaft hat ein Inter­esse daran, dass die Freiburg­er in ihrem eige­nen Kan­ton einkaufen.»

Die Mei­n­un­gen unter den unab­hängi­gen Detail­händlern seien aber geteilt, betont Riesen: «Einige befürcht­en, dass sie nun länger offen hal­ten müssen.» Doch er gehe davon aus, dass nur die Läden in den grös­seren Städten ihre Öff­nungszeit­en ver­längern wer­den.

Autor: Urs Haen­ni

Weniger Text


Ein Gelegenheitskauf für den Kanton — FN 14.09.2018

Thema: Grossrat

Die Krim­i­nalpolizei soll eine neue Zen­trale in Granges-Pac­cot erhal­ten. Der Grosse Rat genehmigte gestern für den Kauf der entsprechen­den Liegen­schaft und die Pro­jek­tierung 11,5 Mil­lio­nen Franken.

Lesen Sie weit­er

Der Staat kauft von der Boschung Meca­tron­ic AG zwei Gebäude an der Englis­bergstrasse in Granges-Pac­cot. Ziel ist es, dass die Krim­i­nalpolizei dor­thin umzieht, in die unmit­tel­bare Nach­barschaft des «Mad 3»-Gebäudes der Kan­ton­spolizei, welch­es im ver­gan­genen Dezem­ber eingewei­ht wurde. Mit 94 zu null Stim­men hiess der Grosse Rat gestern einen entsprechen­den Verpflich­tungskred­it von 11,5  Mil­lio­nen Franken gut. Von diesem Betrag ent­fall­en 9,8  Mil­lio­nen Franken auf den Kauf des Are­als. Mit den restlichen 1,7  Mil­lio­nen Franken wer­den die Mach­barkeitsstu­di­en, das Auswahlver­fahren, das Vor­pro­jekt, das Baupro­jekt und das Baube­wil­li­gungsver­fahren finanziert.

Ide­al­er Stan­dort

Das kleinere der bei­den Gebäude soll abgeris­sen wer­den, das grössere entsprechend umge­baut. Details zu den Bau­plä­nen kon­nte Staat­srat Jean-François Steiert (SP) gestern noch nicht präsen­tieren. «Es han­delt sich um einen echt­en Gele­gen­heit­skauf, der aber der Immo­bilien­strate­gie des Staats entspricht», sagte Steiert dazu. Der Stan­dort unweit der Auto­bah­ne­in­fahrt Freiburg-Nord sei ide­al. Klar sei auch, dass die Krim­i­nalpolizei Syn­ergien nutzen könne, wenn sie kün­ftig nur noch rund 150  Meter Luftlin­ie vom Kom­man­do und der Gen­darmerie ent­fer­nt sei. Möglich sei auch, dass weit­ere Ver­wal­tungszweige in das Gebäude kämen. Der Staat­srat werde zum gegebe­nen Zeit­punkt mit einem entsprechen­den Baukred­it vor den Grossen Rat treten. Im schlimm­sten Fall – wenn sich alle Pläne des Staat­srats für dieses Are­al als nicht mach­bar erweisen wür­den – könne der Staat das Are­al auch gewinnbrin­gend wieder verkaufen. Unklar ist laut Steiert noch, was mit dem jet­zi­gen Stan­dort der Krim­i­nalpolizei an der Grenette geschieht. Es gebe mehrere Ideen für diesen zen­tralen Stan­dort im Freiburg­er Burgquarti­er, etwa ein Hotel oder Ver­wal­tungs­ge­bäude. Denkbar wäre auch eine Laden­zeile im Erdgeschoss, um die Attrak­tiv­ität dieses Stan­dorts zu steigern – wie Gross­rat Daniel Bürdel (CVP, Plaf­feien) dies vorgeschla­gen habe.

«Staat kann nur prof­i­tieren»

Den Ein­wand, dass die Krim­i­nalpolizei ins Zen­trum der Kan­ton­shaupt­stadt gehöre, liess Steiert nicht gel­ten. Denn die Anzahl der Fälle, in denen sie wirk­lich ins Burgquarti­er aus­rück­en müsse, sei ger­ing. Viel gravieren­der sei gegen­wär­tig der Zeitver­lust auf der Murten­strasse wegen stock­enden Verkehrs, etwa bei Gefan­genen­trans­porten. Sämtliche Frak­tio­nen hat­ten sich für ein Ein­treten auf die Vor­lage aus­ge­sprochen. «Das Are­al ist ide­al und gross genug», sagte Benoît Glas­son (FDP, Sorens). «Einzig der Stu­di­enkred­it von 1,7  Mil­lio­nen Franken scheint unser­er Frak­tion etwas tief ange­set­zt.» Gio­van­na Garghen­ti­ni Python (SP, Freiburg) bemerk­te: «Der Staat kann als Eigen­tümer dieses Are­als nur prof­i­tieren, denn die Gebäude kön­nten später je nach Bedürf­nis auch noch erweit­ert wer­den.»

Gemäss Daniel Bürdel würde es sich anbi­eten, einen Teil des Are­als auch einem pri­vat­en Unternehmen zur Ver­fü­gung zu stellen. Nico­las Gal­ley (SVP, Ecuvil­lens), selb­st beru­flich als Polizist tätig, erin­nerte daran, dass die Polizei im Kan­ton Freiburg jedes Jahr rund 5300 Gefan­genen­trans­porte erledi­gen müsse – und wie viel Zeit auf­grund des Verkehrs ver­loren gehe. Und auch Claude Chas­sot (Mitte links – CSP, Vil­larsel-le-Gibloux) sprach seit­ens der Mitte-links-Grün-Frak­tion von ein­er «sehr inter­es­san­ten Liegen­schaft».

Für Erheiterung sorgte im Ver­lauf der Debat­te ein Spruch Steierts, mit dem er den Unter­schied zwis­chen diesem Geschäft und dem Fiasko rund um den geplanten Kauf des Schu­mach­er-Are­als in Schmit­ten (die FN berichteten) beschrieb: «Im Unter­schied zum Kul­turgüter­lager in Schmit­ten ken­nen wir bei unseren Krim­i­nalpolizis­ten das durch­schnit­tliche Gewicht.»

BOSCHUNG-GEBÄUDE
Fast 4700 Quadrat­meter

Das Are­al, das der Kan­ton kaufen möchte, ist 4676 Quadrat­meter gross. Das 1991 gebaute Haupt­ge­bäude hat einen Grun­driss von 19 mal 34 Meter und fünf Stock­w­erke. Die Nutzfläche beträgt 2390 Quadrat­meter. Das Nebenge­bäude misst 18 mal 12 Meter, ver­fügt über zwei Stock­w­erke und stammt aus dem Jahr 1984. Derzeit wird das Are­al über­haupt nicht genutzt. Die Fas­sade und die Innenein­rich­tun­gen des Haupt­ge­bäudes sind ver­al­tet und müssen ren­oviert wer­den. Das Nebenge­bäude wird abgeris­sen.

Autor: Jean-Claude Gold­schmid

Weniger Text


Viel Wind um die Windkraft — FN 14.09.2019

Thema: Grossrat

Ist der Kan­ton Freiburg als Stan­dort für wirtschaftlich betriebene Wind­kraftan­la­gen geeignet? Oder stellen diese bloss eine Ver­schan­delung der Natur dar? Der Grosse Rat disku­tierte gestern über Energie im All­ge­meinen und den Schwyberg im Speziellen.

Lesen Sie weit­er

Rund 700 Seit­en umfasst der neue kan­tonale Richt­plan, den der Staat­srat Ende Monat dem Bund zur Genehmi­gung vor­legen will. Der Grosse Rat nimmt dieses Pla­nungsin­stru­ment an der gestri­gen und heuti­gen Sitzung zur Ken­nt­nis. Obwohl die Gross­rätin­nen und Gross­räte nicht über den Richt­plan abstim­men kön­nen, sorgten einzelne The­men gestern für Diskus­sio­nen: allen voran die Visio­nen des Staat­srats für die Umset­zung der Energies­trate­gie 2050, im Speziellen der Wind­kraft­stan­dort Schwyberg – das The­ma, das auch in der von Markus Bapst (CVP, Düdin­gen) prä­si­dierten Richt­plan-Kom­mis­sion am kon­tro­ver­s­es­ten besprochen wor­den sei.

Wind­kraft ganz kip­pen?

Gestern ging es nicht nur um die Forderung von Emanuel Wae­ber (SVP, St. Antoni), die Wind­kraft ganz aus dem Richt­plan zu kip­pen, da sie während der Vernehm­las­sung heftig kri­tisiert wor­den sei. «Die Schweiz ist ein­fach kein Land für Wind­kraft», betonte er. Bess­er sei es, auf andere Arten erneuer­bar­er Energie zu set­zen. Etwa auf Foto­voltaik oder Geot­her­mie, also Pro­jek­te, die eine höhere Akzep­tanz in der Bevölkerung find­en. Unter­stützung erhielt Wae­ber von seinem Frak­tion­skol­le­gen Stéphane Peiry (Freiburg). «Wir sagen nicht grund­sät­zlich Nein zur Wind­en­er­gie», erk­lärte dieser. «Aber auf dem Gipfel des Schwyberg hat diese nichts zu suchen.» Die Umset­zung dieses Pro­jek­ts hätte irrepara­ble Ein­griffe in die Natur zur Folge, und ausser­dem sei nicht ein­mal die Rentabil­ität gesichert.

Aufruf zu mehr Mut

Dem wider­sprach Eric Col­lomb (CVP, Lul­ly): Wie jedes Bauw­erk aus Beton könne man auch die Sock­el von Win­drädern wieder ent­fer­nen. Er rief dazu auf, mutig zu sein, und erin­nerte an den Stau­damm Rossens, der aus Grey­erz eine nationale Ref­erenz in Sachen Energiegewin­nung gemacht habe. Ähn­lich tönte es von Betrand Gail­lard (CVP, La Roche): Als vor 70  Jahren der Grey­erz­ersee ges­taut wor­den sei, habe man auch von ein­er Land­schaft­skatas­tro­phe gesprochen. Heute sie dies kein The­ma mehr. «Wir sollen nicht aus Angst alles ablehnen.»

Nur dort, wo es ren­tiert

«Wir soll­ten dort Win­dräder bauen, wo der Wind bläst, und jene Stan­dorte aus dem Richt­plan nehmen, wo ein Wind­park nicht rentabel betrieben wer­den kann», sagte Antoinette de Weck (FDP, Freiburg), Mit­glied der Vere­ini­gung «Ret­tet den Schwyberg». Sie kri­tisierte, dass im Richt­plan Wind­kraft­stan­dorte aufge­lis­tet sind, an denen es noch keine Mes­sun­gen gegeben habe. Staat­srat Olivi­er Cur­ty (CVP) antwortete ihr, dass sich die Kan­ton­sregierung auch auf nationale Angaben gestützt habe.

Der Plaf­feier CVP-Gross­rat Daniel Bürdel ver­wies auf Stu­di­en, die zeigen, dass die Investi­tio­nen in Win­dan­la­gen nach kurz­er Zeit wieder kom­pen­siert wer­den kön­nen – auch die graue Energie, die beim Bau solch­er Anla­gen ver­wen­det würde. «Es ist möglich, rentable Pro­jek­te zu real­isieren», sagte er und wies darauf hin, dass ein Grossteil der Bevölkerung sich in ein­er Umfrage für Wind­kraft aus­ge­sprochen habe.

«Auf dem Schwyberg hat es genug Wind», unter­strich auch Nico­las Bür­giss­er (FDP, Gif­fers). Es sei doch bess­er, erneuer­bare Energien in der Region zu pro­duzieren, statt Geld ins Aus­land abfliessen zu lassen – selb­st, wenn es etwas teur­er sei. Unter­stützung bekam Bür­giss­er von Hubert Daf­flon (CVP, Grol­ley). «Wir kön­nen nicht für den Ausstieg aus der Atom­en­er­gie sein und dann Möglichkeit­en der erneuer­baren Energie ablehnen», sagte er. Wind­parks gebe es über­all auf der Welt, und oft seien sie gut in die Land­schaft inte­gri­ert. Ein Wind­kraft­pro­jekt könne auch eine Chance für eine Region sein, ergänzte Fritz Glauser (FDP, Châ­ton­naye). Er plädierte dafür, den Pro­jek­t­blät­tern im Richt­plan eine Chance zu geben.

Christa Mut­ter (Grüne, Freiburg) ging es mehr um die So­lar­en­er­gie. «Dieses Kapi­tel ist im kan­tonalen Richt­plan total unter­schätzt», sagte sie. Das ökol­o­gisch sin­nvolle Poten­zial sei ein Mehrfach­es des Wertes, der im Richt­plan angedacht sei.

«Stern­stunde des Dis­puts»

Auf ele­gante Weise nahm Staat­srat Olivi­er Cur­ty am Ende der Diskus­sion die wider­sprüch­lichen Voten ent­ge­gen: Es sei eine «Stern­stunde des poli­tis­chen Dis­puts», wenn sich alle dafür ein­set­zten, die kan­tonale Energies­trate­gie gemein­sam zu ver­fein­ern. Er wies darauf hin, dass viele Punk­te im kan­tonalen Richt­plan nicht allein vom Staat­srat stam­men, son­dern Vor­gaben des Bun­des entsprechen. «Wir sehen in diesem Dossier eine Rei­he von Möglichkeit­en für erneuer­bare Energie vor», so Cur­ty. «Wir wer­den prüfen, was bess­er funk­tion­iert und pri­or­itär behan­delt wer­den sollte.» Jet­zt sei man erst auf der strate­gis­chen Ebene. Bis zur Umset­zung konkreter Pro­jek­te sei noch ein langer Weg.

KANTONALER RICHTPLAN

Grund­sät­zlich pos­i­tive Rück­mel­dun­gen

«Der kan­tonale Richt­plan zeigt das Gesicht des Kan­tons bis 2050», sagte Baudi­rek­tor Jean-François Steiert (SP) gestern am Anfang der Debat­te über dieses Pla­nungsin­stru­ment. Von allen Frak­tio­nen kam grund­sät­zlich ein pos­i­tives Sig­nal zum umfan­gre­ichen Dossier sowie ein Lob für die grosse Arbeit. Einige bedauerten, nicht mehr direkt Ein­fluss nehmen zu kön­nen.

Die Par­la­men­tari­er disku­tieren den Richt­plan kapitel­weise, ange­fan­gen mit der Entwick­lung des Sied­lungs­ge­bi­ets. Gross­rat Cédric Péclard (La Broye c’est vous, Aumont) bemän­gelte, dass die Landge­bi­ete, die «DNA unseres Kan­tons», in Bezug auf Bau­zo­nen zu kurz kom­men wür­den und dass ihnen Steuere­in­nah­men fehlten, wenn keine bauliche Entwick­lung mehr möglich sei. Bruno Boschung (CVP, Wün­newil) ent­geg­nete, dass dies nicht nur neg­a­tiv sein müsse. «Es kann auch eine Chance für ein Dorf sein, weil es wohlhabende Leute anzieht», sagte er. Das Prob­lem bei Indus­trie- und Gewer­be­zo­nen beste­he darin, dass sie vielfach an einem Stan­dort seien, an dem sie nie­mand brauchen könne, bemerk­te Markus Bapst (CVP, Düdin­gen). Dort, wo man die Arbeit­szo­nen wün­sche, seien sie nicht ver­füg­bar oder nicht erschlossen. Es werde eine Her­aus­forderung sein, dies auszu­gle­ichen. Eric Col­lomb (CVP, Lul­ly) stellte die Frage, ob es so viele strate­gis­che Zonen von kan­tonaler Bedeu­tung über­haupt brauche. Auch bei den Umfahrungsstrassen, die in den let­zten Jahren disku­tiert wor­den seien, sei heute unklar, welche davon am Ende auch wirk­lich real­isiert wür­den

Vielle­icht kön­nten diese Strassen gar nicht gebaut wer­den, mut­masste Chris­t­ian Ducot­terd (CVP, Grol­ley). Dies, weil zu wenig Land für die Frucht­fol­ge­flächen reserviert wor­den sei.

Autor: Imel­da Ruffieux

Weniger Text


AWG Deutschfreiburg zwischen Weizenzüchtung und Schloss Delley — FN 22.06.2018

Thema: Grossrat

Anlässlich der 6. Gen­er­alver­samm­lung der Arbeits­ge­mein­schaft für Wirtschaft und Gesellschaft (AWG) Deutschfreiburg kamen die Mit­glieder in den Genuss von inter­es­san­ten Details zur Weizen­züch­tung und den dazu notwendi­gen Forschungsar­beit­en auf dem Feld.

Lesen Sie weit­er


Die bei­den Co-Präsi­den­ten Thomas Rauber und Daniel Bürdel kon­nten von span­nen­den Anlässen der AWG Deutschfreiburg während des let­zten Jahres bericht­en. Ver­schiedene The­men an der Schnittstelle von Wirtschaft, Gesellschaft und Poli­tik wur­den behan­delt, und die Mit­glieder nah­men an Präsen­ta­tio­nen, Podi­ums­diskus­sio­nen und Fir­menbesich­ti­gun­gen teil.

Nach sechs Jahren Auf­bauar­beit gab Thomas Rauber seinen Rück­tritt als Co-Präsi­dent bekan­nt. Zu seinem Nach­fol­ger als Co-Präsi­dent wählten die Mit­glieder Andreas Wieser aus St. Ursen.

Nach der Gen­er­alver­samm­lung erfuhren die Mit­glieder Neues in drei ver­schiede­nen The­men­blöck­en. Kassier Oswald Per­ler organ­isierte über die Fir­ma Del­ley Samen und Pflanzen AG neben einem the­o­retis­chen und prak­tis­chen Ein­blick in die Getrei­dezüch­tung eine Bege­hung des Schloss­es Del­ley. Die Mit­glieder lern­ten in sämtlichen The­menge­bi­eten nicht alltägliche Einzel­heit­en ken­nen. Ins­beson­dere die langfristige Aus­rich­tung der Forschungsar­beit liess die Mit­glieder staunen.

Autor:AWG

Weniger Text


Plaffeien23 — FN 19.06.2018

Thema: Plaffeien23

Plaf­feien 19.06.2018

Plaf­feier sprudeln nur so vor Ideen, wenn es um ihren Dor­fk­ern geht.

Lesen Sie weit­er

«Zu viel Verkehr bei der Kirche, kein Tre­ff­punkt für Jugendliche, viele Vere­ine mit gutem Ange­bot, das Wertschöp­fungspoten­zial bei Anlässen wird nicht aus­geschöpft, es fehlt eine Begeg­nungszone» – diese und noch viele andere Bemerkun­gen haben Bürg­er der Gemeinde Plaf­feien im Rah­men des Mitwirkung­spro­jek­ts «Plaffeien23» geäussert. Die Gemeinde hat­te sie ein­ge­laden, Ideen und Wün­sche zu for­mulieren, wie das Dorfzen­trum der Ober­land-Gemeinde aufgew­ertet wer­den kön­nte (die FN berichteten). Das Echo war sehr gross, so dass bere­its vor dem Auf­tak­tan­lass zahlre­iche Ideen zusam­mengekom­men waren. Der Auf­marsch am Anlass selb­st hat die Organ­isatoren am Woch­enende pos­i­tiv über­rascht. Rund 120 inter­essierte Bürg­erin­nen und Bürg­er haben an der dreistündi­gen Ver­anstal­tung teilgenom­men, darunter junge und ältere Bürg­er, Einge­sessene und Zuge­zo­gene, pri­vat Inter­essierte und Vertreter von Vere­inen. «Wir sind über­wältigt», sagt Ammann Otto Lötsch­er. «Der grosse Auf­marsch und die vie­len Vorschläge, die zusam­menge­tra­gen wur­den, zeigen, dass den Bürg­er.

Sechs Arbeits­grup­pen

Die Ausle­ge­ord­nung von ­Ideen, Wün­schen, Kri­tik und Bemerkun­gen hat das externe Pla­nungs­büro, welch­es das Pro­jekt begleit­et, in zwölf Bedürfnisse zusam­menge­fasst. Sechs davon haben die Bürg­er nun aus­gewählt, um sie in Arbeits­grup­pen weit­erzubear­beit­en. Klar­er Favorit war dabei der Verkehr und die Fuss­gänger­sicher­heit im Dorfzen­trum. Weit­ere betrafen unter anderem die Wün­sche nach mehr Tre­ff­punk­t­möglichkeit­en für Jugendliche, mehr Ange­bote für Eltern mit Kindern und weit­ere Freizeitak­tiv­itäten und gute Rah­menbe­din­gun­gen für das Gewerbe. Im kom­menden Herb­st präsen­tieren die Grup­pen das Resul­tat wiederum im Plenum..

Weniger Text


Zeitungsartikel Ein grosses Musikfest ist zu Ende Freiburger Nachrichten vom 14.05.2018

Nach vier Tagen endete am Son­ntag das Bezirksmusik­fest Sense. Trotz trübem Wet­ter marschierten 17 Musikge­sellschaften an der Parade durch das Dorf Plaf­feien.

Lesen Sie weit­er

Graue Wolken am Him­mel, Niesel­re­gen und ein frisch­er Wind – der let­zte Tag des viertägi­gen Bezirksmusik­fests Sense in Plaf­feien war von tris­tem Wet­ter geprägt. Es ver­mi­este den anwe­senden Musik­erin­nen und Musik­ern, Ver­wandten und Fes­t­freudi­gen gestern jedoch nicht die Stim­mung: Im grossen Festzelt auf der Reit­sportan­lage in Plaf­feien führten die Leute muntere Gespräche, kleine Kinder liefen zwis­chen den Fes­t­bänken hin und her, und Fam­i­lien stiessen anlässlich des Mut­tertags mit einem Gläschen Wein auf ihre lieb­sten Müt­ter an.

Im Gle­ich­schritt, marsch!

Ab 14 Uhr besam­melten sich Gross und Klein an der Haupt­strasse in Plaf­feien, um der Parade von 17 Musikge­sellschaften zuzuschauen. Die Ver­ant­wortlichen der Musikge­sellschaften über­liessen den Auftritt nicht dem Zufall: Vor dem Beginn brachte jed­er Diri­gent seine Musikan­tinnen und Musikan­ten mit gle­ich grossen Abstän­den zueinan­der in Stel­lung. Danach standen die Musik­er still und konzen­tri­ert bere­it, die Füsse wie eine Ente posi­tion­iert: Versen zusam­men, Zehen nach aussen. Sobald der Diri­gent das Zeichen gab, marschierten die Musik­er in Reih und Glied die Strasse hin­unter, schön im Takt und immer in star­rer Posi­tion. Die Experten waren auch hier – wie bei den Konz­ertvorträ­gen – präsent und begutachteten jeden Schritt und jeden gespiel­ten Ton der Marschmusiken.

Organ­i­sa­tion ist gelun­gen

Während des Umzugs beruhigte sich das Wet­ter für knappe zwei Stun­den; für den Grossauftritt aller Musikvere­ine reichte es lei­der nicht mehr. Der geplante Gesamtchor auf dem Fuss­ballplatz fiel buch­stäblich ins Wass­er. Das eigens für das Bezirksmusik­fest kom­ponierte Stück von drei jun­gen Plaf­feiern, das von allen Musikge­sellschaften gemein­sam aufge­führt wor­den wäre (FN vom Sam­stag), spiel­ten schliesslich die Musikge­sellschaften Alphorn Plaf­feien und Düdin­gen im grossen Festzelt. Das sei allerd­ings der einzige Pro­gramm­punkt gewe­sen, der nicht wie geplant durchge­führt wor­den sei, bilanzierte Daniel Bürdel, OK-Präsi­dent des Bezirksmusik­fests Sense.

Und das Faszinierend­ste für mich sind die Fre­und­schaften zwis­chen Jun­gen und Älteren.
Daniel Bürdel, OK-Präsi­dent des Bezirksmusik­fests Sense

Jed­er Helfer ist stets pünk­tlich zu sein­er Arbeit erschienen und war bere­it, sich für den Anlass einzuset­zen.» Seit Don­ner­stag haben rund 450 frei­willige Helfer in 550 ver­schiede­nen Schicht­en gear­beit­et. «Bei der Verpfle­gung hat­ten wir es mit Voll­profis zu tun», sagte Bürdel gegenüber den FN. Bei den zwei Ban­ket­ten seien sämtliche Mahlzeit­en warm serviert wor­den. Alleine am gestri­gen Ban­kett bere­it­ete das Verpfle­gung­steam ganze 800 Menüs vor. Ein weit­eres Lob des OK-Präsi­den­ten ver­di­en­ten sich die Mit­glieder der Musikge­sellschaft Alphorn Plaf­feien, die für die Deko­ra­tion im Dorf und in den Festzel­ten zuständig waren. «Über Wochen haben sie mit viel Liebe an der Deko­ra­tion gebastelt», so Bürdel.

Rund 10 000 Besucherin­nen und Besuch­er hat­te das Organ­i­sa­tion­skomi­tee des Bezirksmusik­fests in Plaf­feien erwartet. Diese Besucherzahl wurde erre­icht, trotz schlechtem Wet­ter am Son­ntag.

«Es gibt kein Drehbuch»

Nach den let­zten Fes­tlichkeit­en haben die Aufräum- und Abbauar­beit­en begonnen. «Ziel ist es, dass man bis Mon­tag nur noch sehr wenig vom Fest sieht», erk­lärte OK-Präsi­dent Bürdel. Für das Organ­i­sa­tion­skomi­tee begin­nt danach die eigentliche Arbeit: die Kon­trolle der Finanzen und der Abschluss­bericht.

Tra­di­tion­s­gemäss übergibt jede Sensler Musikge­sellschaft, die ein Bezirksmusik­fest durch­führen durfte, seine gesam­melten Erfahrun­gen weit­er an den näch­sten Vere­in, der die Ver­anstal­tung organ­isieren darf. «Jedes Dorf hat seine eigene Infra­struk­tur, weshalb es kein spezielles Drehbuch dafür gibt. Den­noch kann jed­er von den Erfahrun­gen prof­i­tieren», so Bürdel. In fünf Jahren führt die Musikge­sellschaft Düdin­gen das Bezirksmusik­fest durch.

Es sei die Freude und das Engage­ment aller Musikan­tinnen und Musikan­ten, das ihn am meis­ten am Bezirksmusik­fest begeis­tere, so Daniel Bürdel. «Und das Faszinierend­ste für mich sind die Fre­und­schaften zwis­chen Jun­gen und Älteren.»

Ban­kett

«Die Blas­musik ist ein wichtiges Kul­turgut»

Am Son­ntag fand im Festzelt des Bezirksmusik­fests Sense in Plaf­feien ein Ban­kett statt. Neben der musikalis­chen Unter­hal­tung der Musikge­sellschaft Brünis­ried hiel­ten ver­schiedene Vertreter aus Poli­tik und Musik­szene ihre Reden. Der Ammann von Plaf­feien, Otto Lötsch­er, wies auf die lange Tra­di­tion der Musikge­sellschaften im Sense­bezirk hin und betonte: «Die Blas­musik ist ein wichtiges Kul­turgut unser­er Region.» Ein Anlass wie das Bezirksmusik­fest bringe Jung und Alt zusam­men.

Auch Michael Fontana vom Kan­tonalen Musikver­band betonte die Wichtigkeit des gesellschaftlichen Aspek­ts: «Das Fest bietet die Gele­gen­heit, einan­der wiederzuse­hen, Fre­und­schaften zu pfle­gen und auch neue Leute ken­nen­zuler­nen.» Es hät­ten während des Woch­enen­des stets ein gutes Kli­ma und ein fre­und­schaftlich­er Umgang inner­halb der Musikge­sellschaften geherrscht, sagte Fontana.

Ober­amt­mann Man­fred ­Rae­my lobte das grosse Engage­ment des Organ­i­sa­tion­skomi­tees und der frei­willi­gen Helfer. «Dieser Ein­satz ist unbezahlbar.» Zulet­zt erhielt Staat­srat Olivi­er Cur­ty grossen Applaus für sein Loblied auf die Schlagzeuger in den Musikvere­inen. «Die Schlagzeuger erhal­ten nicht immer die entsprechende Wertschätzung. Ohne sie gäbe es aber keinen Rhyth­mus und keinen Dri­ve», sagte er.

Autor:Jocelyne Page

Weniger Text