Kategorie: Grossrat

Vorbereitung für IT-Geräte an Sekundarschulen läuft — FN vom 4.12.2020

Thema: Grossrat

Der Staat­srat hat mit der Umset­zung des Gross­rats-Entschei­des begonnen, gemäss dem jed­er OS-Schüler sein IT-Gerät erhält 

Lesen Sie weiter

Mit 54 gegen 28 Stim­men bei 13 Enthal­tun­gen hat der Grosse Rat im Sep­tem­ber eine Motion der Gross­räte Urs Per­ler (Mitte links – CSP, Schmit­ten) und Daniel Bürdel (CVP, Plaf­feien) gut­ge­heis­sen: Schüler der Stufen 9H bis 11H sollen ein per­sön­lich­es IT-Gerät erhal­ten. Dies bedeutet: Der Kan­ton Freiburg muss in näch­ster Zeit rund 11 000 IT-Geräte für Schüler der Freiburg­er Sekun­darschulen anschaffen.

«Um dem entsprechen­den Auf­trag des Grossen Rates nachzukom­men, aktu­al­isiert die Erziehungs­di­rek­tion derzeit ihr Konzept für die Inte­gra­tion von Medi­en und Infor­ma­tions- und Kom­mu­nika­tion­stech­nolo­gie in den Unter­richt.» Dies schreibt der Staat­srat in sein­er Antwort auf eine Anfrage der Gross­räte Markus Jul­my (CVP, Schmit­ten) und Esther Schwaller-Merkle (CVP, Düdin­gen). Diese woll­ten Auskun­ft über die Frage, inwiefern Tablets für alle so rasch wie möglich flächen­deck­end und leicht zugänglich in den Schulen möglich sind. Der Staat­srat habe mit der Arbeit an der Umset­zung der Motion begonnen, schreibt er. Er werde zu gegeben­er Zeit informieren, welche Mass­nah­men dazu ergrif­f­en werden.

Auf­gabenent­flech­tung

Der Staat­srat ver­tritt in sein­er Antwort aber auch die Mei­n­ung, dass eine Änderung der Auf­gaben- und Las­ten­teilung im Rah­men der Auf­gabenent­flech­tung zwis­chen Kan­ton und Gemein­den nicht isoliert behan­delt wer­den solle. Gemäss dem Gross­rat­sentschluss wird näm­lich der Kan­ton die Kosten für die IT-Geräte tra­gen müssen.

Der Staat­srat gibt zu bedenken, dass, wenn die Schüler aus­gerüstet wer­den, auch die Lehrper­so­n­en entsprechend aus­ges­tat­tet sein müssten. Selb­st die Eltern müssten in den Bil­dungsauf­trag ein­be­zo­gen wer­den. In jed­er Schule müsse eine aus­re­ichende Net­zw­erk­in­fra­struk­tur bere­it­gestellt sowie Sup­port- und Unter­stützungs­mass­nah­men vorge­se­hen wer­den. Fast 50 000 Geräte müssten je nach gewähltem Min­destal­ter ver­wal­tet werden.

Autor: Urs Haen­ni

Weniger Text


Bahn frei für Bezirks-Bus-Abonnement — FN vom 6.11.2020

Thema: Grossrat

Alle Sensler OS-Jugendlichen erhal­ten ab dem Schul­jahr 2021/22 ein Bus-Abon­nement, das im ganzen Bezirk gültig ist. Der Gemein­de­ver­band hat im Rah­men der Bud­get­ber­atung grünes Licht für das Pro­jekt gegeben. 

Lesen Sie weiter

Fast hätte man sich gestern Abend an der Delegierten­ver­samm­lung der Ori­en­tierungss­chulen Sense wie in einem schlecht laufend­en Film fühlen kön­nen: vorne eine grosse Lein­wand und hin­ten nur vere­inzelte Sitze beset­zt. Mit Film und Fik­tion hat­te diese Ver­samm­lung in der Aula der OS Plaf­feien aber wenig zu tun. Vielmehr haben die Delegierten aller Sensler Gemein­den inner­halb reko­rd­verdächtig kurz­er Zeit das Bud­get 2021 für den Betrieb der vier OS-Zen­tren in Plaf­feien, Tafers, Düdin­gen und Wün­newil genehmigt. Ein Voran­schlag, der einen Aufwand von 15,42 Mil­lio­nen Franken vor­sieht. Einen Löwenan­teil davon, näm­lich 15,09 Mil­lio­nen Franken, übernehmen die Gemein­den sol­i­darisch. Ihr Anteil ist um 250 000 Franken tiefer als im Vorjahresbudget.

Bus-Abo für OS-Jugendliche

Mit diesem Geld finanzieren die Gemein­den ab dem Schul­jahr 2021/22 unter anderem für alle rund 1350 OS-Schü­lerin­nen und ‑Schüler ein Bus-Abon­nement. Die OS Sense set­zt damit ein Pro­jekt um, das in den let­zten Jahren immer wieder ein The­ma war (die FN berichteten). Dieses Abon­nement kön­nen die Jugendlichen für ihren Schul­weg per TPF- oder Postau­to-Bus ver­wen­den. Es ist aber auch ausser­halb der Schulzeit­en und in den Ferien gültig – für den ganzen Bezirk und auch für Fahrten in die Stadt Freiburg. Damit kön­nen die Jugendlichen beispiel­sweise an Sport- oder Kul­tur­ak­tiv­itäten teil­nehmen. Mit dem neuen Ange­bot wollen die OS Sense und die Mobil­ität­skom­mis­sion der Region Sense die jun­gen Leute schon früh mit ein­er ökol­o­gis­chen Mobil­ität ver­traut machen.

Kosten bleiben gleich

Die Sensler Gemein­den kostet dieses neue Ange­bot nicht mehr, als sie heute für Schüler­trans­porte aus­geben, näm­lich etwa 700 000 Franken. Der Grund liegt darin, dass die OS Sense bish­er TPF und Postau­to ver­schiedene Extrakurse für Schüler­trans­porte bezahlen musste. Das fällt weg, weil eine Mehrheit der bish­eri­gen Extrakurse mit­tler­weile Teil des nor­malen Lin­i­en­net­zes des öffentlichen Verkehrs gewor­den sind.

Eini­gung erzielt

Nur noch zwei dieser Extrakurse fehlen aktuell im Lin­i­en­netz, ein­er auf der Strecke Ueberstorf–Flamatt–Wünnewil und ein­er vom Weil­er Chrache nach St. Sil­vester. Doch auch sie wer­den ab dem Fahrplan­wech­sel im Dezem­ber 2021 Teil des reg­ulären Fahrplans. Diese gute Nachricht hat Ober­amt­mann Man­fred Rae­my, Präsi­dent der Bezirk­skom­mis­sion Mobil­ität der Region Sense, den Delegierten gestern Abend mit­geteilt. Darauf haben sich die besagte Kom­mis­sion, das Amt für Mobil­ität des Kan­tons Freiburg und die Trans­portun­ternehmen vor drei Tagen geeinigt. «Dieser Entscheid hat mich riesig gefreut», sagte Christa Bürgy-Schubnell.

Dieser Entscheid muss näch­sten Früh­ling im Rah­men der kan­tonalen Pla­nung für den Fahrplan­wech­sel noch vali­diert wer­den. Man­fred Rae­my ist aber sehr zuver­sichtlich, dass dies der Fall sein wird. Die OS Sense wartet nicht bis zum Fahrplan­wech­sel, son­dern führt die Bezirks-Abon­nements bere­its im näch­sten Herb­st mit Beginn des Schul­jahres 2021/22 ein.

Tablets bald kan­ton­al geregelt

Die Gemein­de­v­ertreterin­nen und ‑vertreter haben das Bud­get 2021 ein­stim­mig und ohne Diskus­sion genehmigt. Beim Unter­richts­ma­te­r­i­al sind 114 700 Franken weniger bud­getiert wor­den, weil man davon aus­ge­ht, dass weniger Papi­er aus­ge­druckt wird. Dies, weil die OS Sense auf das Schul­jahr 2020/21 die soge­nan­nte 1‑to-1-Strate­gie umge­set­zt hat: Jedem OS-Jugendlichen wurde zu Beginn des Schul­jahres ein Tablet zur Nutzung überlassen.

Der OS Ver­band hat­te gehofft, dass der Staat­srat dem Beispiel der Sensler fol­gt und die 1‑to-1-Strate­gie für den ganzen Kan­ton umset­zt und sich so an den Kosten beteiligt. Das wollte dieser aber nicht. Doch in der Sep­tem­ber-Ses­sion hat ein Grossteil des Par­la­ments dann eine Motion der Gross­räte Urs Per­ler (Mitte links – CSP, Schmit­ten) und Daniel Bürdel (CVP, Plaf­feien) für ein per­sön­lich­es Tablett gut­ge­heis­sen. «Es kann aber noch eine Weile dauern, bis das Gesetz geän­dert ist und wir Geld vom Kan­ton erhal­ten», sagt Christa Bür­gy-Schub­nell. Sie rechne mit etwa zwei Jahren.

Noch ist nicht klar, in wieweit die Coro­na-Pan­demie die Finanzen der OS Sense bee­in­flusst. Bei eini­gen Aufwand­sposten wie etwa bei den Ver­anstal­tun­gen habe man einen Betrag im bish­eri­gen Rah­men bud­getiert, sagte Christa Bür­gy-Schub­nell, Gemein­derätin von Wün­newil-Fla­matt und Präsi­dentin des Gemein­de­ver­bands OS Sense. Das Bud­get wurde erstellt, als noch nicht klar war, wie sich die zweite Welle entwick­elt und dass der Staat­srat Schul­lager aller Art bis Ende März 2021 verbietet.

Autor: Imel­da Ruffieux

Weniger Text


Massnahmen für die Gastronomie — La Liberté vom 14.10.2020

Thema: Grossrat

La_Liberté_14.10.2020_Daniel_Buerdel

 

Dank einem Änderungsantrag von Daniel Bürdel und Nadine Gob­et erhält die Freiburg­er Gas­tronomie im Rah­men des kan­tonalen Ankurbelungs­planes eine Unter­stützung von Fr. 3’000’000.- zur Abfederung der wirtschaftlichen Kon­se­quen­zen der Covid-19 Pan­demie. Die kom­menden Win­ter­monate wer­den für die Restau­rant­be­triebe schwierig wer­den (diverse Absagen Firme­nessen, Grup­pe­nessen, etc.). Unter­stützen wir deshalb weit­er­hin unsere regionale Gas­tronomie und helfen wir mit, die Vielfalt und Qual­ität der Freiburg­er Gas­tronomie zu erhalten!


Freiburg erneuert Basis für Loterie Romande — FN vom 18.09.2020

Thema: Grossrat

Der Grosse Rat hat dem Beitritt Freiburgs zu einem nationalen und einem Westschweiz­er Geld­spielkonko­r­dat zuges­timmt. Die Westschweiz­er Kan­tone set­zen das Bun­des­ge­setz gemein­sam um und zählen dabei weit­er­hin auf die Loterie Romande.

Lesen Sie weiter

Auf den Kan­ton kommt nun eine teure Rech­nung zu. Auch wenn noch nicht klar ist, welche Geräte angeschafft wer­den, bez­if­ferte der Staat­srat die Kosten zulas­ten des Kan­tons auf 16 Mil­lio­nen Franken und für die Gemein­den mit den Net­zw­erk- und Stromkosten auf 2,5 Mil­lio­nen Franken über vier Jahre. Dazu wür­den jährlich 5 Mil­lio­nen Franken für die Erneuerung kom­men, sagte Erziehungs­di­rek­tor Jean-Pierre Siggen (CVP) im Parlament.

Nach der Erstel­lung des Bun­des­ge­set­zes woll­ten die Westschweiz­er Kan­tone bei der Umset­zung des Geld­spielge­set­zes möglichst koor­diniert vorge­hen. Sie haben sich zu einem Konko­r­dat mit ein­er gemein­same Vere­in­barung zusam­mengeschlossen. Dabei bleiben beste­hende Struk­turen erhal­ten, ins­beson­dere die Loterie Romande, deren Erträge kul­turellen, sozialen und sportlichen Organ­i­sa­tio­nen zugutekom­men. In der Deutschschweiz regelt eine ähn­liche Vere­in­barung die Erträge von Swisslos.

Wie Staat­srat Georges Godel (CVP) vor dem Par­la­ment sagte, halte man so an Bewährtem fest. Die Erträge der Loterie Romande wer­den schon seit 80 Jahren unter Organ­i­sa­tio­nen in der Westschweiz verteilt. Gemäss der Vere­in­barung kön­nen die Kan­ton­sregierun­gen bis zu 30 Prozent der Erlöse nach eigen­em Gut­dünken ein­set­zen, der Kan­ton Freiburg beschränkt sich aber auf 7 Prozent. Godel machte auch deut­lich, dass der Kan­ton Freiburg ohne Beitritt zum Westschweiz­er Konko­r­dat gar keine Gelder der Loterie Romande mehr erhielte.

Kom­mis­sion­ssprecherin Gabrielle Bour­guet (CVP, Granges) erk­lärte, dass die eid­genös­sis­che Geset­zge­bung vor allem Grosspiele regle, wie etwa Spiel­banken, Online-Casi­nos oder über­re­gionale Lot­te­rien. Das kan­tonale Aus­führungs­ge­setz regelt dage­gen Klein­spiele (siehe Text oben).

Bernadette Hän­ni (SP, Murten) sagte, dass ein gle­ichzeit­iger Beitritt zum nationalen und zum Westschweiz­er Konko­r­dat Sinn mache. Der Kan­ton sei eher für Bewil­li­gun­gen und Kon­trollen zuständig. Daniel Bürdel (CVP, Plaf­feien) machte deut­lich, dass es vom Freiburg­er Entscheid abhänge, ob die Loterie Romande kün­ftig in Freiburg noch Spiele anbi­eten dürfe oder nicht.

Kri­tisch äusserte sich Antoinette de Weck (FDP, Freiburg). Sie sieht in der neuen Regelung eine Ver­let­zung der Gewal­tentren­nung sowie einen Man­gel an inter­par­la­men­tarisch­er Kon­trolle. Die Jus­tizkom­mis­sion bemän­gle, dass die Richter der interkan­tonalen Geld­spielauf­sicht durch eine Direk­torenkon­ferenz ernan­nt wer­den, und die inter­par­la­men­tarische Kom­mis­sion über­gan­gen werde. Georges Godel sagte, man habe ursprünglich Kan­ton­srichter für dieses Amt gewollt, aber über die Direk­torenkon­ferenz werde die Demokratie den­noch respektiert.

Autor: Urs Haen­ni

Weniger Text


Grosser Rat akzeptiert Ausrüstung der OS-Schüler mit persönlichen IT-Geräten — FN vom 16.09.2020

Thema: Grossrat

Ich freue mich, dass der Grosse Rat die von Per­ler Urs und mir ein­gere­ichte Motion zur Aus­rüs­tung der OS-Schüler mit einem per­sön­lichen IT-Gerät klar angenom­men hat. Dies ist ein wichtiger Schritt im Bere­ich der Dig­i­tal­isierung und der entsprechen­den Aus­bil­dung der Freiburg­er OS-Schüler. Auch wird dadurch das Mod­ell 1to1 der OS Sense gestützt, welche ab Novem­ber 2020 die Aus­rüs­tung der Sensler OS-Schüler mit Tablets vorsieht.

Lesen Sie weiter

Der Grosse Rat hat eine Motion genehmigt, gemäss der alle Schüler der Freiburg­er Sekun­darschulen ihr per­sön­lich­es IT-Gerät erhal­ten. Der Staat­srat emp­fahl eine Ablehnung. Nun erwartet ihn eine Rech­nung von 16 Mil­lio­nen Franken.

Rund 11 000 IT-Geräte für Schü­lerin­nen und Schüler der Freiburg­er Sekun­darschulen muss der Kan­ton Freiburg in näch­ster Zeit anschaf­fen. Der Grosse Rat hat mit 54 gegen 28 Stim­men bei 13 Enthal­tun­gen eine Motion der Gross­räte Urs Per­ler (Mitte links – CSP, Schmit­ten) und Daniel Bürdel (CVP, Plaf­feien) gut­ge­heis­sen: Schüler der Stufen 9H bis 11H sollen ein per­sön­lich­es IT-Gerät erhal­ten. Es han­delt sich damit um das 1:1‑Ausrüstungsmodell. Im Kan­ton ken­nt beispiel­sweise die OS Sense bere­its das 1:1‑Modell. Ander­norts müssen mehrere Schüler ein Gerät teilen.

Auf den Kan­ton kommt nun eine teure Rech­nung zu. Auch wenn noch nicht klar ist, welche Geräte angeschafft wer­den, bez­if­ferte der Staat­srat die Kosten zulas­ten des Kan­tons auf 16 Mil­lio­nen Franken und für die Gemein­den mit den Net­zw­erk- und Stromkosten auf 2,5 Mil­lio­nen Franken über vier Jahre. Dazu wür­den jährlich 5 Mil­lio­nen Franken für die Erneuerung kom­men, sagte Erziehungs­di­rek­tor Jean-Pierre Siggen (CVP) im Parlament.

Der Staat­srat hat­te die Ablehnung der Motion emp­fohlen. Siggen sagte ins­beson­dere, dass die Zeit noch nicht reif sei dafür. Er erwäh­nte, dass Medi­en und Infor­matik bere­its im Deutschschweiz­er Lehrplan 21 vorge­se­hen sei, dass der Westschweiz­er Lehrplan aber noch nicht bere­it dafür sei. Zuerst müsse die Umset­zung der bei­den Lehrpläne klar sein, dann brauche es ein entsprechen­des Konzept und die Schu­lung der Lehrkräfte. «Die Beschaf­fung von IT-Geräten kann nicht isoliert behan­delt wer­den, es ist nur ein Teil der Dig­i­tal­isierung.» Siggen nan­nte ein Zeit­fen­ster von 2023 bis 2024, bis man für den Schritt bere­it sei.

Motionär Urs Per­ler hat­te sich ob der Antwort des Staat­srats ent­täuscht gezeigt: «Es ist schade, dass der Staat­srat nur von Prob­le­men statt von Lösun­gen spricht. Es geht nicht darum, die schulis­che Umge­bung umzukrem­peln und die Büch­er aus dem Unter­richt zu ver­ban­nen. Aber die Infor­matik schafft neue Kom­pe­ten­zen, fördert die Kreativ­ität und baut Skills auf.»

In der Rats­de­bat­te wur­den die Ausstat­tung mit IT-Geräten und auch die Kosten nicht infrage gestellt. Vielmehr bedauerte etwa Eliane Aebis­ch­er (SP, Düdin­gen), dass nur die Sekun­darschule und nicht auch die Pri­marschule berück­sichtigt werde. Auch Katha­ri­na Thal­mann-Bolz (SVP, Murten) meinte: «Die Mass­nahme bet­rifft auch die Pri­marschule.» Wie andere Gross­räte, ver­langte sie aber zwin­gend ein Rahmenkonzept.

Motionär Daniel Bürdel meinte: «Wir sind nicht gegen ein Glob­alkonzept. Wir woll­ten aber das Boot nicht über­laden: Wenn es um mehr als die OS geht, wird das Argu­ment der Kosten zu gewichtig.»

Autor: Urs Haen­ni

Weniger Text


RadioFr — Debatte Begrenzungsinitiative (10.09.2020)

Thema: Grossrat

Diskus­sion zwis­chen dem Stv. Direk­tor des Freiburg­er Arbeit­ge­berver­ban­des und Gross­rat Daniel Bürdel (CVP) und Gross­rat Adri­an Brüg­ger (SVP) über die Begren­zungsini­tia­tive zum Nachhören. 

Hier find­en Sie die ganze Debat­te zum Nachhören


Zahlen sprechen gegen die Chirurgie in Tafers- FN vom 9.07.2020

Thema: Grossrat

Der Ver­wal­tungsrat des Freiburg­er Spi­tals hat entsch­ieden, dass die Oper­a­tionstätigkeit in Tafers nicht mehr aufgenom­men wird. Dafür bleibt der Not­fall erhal­ten. Umgekehrt ist es in Riaz. Die Coro­na-Krise beschle­u­nigt Schritte auf dem Weg zur Strate­gie 2030.

Lesen Sie weiter

Für die Zukun­ft der Oper­a­tionstätigkeit am Freiburg­er Spi­tal (HFR) standen vier Szenar­ien zur Diskus­sion, sagte Ver­wal­tungsrat­spräsi­dentin Anna­maria Müller gestern an ein­er Medi­enkon­ferenz des Spi­tals: Alle bish­eri­gen Oper­a­tionstrak­te in Freiburg, Riaz und Tafers bleiben beste­hen; nur noch Freiburg führt Oper­a­tio­nen durch; Freiburg und ­Riaz bleiben offen oder Freiburg und Tafers bleiben offen.

Wie die Präsi­dentin sagte, habe der Ver­wal­tungsrat am Mon­tagabend nach 22 Uhr unter Berück­sich­ti­gung viel­er Umstände und Zahlen einen Entscheid getrof­fen: Die Oper­a­tionstätigkeit geht in Freiburg und Riaz weit­er, die Oper­a­tionssäle in Tafers wer­den ihren Betrieb nicht mehr aufnehmen.

Bere­its jet­zt alle Oper­a­tio­nen am Stan­dort Kan­ton­sspi­tal zu vere­inen, hätte keinen Sinn gemacht, so Anna­maria Müller. Die Kapaz­itäten reichen dafür nicht aus. Man hätte Investi­tio­nen täti­gen müssen, was wed­er Sinn mache noch finanziell mach­bar sei. Erst mit einem kan­tonalen Operationszen­trum im Rah­men der Strate­gie 2030 wer­den alle Oper­a­tio­nen an einem Stan­dort vere­int. So find­en in Riaz weit­er­hin ambu­lante Oper­a­tio­nen statt.

Alle bish­eri­gen Oper­a­tionstrak­te aufrechter­hal­ten wollte der Ver­wal­tungsrat aber auch nicht. «Wir brauchen ein­fachere und effizien­tere Struk­turen», so Müller. Mit drei OP-Stan­dorten schreibt das HFR allein für die Chirurgie und Orthopädie jährlich einen Ver­lust von 9 Mil­lio­nen Franken. Die Ver­luste pro Fall sind in Tafers und Riaz rund dop­pelt so hoch wie in Freiburg.

Blieb einzig die Frage, ob der zweite Oper­a­tionstrakt in Tafers oder Riaz sein soll. Der Ver­wal­tungsrat entsch­ied sich für Riaz, weil dort die Oper­a­tionstätigkeit im let­zten Jahr fast dop­pelt so hoch war wie in Tafers, weil dort mehr Per­son­al­res­sourcen zur Ver­fü­gung ste­hen und das Einzugs­ge­bi­et gröss­er ist.

Notauf­nahme auf Deutsch

Erhal­ten bleibt in Tafers die Endoskopie mit Magen- und Darm­spiegelun­gen, wie HFR-Gen­eraldirek­tor Marc Devaud präzisiert. Diese Behand­lun­gen erre­icht­en knapp die Hälfte der Anzahl Oper­a­tio­nen. Sie wur­den in Oper­a­tionssälen durchge­führt, obwohl es dazu diese Infra­struk­tur gar nicht brauche, präzisierte der Che­farzt für Anäs­the­sie, Lennart Mag­nus­son. Sprech­stun­den für Chirurgie und Orthopädie find­en weit­er in Tafers statt.

Umgekehrt hat sich der HFR-Ver­wal­tungsrat bei den Not­fall­sta­tio­nen entsch­ieden. Hier wird die Auf­nahme in Tafers rund um die Uhr beibehal­ten. Der Not­fall in Riaz hinge­gen wird in eine Per­ma­nence mit beschränk­ten Öff­nungszeit­en von 7 bis 22 Uhr umge­wan­delt. Dabei spielte die Sprache eine Rolle, sagte Anna­maria Müller: «Wir haben uns für Tafers entsch­ieden, weil es eine deutschsprachige Ein­trittsp­forte für das HFR braucht.» Dies, obwohl die Notauf­nah­men in ­Riaz mit acht und in Tafers mit vier Patien­ten pro Nacht wenig aufge­sucht werden.

Um die Behand­lung von Coro­na-Patien­ten in Freiburg zu konzen­tri­eren und genü­gend Per­son­al zur Ver­fü­gung zu haben, wur­den im März in Tafers und Riaz sowohl die Oper­a­tionstätigkeit als auch der Not­fall nachts eingestellt. Nun sollen die Oper­a­tio­nen in Riaz und der 24-Stun­den-Not­fall­dienst in Tafers so bald wie möglich den Betrieb wieder aufnehmen, spätestens aber Anfang 2021. Die Per­ma­nence in Riaz soll im Sep­tem­ber in Betrieb sein.

Tem­porär bis 2023

Wie viel mit der Neuor­gan­i­sa­tion einges­part wird, könne man noch nicht sagen, erk­lärte Marc Devaud. Es dürften 15 bis 20  Per­so­n­en weniger benötigt wer­den: «Wir ver­suchen, für alle betrof­fe­nen Mitar­bei­t­en­den eine Lösung zu find­en.» Es soll zu keinen Ent­las­sun­gen kom­men, die Neuor­gan­i­sa­tion werde über natür­liche Abgänge erfolgen.

Die Coro­na-Krise habe die neu getrof­fe­nen Entschei­de zwar beschle­u­nigt, sie stün­den aber im Rah­men der Strate­gie 2030, sagte die Ver­wal­tungsrat­spräsi­dentin. Die Strate­gie sieht bis in zehn Jahren ein kan­tonales Akut­spi­tal am Stan­dort Freiburg und Gesund­heit­szen­tren in den Regio­nen vor. Die geplanten zukün­fti­gen Auf­gaben der Stan­dorte sind immer noch in Ausar­beitung und wer­den wohl im Sep­tem­ber vorgestellt, so Müller. Somit habe die Oper­a­tionstätigkeit in Riaz wie auch der Not­fall­dienst in Tafers nur tem­porären Charak­ter. Die in dieser Woche getätigten Entschei­de seien aber in jedem Fall Teil des Vier­jahre­s­plans, das heisst sie haben gewiss bis Ende 2023 Gültigkeit.

REAKTIONEN
Von «Sehr pos­i­tiv» bis zu «Eine ver­passte Chance»

«Wir sind zufrieden im Sense­bezirk», fasst Ober­amt­mann Man­fred Rae­my zusam­men. «Für die Bevölkerung ist es ein beruhi­gen­des Gefühl, zu wis­sen, dass jemand in Tafers da ist, der einen bei einem Not­fall gut ver­sor­gen kann.» An Tre­f­fen des HFR mit Sensler Ärzten, Task­force und Gesund­heit­snetz habe man immer gefordert, den Not­fall wieder hochz­u­fahren. Er sei froh, dass die HFR-Leitung ein Zeichen zur Unter­stützung der Anliegen aus dem deutschsprachi­gen Kan­ton­steil geset­zt habe. «Damit haben wir ein Fun­da­ment, auf dem wir auf­bauen kön­nen. Es gibt uns eine Pla­nungssicher­heit, nach­dem wir eine Weile keine Per­spek­tive gese­hen haben.» Es gehe nun darum, mit dem HFR ein Ange­bot zusät­zlich­er Dien­ste zu entwick­eln. «Ich wollte für die Sensler Bevölkerung eine gute Lösung und denke, dass wir damit für ganz Deutschfreiburg eine gute Sache erre­icht haben.»

Die Coro­na-Krise habe die neu getrof­fe­nen Entschei­de zwar beschle­u­nigt, sie stün­den aber im Rah­men der Strate­gie 2030, sagte die Ver­wal­tungsrat­spräsi­dentin. Die Strate­gie sieht bis in zehn Jahren ein kan­tonales Akut­spi­tal am Stan­dort Freiburg und Gesund­heit­szen­tren in den Regio­nen vor. Die geplanten zukün­fti­gen Auf­gaben der Stan­dorte sind immer noch in Ausar­beitung und wer­den wohl im Sep­tem­ber vorgestellt, so Müller. Somit habe die Oper­a­tionstätigkeit in Riaz wie auch der Not­fall­dienst in Tafers nur tem­porären Charak­ter. Die in dieser Woche getätigten Entschei­de seien aber in jedem Fall Teil des Vier­jahre­s­plans, das heisst sie haben gewiss bis Ende 2023 Gültigkeit.

Ähn­lich sieht es Mar­cel ­Kol­ly, Präsi­dent der Task Force Pro Akut Tafers. «Wir sehen den Entscheid sehr pos­i­tiv. Es ist eine klare Botschaft an die deutschsprachige Bevölkerung: Ihr kön­nt nach Tafers in den Not­fall gehen. Das hat Hand und Fuss und ist auch für die Sensler Ärzte wichtig.» Er hoffe, dass dies eine Weile Bestand habe. Dass die Oper­a­tio­nen in Tafers bleiben, wäre schön gewe­sen, aber die Sta­tis­tik der Fälle spreche klar dagegen.

Fünf Jahre zu früh

Etwas dif­feren­ziert­er sieht es CVP-Gross­rat Daniel Bürdel: «Die Schlies­sung der OP-Säle in Tafers kommt vier bis fünf Jahre früher als erhofft.» Bish­er sei die Rede davon gewe­sen, sie so lange offen zu hal­ten, bis sie ren­oviert wer­den müssten. «Es ist stossend, dass man in Riaz investiert, während dies für Tafers nicht nötig gewe­sen wäre.» Der Patient müsse sich im Not­fall in sein­er Sprache aus­drück­en kön­nen, im Oper­a­tionssaal sei dies egal.

Der Düdinger Gross­rat André Schneuw­ly (Freie Wäh­ler) fragt sich eben­so, warum man die OP-Über­gangslö­sung nicht in Tafers gemacht hat. Wichtig sei aber, dass mit dem 24-Stun­den-Not­fall für die Deutschfreiburg­er eine Ein­gangsp­forte in das HFR geschaf­fen wor­den sei. Die Sprachen­frage bleibe wohl immer ein The­ma «und viele Deutschsprachige wer­den deshalb weit­er­hin nach Bern ins Spi­tal gehen».

Auch Gross­rätin Bernadette Mäder-Brül­hart (Mitte links – CSP) ver­wun­dert es nicht, warum viele Sensler nach Bern gehen. Sie ist gar nicht glück­lich über den Vorschlag des HFR. «Ich ver­ste­he, dass man nicht über­all operieren kann, aber warum in Riaz? Nun haben wir zwei welschsprachige Spitäler.» Eine bessere Strate­gie wäre es gewe­sen, Tafers für zehn Jahre offen zu lassen. «So hätte man bei der deutschsprachi­gen Bevölkerung Good­will für die spätere zen­tral­isierte Struk­tur auf­bauen kön­nen.» Es sei eine ver­passte Chance. Der 24-Stun­den-Not­fall­dienst mache ohne Oper­a­tions­möglichkeit wenig Sinn: «Warum soll ich erst nach Tafers, wenn ich dann doch nach Freiburg trans­feriert wer­den muss?», fragt sie. «Das HFR nimmt uns Deutschsprachige ein­fach nicht ernst. Wir sind ihnen nichts wert.»

Er sei froh, dass endlich ein klar­er Entscheid gefall­en sei, sagt SP-Gross­rat Olivi­er Flecht­ner. Es sei begrüssenswert, dass der Not­fall wieder rund um die Uhr geöffnet wird, damit die Erst­be­treu­ung in der eige­nen Sprache erfol­gen könne. Dass in Tafers nicht mehr operiert werde, sei angesichts der Zahlen und des Per­son­albe­darfs nachvol­lziehbar. «Es wurde eine Abwä­gung gemacht.» Auch für FDP-Gross­rat Rue­di Von­lan­then ist dies angesichts steigen­der Kosten und Vorschriften nachvol­lziehbar. Was er nicht akzep­tieren könne, sei, dass die Stan­dorte Riaz und Tafers nicht gle­ich behan­delt wer­den. «Bei­de haben ihre Berech­ti­gung, der eine wegen der Dis­tanz zu Freiburg, der andere wegen der Sprache.»

«Ich bin froh, dass wenig­stens der Not­fall reak­tiviert wird», so die Reak­tion von SVP-Gross­rat Adri­an Brüg­ger. «Das war ein Bedürf­nis in der Bevölkerung.» Wichtig sei, dass über­haupt ein Entscheid gefällt und kom­mu­niziert wurde. «Die ­Ungewis­sheit war für Per­son­al und Bevölkerung unbefriedigend.»

Per­son­al hat gekämpft

Der Ver­band des Per­son­als öffentlich­er Dien­ste (VPOD) erin­nert in ein­er Mit­teilung, dass sich Per­son­al der betrof­fe­nen Stan­dorte mobil­isiert hat­te, um die Leis­tun­gen zu vertei­di­gen. Nach mehreren Kon­tak­ten mit dem HFR-Ver­wal­tungsrat kon­nten der Oper­a­tionstrakt in Riaz und die Notauf­nahme in Tafers erhal­ten wer­den. Gle­ichzeit­ig bedauert die Gew­erkschaft das Ende der Chirurgie in Tafers, umso mehr als dort die nötige Infra­struk­tur vorhan­den wäre. Das Schliessen der Notauf­nahme in Riaz beze­ich­net der VPOD als den grössten Leis­tungsab­bau für 100 000 Bewohn­er seit der Schlies­sung der Geburt­sklinik 2013. Das Bürg­erkomi­tee für den Erhalt des HFR-Stan­dorts Riaz werde nun reaktiviert.

ZAHLEN UND FAKTEN
Mehr Ärzte als das Inselspital

Mit ein­er Struk­tur an drei Stan­dorten schreibt das Freiburg­er Spi­tal (HFR) für Chirurgie und Orthopädie neun Mil­lio­nen Franken Ver­lust im Jahr. Ins­ge­samt gab es bish­er 17  Oper­a­tionssäle: zehn in Freiburg, vier in Riaz und drei in Tafers. In Freiburg betrug 2019 bei 10 919 Oper­a­tio­nen die Aus­las­tung inklu­sive Woch­enende und nachts 44 Prozent, in Riaz mit 2308 Oper­a­tio­nen 36  Prozent und in Tafers mit 1372 Oper­a­tio­nen 38 Prozent unter der Woche. Als Richtwert gilt eine Aus­las­tung von 50 bis 70  Prozent. Für den Bere­ich Chirurgie Orthopädie zeigt ein Ver­gle­ich: Das Insel­spi­tal hat einen Che­farzt, das HFR vier; das Insel­spi­tal hat vier Lei­t­ende Ärzte, das HFR sieben. Bis zu den Assis­ten­zärzten hat das HFR mehr als die Insel.

Autor: Urs Haen­ni

Weniger Text


Staatsrat will HFR mehr Autonomie einräumen — FN vom 8.07.2020

Thema: Grossrat

Der Staat­srat zeigt sich gewil­lt, für das HFR beim Per­son­al­recht Anpas­sun­gen vorzunehmen. Dies geht aus sein­er Antwort auf eine Anfrage hervor.

Lesen Sie weiter

Wie sehen der kün­ftige Auf­trag und die Organ­i­sa­tion des Freiburg­er Spi­tals HFR aus? Das woll­ten die Gross­räte Daniel Bürdel (CVP, Plaf­feien) und Rudolf Von­lan­then (FDP, Gif­fers) in ein­er Anfrage vom Staat­srat wis­sen. Dabei erbat­en sie Infor­ma­tio­nen über den Leis­tungsauf­trag und die strate­gis­che Aus­rich­tung ins­beson­dere auch der Spi­tal­stan­dorte. Sie woll­ten aber auch Auskun­ft über das Per­son­al­we­sen und die Buchhaltung.

Bezüglich der Aus­rich­tung des HFR ver­wies der Staat­srat auf die herrschen­den Führungssys­teme und Kom­pe­ten­zen, die dem Ver­wal­tungsrat die Ver­ant­wor­tung für eine effiziente und wirtschaftliche Führung über­tra­gen. Dies sei passend und nicht zu ändern, so der Staat­srat. Er ver­wies darauf, dass die Organ­i­sa­tion der Spi­taltätigkeit­en an den Stan­dorten Teil der oper­a­tiv­en Führung sei. Er stellte aber auch in Aus­sicht, dass für 2023 eine neue Pla­nung mit neuen Leis­tungsaufträ­gen durch den Staat­srat vorge­se­hen sei.

Bil­lens noch offen

Das öffentliche Per­son­al­recht sei eine ständi­ge Her­aus­forderung für die Spitäler, hält der Staat­srat weit­er fest. Um dem HFR mehr Autonomie zu ermöglichen, sei er bere­it, eine Anpas­sung des Geset­zes über das HFR oder ein spez­i­fis­ches Kapi­tel für die Spitäler im Staatsper­son­alge­setz vorzusehen.

Eine Anfrage betr­e­f­fend die Zukun­ft des Stan­dorts Bil­lens im Glanebezirk beant­wortet der Staat­srat dahinge­hend, dass noch kein Entscheid zur Aufrechter­hal­tung oder ein­er allfäl­li­gen Schlies­sung des Stan­dorts getrof­fen sei.

Autor: Urs Haen­ni

Weniger Text


Bewährtes Instrument hilft in der Corona-Krise — FN vom 28.05.2020

Thema: Grossrat

Für wirtschaftliche Pro­jek­te in den ländlichen Regio­nen des Kan­tons Freiburg ste­hen bis 2023 neu 18,7 Mil­lio­nen Franken zur Ver­fü­gung. Der Grosse Rat stimmte dem kan­tonalen Anteil für die vierte Tranche der Neuen Region­alpoli­tik ein­stim­mig zu. 

Lesen Sie weiter

Freiburg­er Pro­jek­ten ste­hen im Rah­men der Neuen Region­alpoli­tik (NRP) für die näch­sten vier Jahre 18,7 Mil­lio­nen Franken zur Ver­fü­gung: 11 Mil­lio­nen Franken vom Kan­ton – davon 7,4 Mil­lio­nen als A‑fonds-per­du-Beiträge und 3,6 Mil­lio­nen als Dar­lehen – sowie 7,7 Mil­lio­nen Franken vom Bund.Unterstützt wer­den Vorhaben in den Bere­ichen Indus­trie und Touris­mus. Neben Land- und Randge­mein­den wer­den neu auch Bergge­mein­den berück­sichtigt. Der Grosse Rat hat gestern den kan­tonalen Beitrag für diese vierte Tranche der NRP mit 95  gegen null Stim­men genehmigt.

Volk­swirtschafts­di­rek­tor Olivi­er Cur­ty (CVP) beze­ich­net das Pro­gramm, das sich über die Jahre 2020 bis 2023 erstreckt, als «wichti­gen Pfeil­er für die Wieder­ankurbelung der kan­tonalen Wirtschaft». Die NRP sei nicht das einzige In­strument zu diesem Zweck. So wür­den touris­tis­che Pro­jek­te beispiel­sweise zusät­zlich durch den Touris­mus­förderungs­fonds unterstützt.

Beim Pro­gramm zur Stärkung der Wet­tbe­werb­s­fähigkeit der Regio­nen ergänzen sich eid­genös­sis­che und kan­tonale Beiträge: Ein Kan­ton muss min­destens den gle­ichen Betrag wie der Bund sprechen. Im Falle des Kan­tons Freiburg mul­ti­pliziert dieser seinen Anteil gar mit dem Fak­tor 1,3. Armand Jaquier (SP, Romont) hielt in der gestri­gen Debat­te fest, dass Freiburg bei der let­zten Tranche noch den Fak­tor  1,35 bezahlt hat­te und auch der Bun­des­beitrag höher war. Cur­ty ver­sicherte aber, dass sich der Staat­srat flex­i­bel und prag­ma­tisch zeigen werde, wenn die zu unter­stützen­den Pro­jek­te einen höheren Betrag nötig machen wür­den. Der Rück­gang im Bud­get bet­rifft vor allem die rück­zahlbaren Dar­lehen; in der Peri­ode 2016 bis 2019 bezog von 63 Pro­jek­ten aber nur eines ein Darlehen.

Wie der Volkswirtschafts­direktor aus­führte, richtet sich die kan­tonale Strate­gie der NRP an drei Haup­tach­sen aus: Lebens­mit­tel­bere­ich und Biowirtschaft, dig­i­tale Ver­ankerung sowie Smart Territory.

Gross­rätin Nadine Gob­et (FDP, Bulle) ist überzeugt, dass der NRP-Beitrag einen pos­i­tiv­en Ein­fluss auf die Wirtschaft hat. Freiburg habe das Pro­gramm bish­er schon opti­mal aus­genutzt, und die Aus­rich­tung auf den dig­i­tal­en Wan­del stelle eine ziel­gerichtete Investi­tion dar.

Daniel Bürdel (CVP, Plaf­feien) wies darauf hin, dass das Bud­get für die vierte Tranche der Freiburg­er NRP noch vor Aus­bruch der Coro­na-Krise erstellt wor­den war. Er sprach sich deshalb für eine Erhöhung aus und nahm entsprechend befriedigt Cur­tys Aus­sage zur Ken­nt­nis, dass dies bei Bedarf möglich sei. Der Plaf­feier zeigte sich auch zufrieden, dass nun 600 000 Franken für Pro­jek­te in Bergge­mein­den zur Ver­fü­gung ste­hen. Bürdel regte an, für Pro­jek­te noch stärk­er mit Freiburg­er Hochschulen zusammenzuarbeiten.

Für Cédric Péclard (La Broye c’est vous, Aumont) ist es erfreulich, dass die NRP auch die Unter­stützung von Pro­jek­ten über Kan­ton­s­gren­zen hin­weg ermöglicht. Armand Jaquier kri­tisierte aber, in der Ver­gan­gen­heit hät­ten gewisse Fir­men Unter­stützung erhal­ten und dann Stellen in andere Regio­nen delokalisiert.

Autor: Urs Haen­ni

Weniger Text


Noch sind die Hürden für viele zu hoch — FN vom 12.05.2020

Thema: Grossrat

Seit gestern dür­fen grund­sät­zlich alle Leis­tungs- und Freizeit­sportler in der Schweiz wieder trainieren, wenn sie strik­te Hygien­eregeln ein­hal­ten. Ger­ade für Clubs im Bre­it­en­sport sind die Vor­gaben aber nur teil­weise prak­tik­a­bel. Die FN haben bei Vere­inen nachgefragt. 

Lesen Sie weiter

Gestern kam ein Stück Nor­mal­ität zurück in den Schweiz­er All­t­ag. So durften beispiel­sweise Restau­rants, Geschäfte, Schulen und Museen unter kon­se­quenter Ein­hal­tung von Schutzkonzepten und den bekan­nten Hygiene- und Ver­hal­tensregeln im Kampf gegen das Coro­n­avirus wieder öff­nen. Auch im Bre­it­en­sport kon­nten gestern die Train­ings in allen Sportarten wieder aufgenom­men wer­den. Dabei gel­ten allerd­ings fol­gende Ein­schränkun­gen: Die Sportak­tiv­ität darf nur in Kle­in­grup­pen mit max­i­mal fünf Per­so­n­en, ohne Kör­perkon­takt und unter Ein­hal­tung der Hygiene- und Dis­tanzregeln erfol­gen. Zudem musste jed­er Sportver­band ein detail­liertes Schutzkonzept vor­legen, das aufzeigt, wie die Sportart aus­geübt wer­den kann, so dass die Gefahr ein­er Ansteck­ung möglichst ger­ing ist.

Für viele Clubs sind die Hy­gie­nevorschriften aber zu streng, sprich die Hür­den der Lockerung zu gross, um den Train­ings­be­trieb wieder aufnehmen zu kön­nen. Oder aber die Hallen sind ganz ein­fach weit­er­hin geschlossen. Die FN haben bei eini­gen Sportvere­inen nachge­fragt, wie sie denn – falls über­haupt – wieder ins Train­ing einsteigen.

FC Plaf­feien bleibt vorsichtig

Zurück­hal­tend gibt sich Andreas Schrag, Präsi­dent des FC  Plaf­feien. Wie die meis­ten Region­alvere­ine im Fuss­ball ist ein geregel­ter Train­ings­be­trieb mit den strik­ten Aufla­gen nicht umset­zbar. So sieht das vom Schweiz­er Fuss­bal­lver­band erar­beit­ete Schutzkonzept etwa vor, dass das benutzte Train­ings­ma­te­r­i­al (mobile Tore, Hütchen usw.) nach jed­er Benutzung desin­fiziert wer­den muss und die Bälle nicht in die Hand genom­men, son­dern nur mit dem Fuss gespielt wer­den sollen. «Stand heute ziehen wir die Pause deshalb für unsere Junioren- und Frauenteams bis zum Som­mer durch.» Etwas anders gestal­tet sich die Sit­u­a­tion für das Fan­ion­team, das in der 2. Liga spielt. «Die Spiel­er bren­nen da­rauf, dass es wieder los­ge­ht. Wir pro­bieren, was mit den Aufla­gen möglich ist», sagt Schrag. Man habe in Plaf­feien das Glück, zwei Ter­rains zur Ver­fü­gung zu haben, und komme sich so nicht allzu sehr ins Gehege. «Das Train­ing am Ball bleibt aber schwierig – und ste­ht darum auch nicht im Vorder­grund.» Zudem sei die Teil­nahme für die Spiel­er frei­willig, die Gesund­heit ste­he nach wie vor im Vordergrund.

Floor­ball Freiburg vor geschlosse­nen Hallen

Vorder­hand weit­er nicht trainiert wird bei Floor­ball Freiburg, ganz ein­fach deshalb, weil keine Infra­struk­turen zur Ver­fü­gung ste­hen. «Obwohl wir mit dem Train­ing starten kön­nten, ist die Real­ität eine andere. Im Moment sieht es danach aus, als ob die Turn­hallen in der Stadt früh­estens am 8.  Juni wieder geöffnet wer­den», hält David Krien­bühl fest. Der Club-Präsi­dent erwartet dies­bezüglich bald Neuigkeit­en. So oder so wür­den die Ein­schränkun­gen den Club aber weniger tre­f­fen als andere Sportarten. «Im Gegen­satz zum Fuss­ball wäre bei uns sowieso noch Pause. Der Kick­off für das physis­che Train­ing ist auf den 18. Mai ange­set­zt. Für uns kam die Pan­demie deshalb fast zum besten Zeit­punkt.» Mehr als das Passspiel und die Schüsse zu trainieren, wäre in den vorgeschriebe­nen Kle­in­grup­pen und ohne Kör­perkon­takt eh nicht möglich. Insofern wartet man beim Freiburg­er NLB-Vere­in ab.

TV Murten Vol­ley muss warten

Noch etwas in Geduld üben müssen sich auch die Vol­ley­bal­lerin­nen und Vol­ley­baller vom TV Murten. «Die Gemeinde hat ihr Okay noch nicht gegeben, und die Turn­hallen sind weit­er geschlossen», sagt TK-Chef Tris­tan Wieland. Er hofft aber, dass sich das bis in zwei Wochen geregelt hat. Sobald die Hallen offen seien (geschlossen blieben weit­er die Garder­oben), wür­den die 1.-Liga-Teams und ein Teil vom Nach­wuchs wieder trainieren, «natür­lich unter Ein­hal­tung der Schutz­mass­nah­men. Beim Vol­ley­ball find­et kein Kör­perkon­takt statt, weshalb doch einiges möglich ist.» Vor­gaben wie etwa die Reini­gung der Bälle nach jedem Train­ing seien umsetzbar.

Startschuss für Leichtathleten

Bere­its heute Dien­stag offiziell ges­tartet mit dem Train­ing wird bei den Leich­tath­leten vom TSV Düdin­gen. «Die Anlage im Leimack­er kann benutzt wer­den», erk­lärt Abteilungsleit­er Kurt Kol­ly. «Wir begin­nen mit den tech­nis­chen Diszi­plinen. Die Lauf­grup­pen trainieren noch ausser­halb der Bahn.» Es werde in mehreren Schicht­en trainiert – mit je vier Ath­leten und einem Train­er. «Das Schutzkonzept von Swiss Ath­let­ics ist mit der Gemeinde Düdin­gen abge­sprochen. Es braucht aber ein Umdenken. Wir Train­er etwa dür­fen den Ath­leten nicht zu nahe kom­men, um sie zu korrigieren.»

Der TC Plas­selb trainiert

Als pos­i­tiv beze­ich­net Daniel Bürdel, Präsi­dent des Ten­nis-Clubs Plas­selb, die Lockerun­gen. «Wir sind froh, kann es wieder weit­erge­hen.» Seit gestern sind die Junioren wieder im Train­ing. Max­i­mal fünf Per­so­n­en sind pro Platz erlaubt. «Die Vorschriften einzuhal­ten, ist kein Prob­lem, wir kön­nen im ähn­lichen Rah­men wie vorher trainieren.» Die Plätze in Plas­selb sind sowohl für Club-Mit­glieder als auch für Gäste offen. «Jed­er ist willkom­men. Wir müssen einzig wis­sen, wer auf dem Platz ste­ht.» Geplant ist zudem, dass der Club seine Turniere trotz Coro­na in leicht abgeän­dert­er Form durchführt.

Autor: Frank Stet­tler

Weniger Text