Kategorie: Gemeinderatswahlen

Zeitungsartikel Resultate Gemeinderatswahlen Freiburger Nachrichten vom 26.09.2016

Der neunköp­fige Gemein­der­at der bald fusion­ierten Gemeinde Plaf­feien ist seit gestern gewählt: Drei Sitze gehen an die CVP, drei an die Liste SVP und Parteilose, zwei an die Talschaft Schwarzsee und ein­er an die Liste Houzschrötler.

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Nach einem inten­siv­en Wahlkampf in Plaf­feien, Ober­schrot und Zumholz herrschte gestern Nach­mit­tag auf der Ter­rasse des Hotels Alpen­klub in Plaf­feien eine kol­le­giale Stim­mung. Die Bevölkerung der drei Sense-Ober­land-Gemein­den hat­te soeben die neunköp­fige Exeku­tive der fusion­ierten Gemeinde Plaf­feien gewählt – Gewählte und Nicht­gewählte stiessen gemein­sam darauf an. Otto Lötsch­er, langjähriger Ammann von Plaf­feien und Ini­tiant des Fusion­sprozess­es, wurde mit 418 Stim­men – dem besten Resul­tat aller 22 Kan­di­dieren­den – wiedergewählt. «Ich bin über­aus glück­lich und auch über­rascht von diesem guten Resul­tat», sagt er den FN. Seine Grup­pierung, die Talschaft Schwarzsee, erre­ichte ihr Ziel von zwei Sitzen, da auch Bruno Zbinden (bish­er) wiedergewählt wurde. Die Talschaft Schwarzsee war in Plaf­feien zusam­men mit den Freien Wäh­lern ange­treten und erre­ichte einen Wäh­ler­an­teil von 50,5 Prozent. Auf ihrer Liste nicht wiedergewählt wur­den die Gemein­deräte Andreas Stalder und Anne-Marie Von­lan­then. «Ich habe damit gerech­net, dass ich in Konkur­renz zu Bruno Zbinden ste­he und mag ihm seine Wahl von Herzen gön­nen», sagt Andreas Stalder, der nur 24 Stim­men weniger erhielt als Zbinden. Ihm sei wichtig, dass der Syn­dic Otto Lötsch­er gestärkt wor­den sei. Nun werde er sich voll für die kan­tonalen Wahlen ein­set­zen, sagte der Ober­amts- und Gross­ratskan­di­dat der Freien Wäh­ler.

Eine Frau und acht Män­ner

Das zweitbeste Resul­tat erre­ichte Daniel Bürdel (CVP, Plaf­feien). Die CVP holte in Plaf­feien einen Sitz und in Ober­schrot zwei. «Wir hät­ten gerne auch in Plaf­feien einen zweit­en Sitz geholt, aber die Kon­stel­la­tion mit der starken Talschaft war schwierig», so Bürdel, der mit seinem per­sön­lichen Resul­tat sehr zufrieden ist. Drei Sitze für die CVP, drei für die SVP, zwei für die Talschaft und ein­er für die Houzschrötler: Diese Kon­stel­la­tion im Gemein­der­at des fusion­ierten Plaf­feien ist in den Augen von Daniel Bürdel aus­geglichen. «Nie­mand dominiert», so der CVP-Gross­rat. Für ihn sei beson­ders wichtig, dass der Gemein­der­at am 1. Jan­u­ar 2017 pos­i­tiv in die neue Leg­is­latur starten könne. Für die CVP haben in Ober­schrot der amtierende Syn­dic Armin Jun­go und Gemein­derätin Antoinette Kilchör-Krat­tinger die Wieder­wahl geschafft. Antoinette Kilchör-Krat­tinger ist die einzige Frau im neuen Gremi­um. Sechs Frauen – davon zwei bish­erige – hat­ten sich als Kan­di­datin­nen zur Ver­fü­gung gestellt. Für Antoinette Kilchör wird es eine unge­wohnte Sit­u­a­tion sein, denn im Rat ihrer «alten» Gemeinde hat­ten die Frauen die Ober­hand. «Frauen sehen eine Sache manch­mal anders und reden anders miteinan­der», sagt sie dazu. Sie freue sich, dass sie gewählt wor­den sei. Sie sei sich aber auch bewusst, dass viel Arbeit auf den Gemein­der­at warte.

SVP dank Pro­porz erfol­gre­ich

In Plaf­feien erre­ichte die CVP einen Wäh­ler­an­teil von gut 30 Prozent, die Liste SVP und Parteilose schaffte es auf 19,5 Prozent Wäh­ler­an­teil und holte sich damit einen Sitz: den von Gross­rat Alfons Piller (SVP, bish­er). Gemein­der­at Alfons Neuhaus schaffte die Wieder­wahl nicht. Er sei sehr zufrieden mit diesem Wahlaus­gang, so Alfons Piller: Drei Sitze habe die SVP ins­ge­samt angepeilt, und drei Sitze habe sie im neuen Gemein­der­at auch erre­icht: Aus Ober­schrot zieht Elmar Piller (neu) in den Gemein­der­at ein, aus Zumholz Francesco Moos­er (neu). Er sei auch erfreut, dass die SVP in allen drei Gemein­den mit ein­er Liste antreten kon­nte, so Piller weit­er. Er sehe dies als Vorar­beit für die Wahlen in fünf Jahren, wenn die Aus­gangslage wieder anders sei. Die SVP hat­te in allen drei Gemein­den die Pro­porz- anstelle der Majorzwahl beantragt. Diese Ver­hält­niswahl nach Parteien ist ihr nun zugutegekom­men: In Plaf­feien beispiel­sweise erre­icht­en fünf Kan­di­dat­en ander­er Parteien mehr Stim­men als der gewählte SVP-Vertreter Alfons Piller, sie schafften wegen der Pro­porz-Verteilung den Einzug in den Gemein­der­at aber nicht.

In Zumholz kon­nte Vize-Ammann Fritz Zbinden (Houzschrötler) seinen Sitz vertei­di­gen. Hinge­gen haben die Gemein­deräte Yvan Jun­go (Parteilose) und Alexan­dra Lehmann (Freie Wäh­ler) die Wieder­wahl nicht geschafft.

Die erste Bewährung­sprobe ste­ht bevor

Schon vor dem gestri­gen Tag war klar, dass es bei den Wahlen in den drei Ober­land-Gemein­den Plaf­feien, Ober­schrot und Zumholz sowohl Gewin­ner wie auch Ver­lier­er geben wird. Neun Sitze galt es zu beset­zen, 22 Kan­di­dierende sind zur Wahl ange­treten. Klar war auch, dass einige bish­erige Amtsin­hab­erin­nen und -inhab­er nicht mehr gewählt wer­den, da die Anzahl Sitze pro Wahlkreis, also pro Fusion­spart­ner, zum Vorhere­in fest­standen. Mit dieser Kon­stel­la­tion war die Aus­gangslage span­nend, die Stimm­bürg­erin­nen und Stimm­bürg­er hat­ten die Qual der Wahl.

Was bis zum gestri­gen Wahlt­ag eine wichtige Rolle spielte – näm­lich, wer mit welch­er Strate­gie antritt, um möglichst viele Stim­men zu gewin­nen –, muss aber spätestens am 1. Jan­u­ar 2017 in den Hin­ter­grund treten. Denn um die schwierige Auf­gabe eines Neustarts nach der Dreier­fu­sion zu meis­tern, braucht es einen Gemein­der­at, der die neue Gemeinde Plaf­feien mit vere­in­ten Kräften vor­wärts­bringt und sich bei strate­gisch wichti­gen Entschei­den einig ist. Parteige­plänkel oder Partikularinte­ressen haben bei der Bewäl­ti­gung dieser grossen Her­aus­forderun­gen keinen Platz. Vielmehr müssen die neun gewählten Gemein­deräte zeigen, dass Plaf­feien nicht nur auf dem Papi­er eine geeinte Gemeinde ist.

Wie es um die Kon­sens­fähigkeit inner­halb des Gremi­ums ste­ht, kön­nen die neun schon bald unter Beweis stellen – dann näm­lich, wenn es um die Wahl des Ammanns geht. Diese Aus­marchung ist die erste Bewährung­sprobe für den neuen Gemein­der­at der neuen Gemeinde Plaf­feien.

Gemein­de­prä­sid­i­um:
Otto Lötsch­er möchte Ammann bleiben

Wer wird am 1. Jan­u­ar 2017 Syn­dic der neuen Gemeinde Plaf­feien? Otto Lötsch­er (Talschaft Schwarzsee), amtieren­der Syn­dic von Plaf­feien, würde dieses Amt gerne übernehmen. «Ich melde klar mein Inter­esse an. Aber der neue Gemein­der­at wird dies entschei­den», so Lötsch­er.

Mit Armin Jun­go (CVP, Ober­schrot) ist ein zweit­er amtieren­der Ammann Mit­glied des neuen Gemein­der­ats. Erhebt auch er Anspruch auf den Posten? «Diese Frage habe ich mir bis heute nicht gestellt», sagte er gestern den FN. Er werde dies CVP-intern und ratsin­tern disku­tieren müssen. «Ein wichtiger Fak­tor ist mein Arbeit­ge­ber.» Er arbeite heute in einem 90-Prozent-Pen­sum und müsste auf 60 Prozent reduzieren kön­nen, um den Syn­dic­posten ausüben zu kön­nen, so Jun­go. Ob dies möglich sei, wisse er nicht. Auch sein Parteikol­lege Daniel Bürdel will sich noch nicht konkret zur Syn­dic-Frage äussern. «Es wäre ver­früht, eine Aus­sage zu machen», sagt Bürdel und betont zugle­ich, dass Otto Lötsch­er klar das beste Resul­tat erzielt habe.

«Keine Macht­spiele»

«Das kann ich mir gut vorstellen», sagt Alfons Piller (SVP) auf die Frage, ob die SVP mit drei Sitzen im neuen Gemein­der­at Anspruch auf das Prä­sid­i­um erhebe. «Mäs­siges Tak­tieren ist ange­bracht, doch ich will keine Macht­spiele», präzisiert Piller. Ihm sei wichtig, dass tra­di­tionelle Werte weit­er­hin gel­ten. Die SVP werde die Syn­dic-Frage und das Vorge­hen inner­halb der Partei besprechen.
Fritz Zbinden, amtieren­der Vize-Ammann in Zumholz, erhebt keinen Anspruch auf das Amt, wie er den FN sagt.

Zahlen und Fak­ten:
Stimm­beteili­gung bei 40 bis 48 Prozent

In Plaf­feien lag die Stimm­beteili­gung bei den gestri­gen Gemein­der­atswahlen bei 45 Prozent, in Ober­schrot betrug sie 40 Prozent und in Zumholz 48 Prozent. Vor fast einem Jahr, am 27. Sep­tem­ber 2015, hat­ten die Stimm­bürg­er der drei Sense-Ober­land-Gemein­den mit 87,6 Prozent Ja-Stim­men-Anteil ein­er Fusion zuges­timmt. Sie tritt auf den 1. Jan­u­ar 2017 in Kraft. Die neue Gemeinde wird Plaf­feien heis­sen, rund 3600 Ein­wohn­er zählen und 66,3 Quadratk­ilo­me­ter umfassen. Der Steuer­fuss wird 98 Rap­pen pro Franken Kan­ton­ss­teuer für natür­liche Per­so­n­en betra­gen und 93 Rap­pen für juris­tis­che Per­so­n­en, die Liegen­schaftss­teuer drei Promille. Zugun­sten des kle­in­sten Part­ners Zumholz verzichtete Plaf­feien auf einen fün­ften Sitz im neuen Gemein­der­at. Dem Ja zur Fusion war ein langer Prozess voraus­ge­gan­gen: Der Ver­such, fünf Gemein­den im Sense-Ober­land zu fusion­ieren, ist 2015 gescheit­ert, weil Plas­selb und Brünis­ried Nein zur Fusion gesagt haben.

Autor: Imel­da Ruffieux

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Zeitungsartikel Gemeinderatswahlen Plaffeien Freiburger Nachrichten vom 22.09.2016

Noch genau 102 Tage bis zur Fusion: Die Gemein­deräte von Plaf­feien, Ober­schrot und Zumholz set­zen zum Schlussspurt an. Für die FN haben sie eine inten­sive Leg­is­latur Revue passieren lassen.

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Die Fusion von Plaf­feien, Ober­schrot und Zumholz rückt immer näher. Damit die neue Gemeinde ihre Arbeit am 1. Jan­u­ar 2017 ohne Kom­p­lika­tio­nen aufnehmen kann, laufen derzeit wichtige Vor­bere­itun­gen: Am Son­ntag entschei­den die Stimm­bürg­erin­nen und Stimm­bürg­er der drei Gemein­den an der Wahlurne darüber, wer die poli­tis­chen Geschicke der neuen Gemeinde führen wird (siehe Kas­ten). Bevor diese neuen Kräfte übernehmen, ste­ht für die bish­eri­gen Gemein­deräte aber noch der Schlussspurt ein­er inten­siv­en Leg­is­latur an. Die Ammän­ner von Plaf­feien und Ober­schrot sowie der Vize-Syn­dic von Zumholz – in Vertre­tung von Gemein­de­präsi­dentin Irene Her­zog – haben für die FN Bilanz gezo­gen.

OS-Umbau als ein Meilen­stein

«Vom finanziellen Umfang her hat der Um- und Aus­bau der OS Plaf­feien alle anderen Pro­jek­te über­strahlt», erk­lärt Armin Jun­go. Für den Ammann von Ober­schrot ist es eines der wichtig­sten Dossiers, welch­es die Sitzge­mein­den in den let­zten Jahren voran­brin­gen kon­nten. Mit ins­ge­samt sieben Mil­lio­nen Franken waren die drei Gemein­den in das 34-Mil­lio­nen-Franken-Pro­jekt involviert. Bis Ende Jahr soll­ten die Arbeit­en abgeschlossen sein», sagt Plaf­feiens Syn­dic Otto Lötsch­er über das Fortschre­it­en des «Meilen­stein-Pro­jek­ts». Auch für Fritz Zbinden, den Vize-Syn­dic von Zumholz, rang­iert der Aus­bau der Ori­en­tierungss­chule ganz zu oberst auf der Liste der Schlüs­sel­dossiers in der zu Ende gehen­den Leg­is­latur.

«Aber auch die Erweiterung des Pflege­heims Bach­mat­te in Ober­schrot, der Bau des Feuer­wehrge­bäudes in Plaf­feien und das Voran­brin­gen der Fusion waren für alle drei Gemein­den zen­trale Pro­jek­te», zählt Fritz Zbinden auf. Daneben investierten die drei Gemein­den viel in die eigene Infra­struk­tur. «Ob Pump­sta­tio­nen, Schul­haus­platz oder Gemein­de­strassen – uns war es ein Anliegen, die Infra­struk­tur in Schuss zu hal­ten», sagt Armin Jun­go. Während er froh darüber ist, dass in Ober­schrot viele Sanierun­gen angepackt wer­den kon­nten, ist Otto Lötsch­er vor allem die Entwick­lung des Touris­mus in guter Erin­nerung geblieben. «Anfang Leg­is­latur war die alte Kaserne in Schwarzsee noch ein Sor­genkind für uns.» Mit dem Cam­pus Schwarzsee habe eine ide­ale Lösung gefun­den wer­den könne. «Die Gemeinde ist auch in Zukun­ft auf einen gesun­den Touris­mus angewiesen. Pri­vate haben da mit Unter­stützung durch die öffentliche Hand sehr gute Arbeit geleis­tet.»

Fusion hat nicht verzögert

Dossiers, die im Hin­blick auf die Fusion bewusst zurück­gestellt wur­den, habe es in den drei Gemein­den keine gegeben. «Im Gegen­teil; wir haben ver­sucht, so viel wie möglich vorher zum Abschluss zu brin­gen oder zumin­d­est aufzu­gleisen», sagt Fritz Zbinden. Dabei habe bei vie­len Bürg­ern wohl auch die Angst mit­ge­spielt, dass die Anliegen von Zumholz nach ein­er Fusion in den Hin­ter­grund rück­en kön­nten. «Dass uns Plaf­feien einen zusät­zlichen Sitz im Gemein­der­at gewährt hat, ist ein deut­lich­es Zeichen dafür, dass man sich dieser Sorge bewusst ist.»

«Wenn eine Investi­tion zurück­gestellt wer­den musste, dann weil wir sehr haushäl­ter­isch mit den Finanzen umge­gan­gen sind», erk­lärt Armin Jun­go. Es sei dem Gemein­der­at ein wichtiges Anliegen gewe­sen, Schulden­ab­bau zu betreiben. «Die Gemeinde kon­nte in den let­zten Jahren mehrere gute Jahresab­schlüsse verze­ich­nen und ste­ht nun auf finanziell gesun­den Beinen.» Ein Dossier, in dem wir gerne weit­ergekom­men wären, bet­rifft die Orts- und Raum­pla­nung», sagt Otto Lötsch­er und spricht damit seinen bei­den Kol­le­gen aus dem Herzen. «Die Ungewis­sheit mit dem kan­tonalen Raum­pla­nungsmora­to­ri­um ist frus­tri­erend und für die Gemein­den eine grosse Belas­tung. Ich hoffe, dass wir hier bald Fortschritte erzie­len kön­nen», sagt Armin Jun­go. Gle­ich­es wün­scht sich Otto Lötsch­er für das Hochwasser­schutzpro­jekt Bachver­bau­ung Burstera, für welch­es noch immer keine Baube­wil­li­gung vom Kan­ton vor­liege: «Obwohl eine solche bit­ter nötig wäre.» Trotz einiger Prob­lem­dossiers fällt die Bilanz der sich zu Ende neigen­den Leg­is­latur aus Sicht der drei Gemein­deräte pos­i­tiv aus. «Auch nach der Fusion wird viel Arbeit auf die Gemeinde zukom­men», sagt Fritz Zbinden, «aber die Aus­gangslage ist vielver­sprechend.»

Gemein­der­atswahlen: 22 Frauen und Män­ner wollen das «neue» Plaf­feien führen

Auf den 1. Jan­u­ar 2017 wach­sen Plaf­feien, Ober­schrot und Zumholz auch poli­tisch zu ein­er Gemeinde zusam­men. Sechs Frauen und 16 Män­ner stellen sich zur Ver­fü­gung, ein Exeku­ti­vamt in der neuen Gemeinde Plaf­feien zu übernehmen. Wer den Einzug ins neunköp­fige Gremi­um schafft, entschei­det sich am Son­ntag an den Wahlur­nen. Die Gemein­der­atswahlen im Sense-Ober­land ver­sprechen so span­nend zu wer­den wie noch sel­ten zuvor: Von den zwölf bish­eri­gen Gemein­derätin­nen und Gemein­deräten, die ins Ren­nen steigen, wer­den min­destens drei in Plaf­feien und ein­er in Zumholz auf der Strecke bleiben. Am härtesten umkämpft sind die vier Sitze, die Vertretern aus dem heuti­gen Plaf­feien zuste­hen: Die Talschaft Schwarzsee, die CVP und die SVP treten je mit ein­er kom­plet­ten Liste zu den Wahlen an. In Ober­schrot ste­hen der­weil sechs Kan­di­dat­en für drei Sitze zur Auswahl. Dabei kommt es zum Kräftemessen zwis­chen der CVP und der SVP. Auf je ein­er sep­a­rat­en Liste kämpfen in Zumholz schliesslich vier Kan­di­dierende – drei Bish­erige und ein Neuer – um die bei­den Man­date in der Exeku­tive.

Die Kan­di­dat­en für Plaf­feien (4 Sitze):

Talschaft Schwarzsee und Freie Wäh­ler:
Otto Lötsch­er (bish­er), Anne-Marie Von­lan­then (bish­er), Bruno Zbinden (bish­er) und Andreas Stalder (bish­er).

CVP:
Daniel Bürdel (bish­er), Linus Hay­oz, Karin Nieder­berg­er und Corinne Beyel­er.

SVP und Parteilose:
Alfons Piller (bish­er), Alfons Neuhaus (bish­er), Christophe Maed­er und Hei­di Piller.

Die Kan­di­dat­en für Ober­schrot (3 Sitze):

CVP und Parteilose:
Antoinette Kilchör-Krat­tinger (bish­er), Armin Jun­go (bish­er) und Thomas Aeby.

SVP und Parteilose:
Gilbert Catil­laz, Ste­fan Kol­ly und Elmar Piller.

Die Kan­di­dat­en für Zumholz (2 Sitze):

Houzschrötler:
Fritz Zbinden (bish­er).

Freie Wäh­ler:
Alexan­dra Lehmann (bish­er).

Parteilose:
Yvan Jun­go (bish­er).

SVP und Parteilose:
Francesco Moos­er.

Autor: Arthur Zurkinden

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Zeitungsartikel Gemeinderatswahlen Freiburger Nachrichten vom 16.07.2016

Heute zählen Plaf­feien, Ober­schrot und Zumholz zusam­men 21 Gemein­deräte, mit der Fusion sind es ab dem 1.Januar noch neun. Für die Wahlen brin­gen sich die Parteien und Grup­pierun­gen in Posi­tion. Am 12. August ist Lis­teneingabe.

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In gut zwei Monat­en, am 25. Sep­tem­ber, wählt die Bevölkerung von Zumholz, Ober­schrot und Plaf­feien den Gemein­der­at der neuen Gemeinde Plaf­feien, die ab dem 1. Jan­u­ar 2017 beste­ht. Bis am Mit­tag des 12. August müssen die Kan­di­daten­lis­ten ein­gere­icht sein. Inner­halb der Parteien und Grup­pierun­gen wird zurzeit der Wahlkampf vor­bere­it­et, es laufen Kan­di­datenge­spräche. «Es wird ein kurz­er, aber inten­siv­er Wahlkampf», sagt Daniel Bürdel, einziger CVP-Gemein­der­at in Plaf­feien. Noch sei in der Bevölkerung nichts davon zu spüren. Bürdel geht davon aus, dass der Wahlkampf nach den Som­mer­fe­rien so richtig los­ge­ht. «Die Aus­gangslage ist sehr offen. So offen, wie sie wohl nie mehr sein wird.» Dem heuti­gen Plaf­feien ste­hen im neunköp­fi­gen Rat der kün­fti­gen Fusion­s­ge­meinde vier Sitze zu. Zurzeit zählt Plaf­feien neun Gemein­derätin­nen und Gemein­deräte. Das Min­i­malziel der CVP sei es, min­destens einen der vier Plaf­feier Sitze zu beset­zen, so Bürdel. Dazu will die Partei mit ein­er vollen Vier­erliste antreten, auf der unter anderen er sel­ber sowie sein Gross­ratskol­lege Linus Hay­oz ste­hen wer­den, sagt Daniel Bürdel. «Es sollen jene Per­so­n­en gewählt wer­den, die pos­i­tiv zur Fusion ste­hen und proak­tiv mithelfen wer­den, die neue Gemeinde zu gestal­ten.»

Der Plaf­feier Syn­dic Otto Lötsch­er, Mit­glied der Talschaft Schwarzsee, tritt eben­falls zu den Neuwahlen an. Auch seine Rats- und Parteikol­le­gen Bruno Zbinden und Anne-Marie Von­lan­then kan­di­dieren, die bei­den anderen Talschaft-Gemein­deräte Peter Geis­er und Ste­fan Rae­my hinge­gen nicht. Auf der Vier­erliste der Talschaft Schwarzsee wird auch Gemein­der­at Andreas Stalder von den Freien Wäh­lern ste­hen. «Wir machen eine gemein­same Liste und kämpfen um zwei Sitze», sagt Stalder, der im Novem­ber für die Freien Wäh­ler Sense auch zu den Ober­amtswahlen antritt.

Die SVP werde wiederum unter dem Namen SVP und Parteilose eine volle Liste ein­re­ichen, sagt der Plaf­feier SVP-Gemein­der­at Alfons Piller. Wenn es keine kom­plette Wen­dung gebe, wür­den er sowie Gemein­der­at Alfons Neuhaus (SVP und Parteilose) erneut antreten. Er sei jeden­falls voll motiviert, weit­er­hin auf Gemein­deebene zu wirken, sagt Alfons Piller. Einen der vier Plaf­feier Sitze wolle die SVP min­destens erobern. «Wichtig ist, dass es im Gemein­der­at der neu organ­isierten Gemeinde eine gute Durch­mis­chung gibt.» Alfons Piller hofft, dass die SVP auch in Ober­schrot und Zumholz Lis­ten ein­re­ichen wird. Mehr könne er zurzeit aber noch nicht dazu sagen.

Fünf treten nicht mehr an

Im siebenköp­fi­gen Gemein­der­at von Ober­schrot sind zurzeit fünf Per­so­n­en partei­los, zwei gehören der CVP an: Ammann Armin Jun­go und Antoinette Kilchör. Sie treten bei­de wieder an. «Armin Jun­go und ich hof­fen, dass wir bei­de die Wahl in den neuen Gemein­der­at schaf­fen», sagt Antoinette Kilchör, Präsi­dentin der CVP Ober­land. Ober­schrot ste­hen im neuen Gemein­der­at drei Sitze zu (siehe Kas­ten). Die CVP werde zusam­men mit einem parteilosen Kan­di­dat­en eine Dreierliste ein­re­ichen. Die restlichen fünf Gemein­derätin­nen und Gemein­deräte Ida Schafer-Biel­mann, Vreni Pür­ro-Ducret, Roland Pür­ro, Bar­bara Boschung-Brünisholz und Andreas Zah­nd treten nicht mehr zur Wahl an.

Irene Her­zog verzichtet

Der kle­in­sten der drei Fusion­s­ge­mein­den, Zumholz, ste­hen im neuen Gemein­der­at zwei Sitze zu. Die aktuelle Gemein­de­präsi­dentin Irene Her­zog-Streuli wird nicht mehr kan­di­dieren, wie sie auf Anfrage erk­lärt. Dies vor­wiegend aus beru­flichen und zeitlichen Grün­den, wie sie aus­führt. Ihr Ratskol­lege Elmar Zbinden tut es ihr gle­ich. Hinge­gen wür­den Vize-Ammann Fritz Zbinden, Gemein­derätin Alexan­dra Lehmann sowie Gemein­der­at Yvan Jun­go erneut kan­di­dieren. Sie sind alle­samt partei­los. «Es ist das erste Mal seit Jahren, dass in Zumholz eine richtige Wahl stat­tfind­et», sagt Irene Her­zog. Ob von ausser­halb des Gemein­der­ats eben­falls jemand kan­di­dieren werde, wisse sie nicht. «Das sehen wir dann am 12. August.»

Zahlen und Fak­ten
Plaf­feien verzichtet auf einen fün­ften Sitz

Mit 87,6 Prozent Ja-Stim­men-Anteil haben die Stimm­bürg­erin­nen und Stimm­bürg­er der drei Sense-Ober­land-Gemein­den Plaf­feien, Ober­schrot und Zumholz am 27.September 2015 der Fusion zuges­timmt. Sie tritt auf den 1.Januar 2017 in Kraft. Die neue Gemeinde wird Plaf­feien heis­sen, rund 3600 Ein­wohn­erzählen und 66,3 Quadratk­ilo­me­ter umfassen. Der Steuer­fuss wird 98Rappen pro Franken Kan­ton­ss­teuer für natür­liche Per­so­n­en betra­gen und 93 Rap­pen für juris­tis­che Per­so­n­en, die Liegen­schaftss­teuer drei Promille. Zu Gun­sten des kle­in­sten Part­ners Zumholz verzichtet Plaf­feien auf einen fün­ften Sitz im neuen Gemein­der­at. Dieser wäre Plaf­feien auf­grund der Bevölkerungszahl zuge­s­tanden (die FN berichteten). Dem Ja zur Fusion war ein langer Prozess voraus­ge­gan­gen: Der Ver­such, fünf Gemein­den im Sense-Ober­land zu fusion­ieren, ist am 8.März 2015 gescheit­ert, weil Plas­selb und Brünis­ried Nein zur Fusion gesagt haben.

Autor: Karin Aebis­ch­er

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Zeitungsartikel Gemeinderatswahlen Freiburger Nachrichten vom 13.08.2016

Die Gemein­der­atswahlen in der neuen Gemeinde Plaf­feien ver­sprechen span­nend zu wer­den: Sechs Frauen und sechzehn Män­ner wollen in die neunköp­fige Exeku­tive. In Plaf­feien, Ober­schrot und Zumholz kommt es so zur Kampfwahl.

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Die Stimm­bürg­erin­nen und Stimm­bürg­er der drei Sense-Ober­land-Gemein­den Plaf­feien, Ober­schrot und Zumholz haben let­zten Sep­tem­ber eine his­torische Entschei­dung getrof­fen: Sie stimmten dem Zusam­men­schluss zur neuen Gemeinde Plaf­feien mit 87 Prozent deut­lich zu. Nun rückt die Fusion, die auf den 1. Jan­u­ar 2017 in Kraft tritt, immer näher. Während die Gemein­deräte von Ober­schrot, Zumholz und des «alten» Plaf­feiens die let­zten Sitzun­gen vor­bere­it­en, geht der Wahlkampf um die Exeku­tivämter im «neuen» Plaf­feien in die heisse Phase. Bis gestern Mit­tag hat­ten die Parteien und Grup­pierun­gen Zeit, um ihre Kan­di­daten­lis­ten auf den Gemein­de­v­er­wal­tun­gen einzure­ichen. Jet­zt ste­ht fest: In allen drei Ortschaften kommt es am 25. Sep­tem­ber zur Kampfwahl um die Sitze im neunköp­fi­gen Gremi­um.

Die Qual der Wahl

Im heuti­gen Plaf­feien inter­essieren am meis­ten Kan­di­dat­en sich für ein Amt im neuen Gemein­der­at. Der Wäh­ler­schaft ste­hen hier drei volle Lis­ten zu je vier Kan­di­dat­en zur Auswahl. Am meis­ten Erfahrung in Exeku­tivämtern vere­inen die Talschaft Schwarzsee und die Freien Wäh­ler auf ihrer gemein­samen Liste: Es stellen sich vier Bish­erige zur Wieder­wahl. Ange­führt wird die Liste von Otto Lötsch­er, der seit 34 Jahren in der Exeku­tive von Plaf­feien politisiert–davon 19 Jahre als Gemeindeammann–und auch die Fusion­sar­beits­gruppe prä­si­diert. Weit­er treten die amtieren­den Talschafts-Gemein­deräte Anne-Marie Von­lan­then und Bruno Zbinden sowie Andreas Stalder, Gemein­der­at und Ober­amt­skan­di­dat der Freien Liste, an.

Die CVP ihrer­seits set­zt ihre Hoff­nun­gen auf einen Bish­eri­gen und drei Neue: Neben Gemein­der­at und Gross­rat Daniel Bürdel sowie Gross­rat und Gewer­bev­ere­in­spräsi­dent Linus Hay­oz steigen die bei­den Kauf­frauen Karin Nieder­berg­er und Corinne Beyel­er ins Ren­nen um ein Exeku­ti­vamt.

Zwei Bish­erige ste­hen auf der gemein­samen Liste von SVP und Parteilosen. Neben Gemein­der­at und Gross­rat Alfons Piller stellt sich auch Gemein­der­at Alfons Neuhaus zur Wieder­wahl. Neben dem ältesten aller Kandidaten–Pensionär Alfons Neuhaus hat Jahrgang 1947–steht auch der jüng­ste Kan­di­dat im Dien­ste der SVP: Polizist Christophe Maed­er mit Jahrgang 1990. Kom­plet­tiert wird die Liste durch Hebamme Hei­di Piller-Wid­mer.

Bish­erige müssen passen

Im Gemein­der­at der Fusion­s­ge­meinde nehmen ins­ge­samt vier Vertreter des heuti­gen Plaf­feiens Ein­sitz. Das bedeutet: Für min­destens drei Bish­erige wird in der Exeku­tive der neuen Gemeinde kein Platz mehr frei sein, und ihr Engage­ment als Gemein­der­at wird damit zumin­d­est vor­läu­fig an ein Ende kom­men.
Etwas weniger drama­tisch gestal­tet sich die Lage für die bish­eri­gen Gemein­deräte der­weil in Zumholz, wo drei Bish­erige und ein Neuer für die zwei Sitze im neuen Gremi­um infrage kom­men. Der amtierende Vize-Syn­dic von Zumholz, Fritz Zbinden (Liste «Houzschrötler»), tritt eben­so wie die Gemein­deräte Alexan­dra Lehmann (Freie Wäh­ler) und Yvan Jun­go (partei­los) auf ein­er sep­a­rat­en Liste an. Die let­zte Liste kommt von SVP und Parteilosen, die in Zumholz mit Entwässerung­sprak­tik­er Francesco Moos­er ins Ren­nen gehen.

Volle SVP-Liste

Aus­nahm­s­los alle bish­eri­gen Gemein­deräte, die als Kan­di­dat­en antreten, kön­nten in Ober­schrot den Einzug ins neue Gremi­um schaf­fen. Ammann Armin Jun­go und Gemein­derätin Antoinette Kilchör-Krat­tinger von der CVP sind die einzi­gen Amtieren­den, die sich um einen Platz im neuen Gemein­der­at bemühen. Kom­plet­tiert wird ihre Liste durch den parteilosen Gebi­ets-Verkauf­sleit­er Thomas Aeby. SVP und Parteilose ihrer­seits treten mit drei Neulin­gen zu den Wahlen an: Bere­ich­sleit­er Gilbert Catil­laz, Land­wirt Ste­fan Kol­ly und Betrieb­sleit­er Elmar Piller wollen auf die Geschäfte der neuen Gemeinde Ein­fluss nehmen.

Zahlen und Fak­ten
Die Wahlen find­en im Pro­porzsys­tem statt

Auf­grund der Bevölkerungszahl wären Plaf­feien im neunköp­fi­gen Gemein­der­at der Fusion­s­ge­meinde eigentlich fünf Sitze zuge­s­tanden. Zugun­sten des kle­in­sten Part­ners Zumholz verzichtete Plaf­feien jedoch auf einen fün­ften Sitz (die FN berichteten). Wer die vier Sitze für Plaf­feien, die drei Sitze für Ober­schrot und die zwei Sitze für Zumholz beset­zen wird, entschei­det sich am 25.September, wenn die drei Ortschaften ihre Vertreter wählen. Diese Wahlen find­en im Pro­porzsys­tem statt. SVP und Parteilose haben hier­für in allen drei Gemein­den ein entsprechen­des Gesuch ein­gere­icht. Das «neue» Plaf­feien wird nach der Fusion rund 3600 Ein­wohn­er zählen und 66,3 Quadratk­ilo­me­ter Gemein­dege­bi­et umfassen. Der Steuer­fuss wird für natür­liche Per­so­n­en 98 Rap­pen pro Franken Kan­ton­ss­teuer betra­gen.

Autor: Miro Zbinden

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